Mittwoch, 20. Juli 2011

Kernenergie hat Zukunft und damit basta!

Sturheit, Blindheit oder Ignoranz? Der Essener Energiekonzern RWE setzt auf Atomkraft und will das auch in Zukunft tun. Da die Zukunft der Atomenergie in Deutschland sehr fraglich ist, wechselt das Unternehmen die Seiten und geht in die Niederlande. Dort will sich der Konzern am bisher einzigen Atomkraftwerk beteiligen und hat außerdem die Chance sich noch an einem AKW-Neubau zu beteiligen.

Ersten halte ich es für den falschen Weg auf Atomenergie zu setzten und zweitens wäre es deutlich sinnvoller die Investitionen in erneuerbare Energien zu stecken, denn nur das kann die Zukunft sein.

Dienstag, 19. Juli 2011

Gentechnikfreie Milch für Kinder

Es regt sich was im Lande. Zwei große Hersteller von Babymilchnahrung haben zumindest teilweise auf gentechnikfreie Fütterung ihrer Milchkühe umgestellt, ein weiterer hat konkrete Pläne für eine baldige Umstellung.

Hipp hat am 1. März 2011 ihre konventionelle HIPP-Milchnahrung auf Bio umgestellt.

Die Molkerei Humana hat Anfang Mai 2011 ihre Marken Lasana und Humana ebenfalls umgestellt.

Milupa, der größte Babynahrungsmittelhersteller Deutschlands, eine hundertprozentige Tochter des Danone-Konzerns plant bereits konkret die gentechnikfreie Fütterung der Milchkühe für seine Marken Aptamil und Milupa.

Das ist wieder ein Erfolg auf dem Weg in eine bessere Zukunft.

Hier der Link zum Greenpeace-Ratgeber:

Milch für Kinder [pdf]


und Kontakte zu Hersteller gentechnikfreier Schulmilch:
Schulmilchkontakt [pdf]

Montag, 18. Juli 2011

Weit und breit keine Stromlücke in Sicht

Vor wenigen Tagen stellte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ein neues Gutachten vor. Es zeigt: Der Atomausstieg bis 2015 ist machbar – ohne dass es in Deutschland zu Stromengpässen kommt und Strom aus dem Ausland importiert werden muss.

Die Studie „Atomausstieg 2015 und regionale Versorgungssicherheit“ der Universität Flensburg ist nach der Studie von Greenpeace "Der Plan" die zweite, die einen Ausstieg aus der Atomkraft bis 2015 für realistisch hält.

Die Gutachten zeigen, dass es geht – jetzt müssen wir die Energiewende mit viel Kraft und Nachdruck einfordern!

Donnerstag, 14. Juli 2011

Strategie zur sicheren Lagerung ohne ein Endlager

Jeden Tag produzieren wir neuen Atommüll, den wir mit dem bereits vorhandenen Atommüll deutschlandweit verteilt in kaum gesicherten Hallen stapeln. Das sind die sogenannten Zwischenlager, diese Hallen wurden bei jedem Atomkraftwerk zur Zwischenlagerung von radioaktivem Abfall, bis wir ihn einlagern können. Jahre zogen ins Land und es wurde kein passendes Endlager gefunden. Bis heute stapeln sich Hunderte Tonnen Atommüll minimalst gesichert verteilt über Deutschland. Was hilft uns das sicherste AKW, wenn wenige Meter daneben Tonnen radioaktiven Mülls fast ungeschützt vor Katastrophen lagern?

Wir brauchen einen vernünftigen Weg, wie wir mit dieser Problematik umgehen. Ein neuer Vorschlag kommt von Forschern des Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Dieser plädiert für ein Endlager auf Zeit, etwa 500 Jahre. Die Aussage der Forscher ist, dass man sich von dem sicheren Endlager für Zehntausende von Jahren verabschieden soll und lieber auf kalkulierbare Kurzzeit-Endlager setzen soll.

Diese Kurzzeit-Endlager hätten einige Vorteile:
Ein Endlager für Zehntausende von Jahren zu finden scheint nicht absehbar
Die unsicheren Zwischenlager könnten aufgelöst werden
Sollte eine Rückholung (evtl. zur Wiederverwertung) nötig sein, dann wären diese Lager darauf ausgelegt

Hier gibts noch mehr Infos dazu:
Spiegel online

Mittwoch, 13. Juli 2011

Fukushima - eine Fehleinschätzung folgt der nächsten

Aus den Unglücksreaktoren wurden tausende von Tonnen radioaktiv belastetes Kühlwasser ins Meer abgelassen. Die Aussage der Verantwortlichen war, die Radioaktivität würde sich so verteilen/verdünnen, dass keine Gefahr für das Ökosystem und für aus dem Pazifik gewonnen Lebensmittel besteht.
Greenpeace sammelte schon Anfang Mai erste Proben und nach genauen Untersuchungen hat sich herausgestellt, dass Algen, Fisch und andere Meeresfrüchte erhöhte radioaktive Werde aufweisen.
Damit sind die Menschen in der Umgebung des Kraftwerks, die von den belasteten Nahrungsmitteln an Land und aus dem Wasser leben bzw. leben müssen weiteren Gefahren ausgesetzt. Es sieht aus, als hätte man immer noch nichts gelernt und man bastelt weiter wie bisher - der Dumme ist zum Schluss wieder der "kleine Mann".

Montag, 11. Juli 2011

Mit der Energiewende können wir Kosten sparen

Es ist immer wieder die Rede von Strompreiserhöhungen durch die Energiewende aber wenn man sich das mal im gesamten durch denkt, dann muss es günstiger werden.

Wir werden im ersten Schritt sicher Mehrkosten für den Bau von Windkraft- und Solaranlagen haben. Zum andern werden wir sehr hohe Kosten für den Rückbau unserer Atom- und Kohlekraftwerken haben. Auf der anderen Seite benötigen wir für die erneuerbaren Energien aber keine "Brennstoffe" mehr wir z.B. Uran und Kohle. Eine Schätzung von Greenpeace geht davon aus, dass wir mit einer guten Ausstiegsstrategie bis 2030 ca. 300 Milliarden Euro Brennstoffkosten sparen können.

Ein Sprecher des Frauenhofer Institutes bringt es auf den Punkt: "Eine Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien ist technisch möglich, ökologisch notwendig und volkswirtschaftlich sinnvoll. Sie erfordert zwar höhere Investitionen zu Beginn, die zahlen sich aber mittel- und langfristig aus".

Damit wir möglichst schnell von den Vorteilen profitieren können, müssen wir aber schnellst möglich aussteigen und den Weg in die Zukunft frei machen.

Sonntag, 10. Juli 2011

Österreich weiter auf Anti-Atomkurs

Die Österreicher haben früh nein zur Atomenergie gesagt. Das einzige dort gebaute AKW ging nie ans Netz, es wurde 1978 per Volksentscheid abgelehnt.
Doch eine "faule Stelle" hatte dieser Anti-Atomkurs, den Stromimport. Dafür gab es bis jetzt keine Regelung, die den Import von Atomstrom regelte und so wurden bisher zwischen 6% und 15% Atomstrom importiert. Das entspricht ungefähr der Produktionsmenge von zwei Atomreaktoren.

Am 01.07.2011 wurde entschieden, dass nur noch Strom importiert werden darf, von dem die Herkunft eindeutig belegbar ist. Im Herbst 2011 folgt dann Schritt zwei, dann soll jeglicher Import von Atomstrom nach Österreich verboten werden. Greenpeace soll die Möglichkeit erhalten, die Umsetzung lückenlos und transparent zu überprüfen.

Diese Entscheidung hat zur Folge, dass AKW-Neubauprojekte in Tschechien, der Slowakei und Slowenien eine höhere Hürde nehmen müssen. Denn die Geschäftsmodelle dieser Kraftwerke sind zum Großteil auf Stromexporte angelegt. Wenn keiner mehr Atomstrom haben will, dann lohnen sich die Investitionen nicht mehr.

Wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Auch mit vielen kleinen Schritten kommt man ans Ziel.

Frischekick mit Kräutern

Kerbel hat ein Aroma zwischen Petersilie und Anis. Er schmeckt am besten frisch in Salat oder Kräuterquark.

Petersilie verwendet man am besten roh oder nur kurz erhitzt, da sie sonst das Aroma verliert.

Schnittlauch wird meist frisch verzehrt. Er liefert Vitamin C und das leichte Zwiebelaroma vertreibt die Frühjahrsmüdigkeit.

Bärlauch ist eine alte Heilpflanze mit Knoblaucharoma. Ideal für Pesto, Nudeln, Suppen und vieles mehr. Fein geschnitten oder püriert schmeckt er am besten.

Freitag, 8. Juli 2011

Italiener sagen nein zu Atomkraft

Mitte Juni gab es in Italien eine Volksabstimmung wie es mit der Atomkraft in Italien weiter gehen soll.

Der Plan war neue Kernkraftwerke zu bauen, nachdem in Italien bereits 1990 das letzte von vier AKW's abgeschaltet wurde. Doch die Bürger haben der Wiedergeburt der Atomkraft in ihrem Land einen gehörigen Dämpfer verpasst. Die Wahlbeteiligung lag bei ca. 50% und 90% sprachen sich gegen die Atomkraft aus, das ist wirklich ein deutliches Signal.

Wieder ein Zeichen der Macht, die wir Bürger haben.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Sportveranstaltungen werfen ihren Fernseher voraus

Wenn es nach den Elektronikmärkten geht, dann brauchen wir für jede große Sportveranstaltung wie Weltmeisterschaft oder Olympiade mindestens einen neuen Fernseher. So auch jetzt wieder zur Frauen-Fußball-WM werden wir wieder mit Angeboten für ein neues Gerät überschüttet.

So ein "Schnäppchen" kann sich aber durchaus im Laufe der Zeit doch als Euro-Vernichtungs-Maschine heraus stellen. Dann, wenn die Stromrechnung ins Haus steht. Der BUND hat mehr als 1000 Geräte verglichen und diese auch nach dem Stromverbrauch bewertet.

Hier der Link zum TV-Finder, wer wirklich noch einen braucht:

Mittwoch, 6. Juli 2011

Wusstest Du schon, dass ...

... viele männliche Kückenbabys nach dem Schlüpfen gleich getötet werden. Weil die nämlich keine Eierlegen können und somit "wertlos" sind, werden sie weggeworfen, vergast oder vermust, weil es nicht rentabel ist, sie großzuziehen.

Um solche Grausamkeiten nicht auch noch zu unterstützen, könnten wir alle unsere Eier beim Bauern auf dem Hof kaufen. Die sind vielleicht nicht ganz so günstig wie bei Aldi, aber dafür mit gutem Gewissen! Für Städter nicht ganz einfach, aber auch da gibt es mittlerweilen genügend Möglichkeiten "gute" Eier zu kaufen.

Montag, 4. Juli 2011

Etikettenschwindel beim Ökostrom

Leider wieder mal wie immer, wenn etwas gefragt ist, versucht jeder seinen Gewinn daraus zu ziehen. Nahezu jeder Stromanbieter hat mittlerweilen einen Ökostromtarif im Angebot. Doch: "Nicht überall, wo Ökostrom draufsteht, ist auch Ökostrom drin". Wichtig zu wissen ist hier, es gibt keine feste Definition für den Begriff Ökostrom und auch kein offizielles Gütesiegel dafür. Das heißt für uns Verbraucher, wir müssen also am besten zweimal hin schauen um sicher zu gehen, dass wir das bekommen, was wir wollen.

Es gibt aktuell nur zwei vertrauenswürdige Zertifikate/Siegel für Ökostrom: "ok Power Label" und "Grüner Strom Label". Diese beiden garantieren, dass der verkaufte Ökostrom aus erneuerbaren Energien stammt und dass der Anbieter ständig neue Wind- oder Solaranlagen bauen muss, damit sich der Prozentsatz erneuerbarer Energien auch mit jedem Neukunden erhöht.

Reine Ökostromanbieter haben teilweise keines dieser Labels, was daran liegt, dass sie sich bewusst von Anbietern abgrenzen wollen, die Ökostrom nur als Unterprodukt im Programm haben. Stiftung Warentest nennt diese Anbieter seriös und empfehlenswert

Ein schönes Siegel kann also nicht als Vertrauensbasis genommen werden. Am besten man wählt einen reinen Ökostromanbieter oder wenn das aus bestimmten Gründen nicht möglich ist, dann sollte man die auf die Labels "ok Power Label" und "Grüner Strom Label" achten.

Freitag, 1. Juli 2011

Olivenöl, gesund und gut

Bei Olivenöl gibt es drei Qualitäten, die man kennen sollte:
natives Olivenöl extra - diese wird nur mit mechanischen Mitteln aus Oliven gewonnen und darf maximal 0,8 Prozent freie Fettsäuren enthalten
natives Olivenöl - wird ebenfalls nur mit mechanischen Mitteln aus Oliven gepresst und darf bis zu 2 Prozent freie Fettsäuren enthalten
Olivenöl - ist eine Mischung aus nativem und raffiniertem Öl

Was macht Olivenöl so wertvoll? Sein guter Ruf als gesundes Öl beruht vor allem auf den hohen Mengen an einfach ungesättigten Fettsäuren. Zahlreiche Studien belegen, dass sie das "schädliche" LDL-Cholesterin senken und den Wert des "guten" HDL-Cholesterins ansteigen lassen. Damit verhindern sie die Ablagerunen in den Blutbahnen und verringern das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und auch bei Rheuma soll Olivenöl helfen.

Donnerstag, 30. Juni 2011

„Zwergenaufstand“ gegen die Gentechnik!!!

Die Zauberformel heißt BANTAM. Dabei handelt es sich um die samenfeste Zuckermaissorte "Golden Bantam". Diese kann außer zum Verzehr auch zur Gewinnung von Saatgut verwendet werden und muss deshalb vor Verunreinigung durch Gentechnisch veränderten Mais geschützt werden.

Ziel ist durch den Anbau dieser Sorte auf Balkon, Terrasse oder im Garten, eine Gentechnikfreie Zone zu schaffen. Denn mit dem Anbau erwirbt man das Recht über den Anbau von Genmais in seiner Nachbarschaft informiert zu werden. Dazu muss der Standort an die Zentrale Bantam-Aktion gemeldet werden und wird damit in die Onlinekarte eingetragen.

Auf der Webseite der Bantam-Aktion gibt’s Infos zu Saatgut-Bezugsquellen, Anbau und Pflege von Mais, die Onlinekarte, ...

Hier der Link: http://www.bantam-mais.de/

Wieder mal eine nette Aktion zum Mitmachen - leider erst im nächsten Jahr.

Mittwoch, 29. Juni 2011

Wusstest Du schon, dass ...

... schwarze Oliven oft nur grüne Oliven sind, die mit Eisengluconat schwarz gefärbt werden.

Die Olive ist eine mediterrane Steinfrucht ist. 90% der geernteten Oliven werden zu Öl gepresst. Die Olive ist in rohem Zustand nicht genießbar, sie muss mehrmals in Wasser eingelegt werden um die Bitterstoffe auszuschwemmen. Echte schwarze Oliven sind voll ausgereifte grüne Oliven.

Dienstag, 28. Juni 2011

Die Technik, die Welt zu verbessern

Technik bestimmt unser Leben, wir nutzen sie bewusst oder unbewusst aber sie ist immer da. Wir versuchen jedes Problem mit Technik zu lösen. Doch was tun, wenn die Technik das Problem ist?

Wir müssen die Technik einsetzten um die Welt zu verbessern und nicht damit die Welt zu verschmutzen. Dazu müssen wir die Technik aber schon mit dem richtigen Ziel entwickeln. Viel wichtiger ist es aber, dass wir die Weltverbesserungs-Technik auch nutzen und sie nicht als Abfall entsorgen, weil sie nicht zu "geiz ist geil" passt oder weil sie nicht schick genug ist.

Montag, 27. Juni 2011

Damit Ökostrom auch wirklich Öko ist

Wer den Stromanbieter wechselt und zu einem echten Ökostromanbieter wechseln will, der sollte einige Punkte beachten.

Wichtig ist, dass der angebotene Ökostom aus neuen Kraftwerken stammt oder ein festgelegter Betrag des Strompeises in den Bau neuer Kraftwerke auf Basis erneuerbarer Energien.
Weiter finde ich es für wichtig, dass es keiner der großen Konzerne ist und auch kein Teil davon mit anderem Namen. Denn die großen Konzerne betreiben weiterhin die Atomkraftwerke und werden nie freiwillig aus dieser Technologie aussteigen.

Wenn ihr wechseln wollt, dann hier ein Link und solltet ihr noch Fragen haben, bin ich gerne bereit zu helfen.
http://www.atomausstieg-selber-machen.de/

Sonntag, 26. Juni 2011

CO2 als Treibstoff für Autos, Busse und Bahn

Aus Wasserstoff und CO2 kann man Methan herstellen und daraus lässt sich Diesel oder Benzin herstellen. Wasserstoff wird aus Wasser hergestellt, CO2 haben wir zu viel - das einzige was man jetzt noch braucht ist jede Menge Strom und am Ende bekommt man Treibstoff.

Eine Firma aus Bonn hat ein Verfahren dafür entwickelt und zum Patent angemeldet. Der Plan ist, das konzentrierte CO2 von Kohlekraftwerken in Treibstoff weiter zu verarbeiten statt wie immer wieder gefordert, das CO2 unter die Erde zu verpressen um es verschwinden zu lassen.

Wenn wir jetzt noch den Strom für dieses  Vorhaben aus Erneuerbaren Energien bekommen, dann haben wir ein System geschaffen, das unsere Umwelt entlastet statt sie zu belasten. Um in die Massenproduktion einzusteigen bedarf es noch einiger Optimierungen und Investition aber der erste Schritt ist gemacht.

Es sind die wagemutigen Ideen, die Deutschland zu dem High Tech Land gemacht haben, das es ist.

Samstag, 25. Juni 2011

Gehört die Melone jetzt Monsanto?

Der US-Konzern Monsanto hat im Mai 2010 ein europäisches Patent auf Melonen aus konventioneller Pflanzenzucht erhalten.

In Melonen aus Indien wurde eine natürliche Resistenz gegenüber einer Viruskrankheit entdeckt. Monsanto hat durch die üblichen Züchtungsverfahren diese Widerstandsfähigkeit auf andere Melonen übertragen. Diese gelten jetzt als Erfindung der Firma Monsanto.

Wenn man es genau nimmt, dann können Gene, Pflanzen und Tiere können nicht erfunden, sondern nur entdeckt werden. Sie sind eine Erfindung der Natur und damit sollten sie geschützt sein - vor solchen Firmen.

Freitag, 24. Juni 2011

Energiewende - Die Atom-Milliarden fallen weg

Der Energiewissenschaftler Wolfgang Paffenberger von der Jacobs Universität hat errechnet, dass allein die acht Atommeiler, die in diesem Jahr stillgelegt werden, für Gewinne von mehr als 1,5 Milliarden Euro und Umsätze von mindestens drei Milliarden Euro pro Jahr sorgen. Alle 17 deutschen AKW zusammen schaffen sogar rund vier Milliarden Euro Gewinn und rund 7,5 Milliarden Euro Umsatz. Spätestens 2022 fallen die Atom-Milliarden komplett weg.

Da müsste es doch im Sinne der Energiekonzerne sein, auf den neuen Zug aufzuspringen, die vorhandene Motivation zu nutzen und damit die Konzerne in die Zukunft zu führen.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Energiekonzerne klagen wegen Gewinnausfällen

Manchmal frage ich mich, ob das was momentan von den Energiekonzernen in der Presse zu lesen ist, deren Ernst ist. Scheinbar ja, dann kann ich nur sagen, die leben irgendwie außerhalb der Realität.

Klar ist es jetzt blöd, wenn man sich auf gewaltige Gewinne eingeschossen hat, diese jetzt wieder zu verlieren und ist das einzige für das mal lebt der Aktienkurs?

Bevor hier weiter so viel gemeckert wird, hier mal einige Denkanstöße:
  • wer hat die Forschung für Atomkraft bezahlt?
    der Staat, also wir!
  • wer hat den Bau der Atomkraftwerke zum Großteil bezahlt?
    der Staat, also wir!
  • wer bezahlt die Castor-Transporte?
    der Staat, also wir!
  • wer muss die Endlagerung bezahlen?
    der Staat, also wir!
So, wenn jetzt mal jemand die bisher von "uns" übernommenen Kosten zusammen fasst, dann denke ich sollten die "Jungs" da mal ein bisschen leiser sein und sich mal selbst Wege überlegen, wie sie ihre Unternehmen zum Laufen bringen - ohne den Staat, also ohne uns - das müssen nämlich fast alle anderen Unternehmen.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Es Gau't und Gau't und Gau't

Fukushima, lässt uns nicht los - auch wenn das Medieninteresse mittlerweilen sehr gering ist.

So ist es im März nach Aussagen des Betreibers höchstwahrscheinlich auch in den Reaktorblöcken 2 und 3 zur teilweisen Kernschmelze gekommen.

Als Ersatz für das zerstörte Kühlsystem wurden tausende von Tonnen Wasser zur Kühlung in die Reaktoren gepumpt. Wo sich dieses radioaktiv verseuchte Wasser jetzt befindet, kann keiner so genau sagen.

Die Tanks, in denen man das hochradioaktive Wasser sammeln und aufbereiten will, sind voll und die Aufbereitungsanlage ist noch nicht funktionsfähig.

Anfang Juni hat die Strahlung im Reaktorgebäude 1 einen Rekordstand von 4000 Millisievert pro Stunde in der Luft erreicht.

In Japan steht der Beginn der Regenzeit bevor, damit wird sich die Menge an verseuchtem Wasser weiter erhöhen.

Heute geht man davon aus,
  • dass der geschmolzene Kern des Reaktor 1 bereits durch alles Sicherheitshüllen nach draußen getropft ist.
  • dass verseuchtes Wasser ins Grundwasser und Meer fließt.
Das alles sieht für mich nicht nach "im Griff haben" aus und auch nicht, als wäre das Ganze in einigen Wochen vorüber.

Montag, 13. Juni 2011

Ein Leben ohne Plastiktüten

Im Durchschnitt verbraucht jeder EU-Bürger 500 Plastiktaschen pro Jahr.

Die EU überlegt eine Steuer auf Plastiktüten oder sie ganz zu verbieten. Dazu wurde eine Umfrage bei den Verbrauchern - EU-Bürgern - gestartet. Leider gibt es diese Umfrage nur in Englisch.

Im Jahr 2008 wurden in der EU 3,4 Millionen Tonnen Plastiktragetaschen produziert. Jeder dieser Taschen wird nur einige Minuten benutzt, belastet dann aber die Umwelt für Jahrzehnte. Desweitern würde das den Bedarf an Öl reduzieren, da Plastiktüten aus Öl hergestellt werden.

Hier noch der Link zur Umfrage:

http://ec.europa.eu/yourvoice/ipm/forms/dispatch?form=PLASTICBAGS

Samstag, 11. Juni 2011

Blumenwiesen gibt's nicht mehr

Ist euch schon mal aufgefallen, dass es kaum mehr Blüten auf Wiesen gibt?
Als ich klein war, waren wir oft mit Oma auf den Wiesen in der Umgebung unterwegs und haben Kräuter gesammelt. So gab es die Kamille in rauen Mengen oder die Mohn- und Kornblumen waren auf Feldern ganz normal.

Was hat sich verändert? Der massive Einsatz von Kunstdünger oder Spritzmittel ist der Grund für das Verschwinden der Blütenpracht.
In einem Interview sagte ein Landwirt, dass im Gras mehr Energie steckt als in Blühpflanzen und die Kühe mit der Mischung aus Gras- und Blühpflanzen abmagern würden. Das ist meiner Meinung nach eine billige Ausrede, denn wir haben die Kühe zu Hochleistungskühen gezüchtet und den Rückschluss zu ziehen "Blumenwiesen ernähren die Kühe nicht" ist schon recht makaber.

Das zeigt wieder, dass jede Veränderung auch Konsequenzen hat - Aktion = Reaktion. Das sollten wir uns immer wieder vor Augen führen und dann unsere Entscheidung treffen. Vielleicht müssen wir auch mal eine Entscheidung rückgängig machen, weil sie falsch war.

Freitag, 10. Juni 2011

Ist der Atomausstieg Top oder Flop?

Wenn ich dazu so in mich rein höre, dann habe ich beide Meinungen und vermutlich geht es auch anderen so.

Zum eine finde ich die Ausstiegsentscheidung ist ein großen Erfolg. Habe ja auch mittlerweilen einige Tage dafür "gekämpft" und für Mitstreiter geworben.
Zum anderen traue ich dem Frieden noch nicht so wirklich. Ich kann verstehen das jemand seine Meinung ändert aber dass sich die Regierung auf einen derartigen Kurswechsel einigt und den auch bis zum Ende durchzieht, scheint mir doch eher "blauäugig" - wie die Vergangenheit gezeigt hat.
Desweiteren kommt mir 2022 irgendwie zu lang vor. Greenpeace sagt 2015, das Ökoinstitut sagt 2015, das Umweltministerium sagt 2017 und die Ethikkommission sagt in 10 Jahren. Wenn man jetzt 2022 dagegen stellt, dann ist das länger als alle anderen sagen und es gibt keine klare Begründung dafür.

Wie seht ihr den Atomausstieg, Top oder Flop?
Auf der rechten Seite im Blog könnt ihr abstimmen.

Umweltschutz beim Wäsche waschen

Heute gibt's einige Tipps wie man beim Wäsche waschen die Umwelt und den Geldbeutel schonen kann:
  • die Waschmaschine immer voll beladen
  • auf das Vorwaschen verzichten
  • Sparprogramme möglichst häufig nutzen
  • möglichst niedriger Waschtemperaturen sparen am meisten Strom (30 - 40 Grad). Um Wäsche keimfrei zu halten, sollte Bett- und Unterwäsche einmal im Monat bei 60 Grad gewaschen werden.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Atommüll umwandeln und Radioaktivität vernichten?!?!

Wenn man ein bisschen im Internet forscht, dann findet man einige Berichte über Pilze, Bakterien, Mikroben, technisch aufwändige Verfahren um Atommüll ungefährlicher zu machen. So unterschiedlich die Ansätze auch sind scheinen die Ergebnisse sich doch sehr zu ähneln - keine wirklich Brauchbaren Ergebnisse.
Einmal reduziert man die Strahlungsdauer des Atommülls von einigen tausend auf einige hundert Jahre, das andere Mal klappen kleinste Mengen aber für das was bei uns noch alles lagert, ist es keine Lösung.

Seit 1999 tauchen immer wieder Berichte über derartige Möglichkeiten auf aber meine Suche ergab bis jetzt keine echten Erfolge.
Sollte jemand von euch dazu weiter Infos haben, dann gerne per Mail oder als Kommentar.

E10 - Umwelt- oder Industrieverträglich?

Von der EU wurden von den Automobilherstellern CO2 Einsparungen gefordert. In Deutschland sollten diese teilweise durch den Bio-Sprit E10 erreicht werden. Denn das ist günstiger und geht schneller als einen Technologiewechsel zu realisieren. Also geht’s wieder mal hauptsächlich um die Industrie.

Die CO2 Reduzierung durch Bio-Sprit ist so minimal, dass durch geringe Maßnahmen z.B. Gewichtsreduzierung, Leistungsreduzierung, Start-Stopp-Systeme deutlich höhere Einsparungen möglich gewesen wären. Aber warum soll die Automobilindustrie Geld in die Hand nehmen, wenn man es auch auf den Verbraucher abwälzen kann.

Doch diesmal ging der Schuss nach hinten los, die Autofahrer verweigern die Nutzung von E10 aus unterschiedlichsten Gründen.

Aus welchem Grund auch immer sich jeder Einzelne gegen E10 ausgesprochen hat, die Verbrennung von Nahrungsmittel zur Fortbewegung ist meiner Meinung nach sowieso ethisch unverantwortlich.

Dienstag, 7. Juni 2011

CO2 ist nicht das einzige Problem

Schon seit längerem erklärt man uns, dass wir CO2 reduzieren müssen. Dagegen gibt es auch nichts zu sagen, doch sollte das nicht dazu führen, dass wir alle anderen Probleme ignorieren.

Die Abgase von Autos, Kraftwerken, Fabriken besten nicht nur aus CO2. Was ist mit den anderen Schadstoffen?
Es gab da mal den Ruß bei Dieselfahrzeugen, der vermutlich krebserregend ist. Die Autos haben jetzt Filter, von denen die meisten nicht funktionieren.

Wenn alle Menschen auf der Welt beginnen dieselbe Menge an Rohstoffen zu benötigen. Dann wird es uns nicht mehr möglich sein, den Bedarf zu decken. Was sind die Folgen daraus?
Explodierende Preise, wie wir es seit einiger Zeit immer wieder sehen und es wird Kämpfe vielleicht sogar Kriege um diese Ressourcen geben.

Was ist mit unseren Abfällen, die wir immer versuchen End zu lagern? Egal ob Atommüll, CO2 in den Boden verpressen oder die Mülldeponien.
Das alles vergiftet unsere Erde, den Boden von dem unser Leben abhängt, denn darauf wächst unsere Nahrung.

Wir können nicht ein Problem nach dem andern lösen, wir brauchen eine Gesamtstrategie. Das Ökosystem hängt so stark zusammen und nur gesamtheitlich können wir es anpacken.

Montag, 6. Juni 2011

Das Umweltbundesamt sagt bis 2017 möglich

Das Umweltbundesamt hat eine Studie zum Atomausstieg erstellt. Diese wird aber unter Verschluss gehalten. Die Studie mit dem Namen "Hintergrundpapier zur Umstrukturierung der Stromversorgung in Deutschland" stellt fest, dass die deutschen Atomkraftwerke bis 2017 vom Netz gehen können. Mit Stromausfällen und großen Preisanstiegen sei nicht zu rechnen.

Warum wir die Studie zurück gehalten? Offiziell heißt es, man wolle den Bericht der Ethik-Kommission abwarten, bla bla bla.

Wie sieht es denn wirklich aus?
Die Atom-Lobby erklärt uns ständig, dass es ohne Atomstrom nicht geht, vor allem nicht schnell. Dann kam die Studie von Greenpeace, die zeigt einen Ausstieg bis 2015 auf und die Studie des Umweltinstitutes sagt ebenfalls, dass ein Ausstieg bis 2015 möglich ist. Bisher hat man das immer als Schönmalerei abgetan und die Regierung spricht von 2020, 2021 und feiert sich für so viel gute Tat.
Und da schleicht sich doch glatt die Studie vom Umweltbundesamt heimlich rein und sagt 2017. Das muss doch unter den Teppich gekehrt werden, bis man Argumente dagegen hat oder was auch immer.

Leute, wenn plötzlich die CSU und CDU als "grüne" Partei auf Stimmenfang geht, dann kann da was nicht stimmen. Also bleibt wachsam und wenn die sagen 2020, dann geht 2015 auch - da geht’s nur um das Geld der Energiekonzerne und persönliche Interessen, darauf würde ich wetten.

Freitag, 3. Juni 2011

Bayern ist spitze in Bio

Im letzten Jahr wurden in Bayern mehr als 350 Höfe mit ca. 9000 Hektar Fläche auf ökologischen Landbau umgestellt. Damit ist die Zahl der Biobetriebe in Bayern auf über 6300 gewachsen und die bewirtschaftete Fläche liegt jetzt bei mehr als 190.000 Hektar. Damit hat Bayern im bundesweiten Vergleich einen Spitzenplatz, 30 Prozent der deutschen Biobetriebe produzieren in Bayern.

Einige weitere bayerische spitzen-Zahlen: so kommen über die Hälfte der in Deutschland produzierten Ökomilch aus dem Freistaat. Mehr als 2500 Verarbeitungsbetriebe für Ökolebensmittel gibt es in Bayern.

Mit ein Grund für diesen Spitzenplatz ist der gestiegene Bedarf an Bioprodukten und dass die Verbraucher mehr auf regionale Herkunft achten.

Da kann ich nur sagen, weiter so.

Donnerstag, 2. Juni 2011

Endlager oder endlich lagern, endlos lagern, endgültig lagern?

Das versteht Wikipedia unter Endlager/Endlagerung: Endlagerung ist die Entsorgung von Abfällen durch Unterbringung in einer speziell dafür angelegten Einrichtung, dem Endlager.
Das klingt etwas nach sich im Kreis drehen oder?

Was brauchen wir denn? Wir brauchen eine Lagermöglichkeit, in Atommüll für 1 Million Jahre sicher gelagert werden kann. Dieser Zeitraum entspricht etwa 30.000 Menschen Generationen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, 30.000 Generationen.

Wir wissen nicht mal was vor 10.000 Jahren war. Wir können die Schriften von damals nicht entschlüsseln oder wenn dann nur durch Spezialisten und wir wollen Atommüll dann für die 100 fache Zeit sicher lagern? Den 29.000 nachfolgen Generationen verständlich machen, dass dort gefährliches lagert und sie die Finger weglassen sollen???

Wenn man die Situation von dieser Seite betrachtet, dann ergeben sich ganz neue Probleme, die gelöst werden müssen. Mit diesen Fragen beschäftigen sich viele Menschen, das alles kostet Unsummen und wir haben keine Lösung.

Und wer zahlt das ganze? Der Steuerzahler, der ist ja für den ganzen Müll verantwortlich, die Konzerne kümmern sich da lieber um die Gewinne, das ist bestimmt anstrengend genug.
Soviel also zum günstigen Atomstrom!!!

Mittwoch, 1. Juni 2011

Warum immer bei den großen Unbekannten einkaufen

Naturnah einkaufen ist in unserer landwirtschaftlich geprägten Region kein Problem. Ob Bio oder konventionell, Gemüse oder Fleisch. Immer mehr Betriebe vermarkten direkt ab Hof oder verkaufen auf örtlichen Bauernmärkten.

Nahrungsmittel aus der Region haben viele Vorteile gegenüber denen vom großen Unbekannten. Die CO2 Belastung durch kurze Transportwege ist geringer. Der Erzeuger dieser Lebensmittel steht einem direkt gegenüber. Man kann sich bei einem Spaziergang den Erzeugerhof mal direkt ansehen. Und es stärk die Region.
Da kommt die Milch nicht aus Österreich, wird nach Holland gefahren um daraus Käse zu machen und dann fährt man den Käse nach Deutschland, wo wir ihn im Supermarkt dann kaufen.

Im Kalender findet ihr die Termine mit Links zur Homepage von Bauernmärkten in der Umgebung.

Ausgetrixt oder vera...?

Im Jahr 2001 hat dir Rot-Grüne Regierung den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen und auf den Weg gebracht. Dann kam Schwarz-Gelb an die Regierung und hat die Laufzeiten verlängert. Jetzt, Schwarz-Gelb immer noch an der Regierung, hat man sich überlegt doch schnellst möglich den Ausstieg zu machen.

Klingt verwirrend, ist es auch und genau das ist der Trick an der Sache. Denn man nimmt einfach das selbe Jahr für die Abschaltung wie damals von Rot-Grün Hochgerechnet wurde, 2022. Doch wenn man sich die einzelnen Laufzeiten für die Kraftwerke anschaut, dann komme ich auf eine längere Laufzeit von 10 Jahren. Dazu habe ich für jedes AKW das Hochgerechneten Abschaltdatum von Rot-Grün genommen und vom geplanten Abschaltdatum von Schwarz-Gelb abgezogen. Für die bereits abgeschalteten "alten" AKWs habe ich 2010 als Abschaltdatum verwendet.

Der ein oder andere mag vielleicht sagen, ich mach es mir mit der Rechnung ein bisschen einfach - ja, denn ich will einfach mal sehen, was sich verändert und ich will verstehen, worüber da gesprochen wird.

Hier meine Berechnung:

Dienstag, 31. Mai 2011

Gutachten - Atomausstieg 2015 und regionalen Versorgungssicherheit

Hier die Schlussfolgerungen aus dem Kurzgutachten des Zentrums für Nachhaltige Energiesysteme (ZNES) der Universität Flensburg:

  1. Ein Abschalten aller deutschen Kernkraftwerke kann bis Ende 2014 erfolgen, ohne dass in einer einzigen Region Deutschlands mit Versorgungsengpässen gerechnet werden müsste.
  2. Der kurzfristige Ersatz der deutschen Kernkraftwerke kann ohne den zusätzlichen Neubau von fossilen Kraftwerken sichergestellt werden. Es müssen nur die bereits im Bau befindlichen Kraftwerke fertig gestellt werden.
  3. Deutschland verfügt bereits heute über die notwendigen Netzkapazitäten für einen Atomausstieg bis zum Jahr 2015.
  4. Werden gelichzeitig die regenerativen Energiequellen zur Stromerzeugung so ausgebaut, wie vom Sachverständigenrat für Umweltfragen bereits im Mai 2010 empfohlen, kann der Atomausstieg mit dem Übergang zu einer 100% regenerativen Stromversorgung bis zum Jahr 2050 verbunden werden.
  5. Möchte man die zusätzlichen CO2-Emissionen, die durch einen frühzeitigen Atomausstieg bis zum Jahr 2015 verursacht werden, im Elektrizitätsbereich selbst kompensieren, so kann der Übergang zu einer 100% regenerativen Stromversorgung auch schon bis zum Jahr 2030 erfolgen.
  6. Für den schnellen Ausbau der regenerativen Stromerzeugung bedarf es im Gegensatz zum schnellen Atomausstieg sowohl eines erhebliche Ausbaus der deutschen Hochspannungsnetzte zur Verbindung der Hauptressourcen in Norddeutschland mit den Hauptabnehmern in Süddeutschland als auch eines erheblichen Ausbaus von Speichermöglichkeiten oder der Anbindung der sehr großen Speichermöglichkeiten Norwegens an das deutsche Elektrizitätssystem.
  7. Entgegen den in den letzten Wochen von interessierter Seite verbreiteten Nachrichten, dass die Abschaltung der deutschen Atomkraftwerke im März 2011 zu steigenden Strompreisen geführt haben soll, zeigt eine genaue Betrachtung der Entwicklung der deutschen Strompreise am European Power Exchange EPEX) seit Anfang 2011 ein gleichbleibendes Preisniveau, das durch die Abschaltung der deutschen Kernkraftwerke unbeeinflusst ist.
  8. Auch der Stromhandel mit Tschechien zeigt bei genauer Analyse keinen signifikanten Einfluss der Abschaltung der deutschen Atomkraftwerke im März 2011.
  9. Eine sichere Elektrizitätsversorgung kann in Deutschland in jeder Stunde des Jahres bereits ab 2015 ohne ein einziges Kernkraftwerke gewährleistet werden.
  10. Einem frühzeitigen Kernenergieausstieg bereits zum Ende des Jahres 2014 stehen in Deutschland keine gravierenden technischen oder volkswirtschaftlichen Gründe entgegen.

Hier der Link zum Gutachten:
Kurzgutachten [pdf]

Montag, 30. Mai 2011

Strom aus dem Meer mal anders?

Frankreich bleibt fest auf Atomkurs und forscht jetzt sogar an mobilen Unterwasser-Atomkraftwerken. Klingt nach Science Fiction ist aber ein konkretes Projekt mit dem Namen "Flexblue". Dabei soll ein kleines Kraftwerk (15x10 Meter) vor der Küste der Normandie am Atlantikboden installiert werden. In dieser Art von AKW fällt mehr und stärker strahlender Müll an und die Wartungsintervalle sollen auf Grund der schlechten Zugänglichkeit nur alle 4 Jahre sein.

Jetzt kann man sich die Frage stellen, was das Ganze soll. Mir kommt das wie ein Scherz vor. Denn an der Oberfläche ist die Technik nicht beherrschbar und darum ins Meer damit? Damit Atomgegner keine Großdemos vor den Kraftwerkstoren abhalten können?

Der Grund für so eine Kraftwerk kann doch nur sein: "aus den Augen, aus dem Sinn"

Sonntag, 29. Mai 2011

Wenn der Bürger als Haftpflicht herhalten muss

Erstmals gibt es Untersuchungen aus der Versicherungsbranche, wie teuer eine Haftpflichtversicherung für ein Atomkraftwerk sein müsste. Diese Studie wurde vom Bundeverband für Erneuerbare Energien (BEE) in Auftrag gegeben.

Zusammenfassend kommt die Studie zum Ergebnis, dass, ein Atomkraftwerk nicht versicherbar ist. Denn kein Versicherer würde jemals diese astronomischen Kosten übernehmen.

Zusammenfassend ergibt sich daraus: eine Versicherung würde die Kosten nicht übernehmen, für ein Energieunternehmen sind die Kosten viel zu hoch, dann bleibt also nur noch der Steuerzahler übrig, für den Fall das etwas passiert.

Die Studie kommt auf einen zu erwartenden Maximalschaden von 6.000 Milliarden Euro bei einem Super-GAU. Die AKW Betreiber halten Rückstellungen von 3 Milliarden Euro bereit, daraus ergibt sich eine gewaltige Differenz, die auf den Steuerzahler im Falle eines Falles zukommen würde.

Hier gibt’s mehr Infos dazu:
Spiegel online

Freitag, 27. Mai 2011

"Kein Druck für sofortigen Atomausstieg"

So lautet die zusammenfassende Aussage von Umweltminister Röttgen zum Bericht der Reaktor-Sicherheitskommision (RSK).

Hier einige Fakten, mit meinen Worten zusammengefasst:
Erdbeben: wenn die Erdbeben nicht deutlich stärker sind als bisher vermutet, dann dürfte nichts passieren.

Hochwasser: wenn nichts unvohergesehenes passiert, dann sollten die Reserven ausreichen. Einige AKW's sind bei Hochwasser zwar auf dem Landweg nicht mehr erreichbar. Bei einigen liegen die sicherheitstechnisch relevanten Gebäude nur knapp (5cm) höher als im bisher schlimmsten angenommen Fall von Hochwasser.

Ausfall der Stromversorgung von aussen: bei fünf der älteren Kraftwerke ist es unklar ob sie den Vorgaben entsprechen, die anderen entsprechen den Vorgaben der Kommission.

Kühlung: die Kühlung des Reaktors entspricht den Notfallmaßnahmen, zur Bewertung der Brennelementekühlung im Lagerbecken fehlen teilweise nötige Unerlagen.

Vorsore für das Unerwartete (z.B. Notfallpläne): die bisherigen Antworten der Betreiber lasen keine Einschätzung zu ob die Pläne ausreichend sind.

Schutz vor Flugzeugabstürzen: kein AKW übersteht den Absturz eines großen Verkehrsflugzeuges. Die neueren sollten einem mittleren Verkehrsflugzeug standhalten.

Wenn ich das jetzt für mich zusammenfasse, dann komme ich zu einem anderen Ergebnis als Herr Röttgen. Theoretisch und wenn alles nach den Vorgaben abläuft, dann dürfte nix passieren. Tja, dann wäre aber auch in Fukushima und in Tschernobyl nix passiert und dennoch haben wir diese Katastrophen erlebt.

Hier mehr Details auf SZ-Online:
http://www.sueddeutsche.de/politik/deutsche-akw-auf-dem-pruefstand-eine-frage-der-auslegung-1.1098696

Anti-Atom-Demos am Samstag 28.05.2011

Unter dem Motto "Atomkraft Schluss!" finden am Samstag den 28. Mai 2011 in 21 deutschen Städten Großdemos statt.

Dresden - Erfurt - Magdeburg - Berlin - Güstrow - Kiel - Hamburg - Bremen - Hannover - Göttingen - Münster - Essen - Bonn - Mainz - Frankfurt am Main - Mannheim - Freiburg - Ulm - München - Landshut - Fürth

Es gibt sicher auch eine Demo in eurer Nähe, protestiert mit und unterschützt den Ausstieg!!

Mehr Infos gibts auf der "Anti-Atom-Demo" Homepage: http://anti-atom-demo.de/

Donnerstag, 26. Mai 2011

Fisch – beliebt, aber bedroht

Um im Supermarkt die richtige Wahl zu treffen, braucht man die richtigen Informationen.

Hier der Link zum Greenpeace Fischratgeber [pdf]

Welche Chemie steckt im Essen

  • Konservierungsstoffe z.B. Sorbinsäure E200, Benzoesäure E210
    verlängern die Haltbarkeit von Lebensmitteln. Sie ermöglichen zusätzlich lange Transportwege und Lagerzeiten. Manche sind allergieauslösend.
  • Antioxidationsmittel z.B. Ascorbinsäure (E300), Natriumascorbat (E316), Lecithin (E322)
    verhindern die Reaktion von Sauerstoff mit Lebensmittelbestanteilen, machen länger haltbar.
  • Aromastoffe verstärken bzw. ersetzen immer häufiger natürliche Zusätze (z.B. Erdbeeren im Joghurt). Vor allem Kinder verlieren dadurch ihr natürliches Geschmacksempfinden. Der intensive Geschmack verleitet dazu, zu viel zu essen. Können Allergien auslösen.
  • Emulgatoren z.B. Lecithine (E 322)
    verbinden eigentlich nicht miteinander mischbare Stoffe, z.B. Fett mit Wasser. Sie werden vom Körper nicht aufgenommen.
  • Feuchthaltemittel, Geliermittel, Verdickungsmittel z.B. Alginat (E400), Carrageen (E407), Johannisbrotkernmehl (E410), Sorbit (E420)
    in den Flüssigkeiten verfestigen die Lebensmittel, beeinflussen das Schmelzverhalten (z.B. im Speiseeis) oder das Kaugefühl (Süßwaren). Einige Stoffe binden wichtige Mineralstoffe wie Calcium, Eisen und Zink, die der Körper dann nicht mehr aufnehmen kann.
  • Geschmacksverstärker z.B. Glutaminsäure (E620), Nariumglutamat (E621), Glycin (E640)
    verstärken den Geschmack. Häufiger Konsum kann die Geschmacksnerven abstumpfen.
  • Säuerungsmittel und Säureregulatoren z.B. Natriumcarbonate (E500), Kalliumclorid (E509), Natriumsulfate (E514)
    vermitteln einen sauren Geschmack, können auch konservierend und geschmacksverstärkend wirken.
  • Süßungsmittel / Süßstoffe z.B. Aspartam (E951), Saccharin (E954)
    ersetzen normalen Zucker, wirken oft süßer als Zucker, können Nahrungsmittelunverträglichkeiten auslösen.
  • Trenn-, Überzugsmittel wie z.B. Schellack (E904), Candelillawachs (E902)
    verhindern das Verkleben, Verklumpen (z.B. Salz). Äpfel zum Beispiel sehen durch Wachs auf der Oberfläche länger frisch aus. Sie sind unverdaulich.
  • Sonstige Stoffe wie Backtriebmittel, Festigungsmittel, Füllstoffe, Mehlbehandlungsmittel, modifizierte Stärken, Schaummittel, Schaumverhüter, Schmelzsalze, Stabilisatoren, Trägerstoffe usw. werden überwiegend aus technologischen Gründen zur schnelleren und kostengünstigeren Produktion eingesetzt. Können Nahrungsmittelunverträglichkeiten auslösen.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Die Konzerne nutzen die Energiewende für die nächste Endlagerproblematik

CO2 Verpressung heißt die nächste unkalkulierbare Gefahrenquelle.
Nachdem die Energiekonzerne von der Atomkraft weg sollen und wie es aussieht auch die Bevölkerung hinter dem Aus für die Atomkraft steht, haben sich die "grauen Herren" eine neu "Geißel" für die Menschheit ausgedacht.
Ziel ist es weiterhin die Kohlekraftwerke zu nutzen aber das dort entstehende und Klimaschädliche CO2 will man einfach in unterirdische Hohlräume pressen. Damit sind wir wieder bei der Endlagerung von hochgefährlichen Stoffen.
Es gibt bis heute kaum Erfahrungen für diese unter anderem sehr aufwändige Technik. Die Konzerne geben auch keine Sicherheiten für 10.000 Jahre aber wir sollen glauben, dass das schon halten wird.

Langsam müsste uns doch der Kragen endgültig platzen. Seit Jahren erzählt man uns, dass Atomkraft sicher ist, dass das Endlager Asse sicher ist, dass wir die Ölförderung im Griff haben, ...
Wie sich aber immer wieder herausstellt, sind das alles nur leere Worte.
Wenn wir statt in Endlager und die Weiterentwicklung von veralteten Technologien das Geld in neue, erneuerbare, umweltfreundliche Technologien stecken würden, dann wäre uns und unseren Kindern viel mehr gedient.

Ich appelliere an euch: Gebt euer Geld wenn möglich nur Unternehmen, die daraus was machen, womit ihr guten Gewissens leben könnt. Am einfachsten ist es beim Stromanbieter, der ist in wenigen Minuten gewechselt und bringt uns vielleicht um Jahre weiter.

Keine Hühnermastfabrik im Ampermoos!

Mich hat ein Aufruf gegen eine Hühnermastfabrik im Freisinger Umland erreicht. Diesen Aufruf kann ich persönlich nur unterstützen.

Doch möchte ich euch auch darauf hinweisen, dass dagegen zu sein nicht reicht bzw. nicht die Lösung ist. Denn den Fleischbedarf in Deutschland zu decken, ist ohne Massentierhaltung nicht möglich auch sind die Schleuderpreise nur so durch die Konzerne zu halten.

Also seid euch bewusst, dass ein "dagegen sein" auch umdenken beduetet.

Hier geht's zur Unterschriftenliste und zu weiteren Infos:
http://www.keine-fleischfabrik.de/

Dienstag, 24. Mai 2011

Tschernobyl, Fukushima und die Halbwertszeiten

Wenn man sich die aktuellen Nachrichten anschaut, dann ist die Halbwertszeit von Informationen und Wissen recht kurz. Tschernobyl war vor einigen Tagen ein kurzer Blitz aber nur weil der 25. Jahrestag war und Fukushima wird langsam immer mehr verdrängt bis wieder etwas passiert oder ein Jahrestag kommt.

Darum möchte ich euch heute mal einige Dinge über die "echten" Halbwertszeiten unseres Atomzeitalters aufzeigen. Da sind 25 Jahre mal gleich gar nichts.
Bei der Katastrophe von Tschernobyl wurden verschieden radioaktive Isotope freigesetzt z.B.
Strontium-90 und Cäsium-137 mit einer Halbwertszeit von rund 30 Jahre, Americium-241 mit sogar 432 Jahren und Plutomium-239 hat eine Halbwertszeit von unglaublichen 24.110 Jahren.

Wenn man dann so überlegt, was wir an radioaktiven Müll über die Jahre produziert haben und wenn nicht bald aufhören, noch weiter produzieren, dann kann einem da schon komisch werden.

Sonntag, 22. Mai 2011

Tschernobyl und die Folgen der Katastrophe nehmen zu

Die größte Menge Radioaktivität ist damals über Weißrussland niedergegangen und das bekommt die Bevölkerung immer mehr zu spüren. In einem betroffenen Gebiet ca. 180 km Luftlinie von Tschernobyl entfernt wurden mehr als 30 Dörfer abgetragen oder vergraben aber die Folgen zeigen sich an ganz anderen Stellen.

Anders wie bei allen andern Katastrophen nehmen die Folgen der radioaktiven Verstrahlung mit dem Abstand vom Ereignis zu. Denn Tschernobyl wütet in den Genen und Zellen.

Heute nach 25 Jahren ist das Problem die Niedrigstrahlung. Diese entsteht durch den Zerfall von Strontium und Cäsium, die eine Halbwertszeit von 30 Jahren haben. Das bedeutet, nach 30 Jahren ist "nur" noch die Hälfte der Strahlung vorhanden. Bis keines dieser radioaktiven Isotope mehr im biologischen Kreislauf vorhanden ist, vergehen aber 300 Jahre. Das sind 8 - 10 Menschengenerationen und so lange ist mit der Zunahme von strahlenbedingten Krankheiten zu rechnen.

Das sind düstere Aussichten für viele Jahre und in Japan haben wir jetzt den zweiten Punkt auf der Erdkugel, der für die nächsten 300 Jahre gefährlich verseucht ist.

Freitag, 20. Mai 2011

Weißt Du woher Dein Fisch kommt?

Wer beim Fisch auf Nummer sicher gehen will, sollte die auf Fanggebiete 61 und 67 achten. Denn dieser Fisch stammt aus den Meeren der Umgebung von Fukushima.

Seit 2002 gibt es die Vorschrift, dass die Fanggebiete auf der Verpackung oder dem Preisschild ausgewiesen sein müssen. Also heißt es beim einkaufen wieder: lieber einmal mehr schauen und auf Nummer sicher gehen.

Donnerstag, 19. Mai 2011

Die Sicherheitstests für AKWs sichern mal wieder nur die Atom-Lobby

Das ist wieder mal sowas von typisch, erst sind alle dafür um dann geschlossen dagegen zu sein. Ursprünglich war die Idee die AKWs sicherer zu machen, EU-weite Standards zu definieren und auf Grund der Erkenntnisse aus Fukushima die Kraftwerke auf neue Unfallszenarien zu Untersuchen. So sollten mit den strengeren Test überprüft werden, ob die Stromversorgung, die Kühlung und zusätzliche Aggregate nach Terrorangriffen, menschlichen Bedienfehlern oder unverhofften Notsituation sicher funktionieren.

Einige Länder in der EU wehren sich gegen diese strengeren Sicherheitstest und wollen dass die Betreiber lediglich einen Bericht über mögliche zusätzliche Gefahren an die EU-Kommission abliefern. London kündigte sogar an, dass sie die Ergebnisse der Test nicht veröffentlichen werden.

Die Aussage zu den strengeren Test, die ursprünglich gefordert wurden, war: Sollten einzelne Länder strengere Test wollen, dann dürfen sie das selbstverständlich freiwillig tun.
Na toll und danke liebe EU. Das war zwar eigentlich nicht das was ihr als Ziel der Öffentlichkeit erklärt habt aber scheinbar hat die Atom-Lobby hier wieder ganze Arbeit geleistet.

Für mich ist das wieder mal das Zeichen, dass wir als Bürger hier aktiv werden müssen. Wenn wir es schaffen, für Deutschland die Energiewende schnellstmöglich zu realisieren, dann ist das ein deutliches Zeichen und motiviert vielleicht die Menschen in anderen Ländern aktiv zu werden.


Hier der der Link zu Deinem Atomausstieg:
http://www.atomausstieg-selber-machen.de/

Mittwoch, 18. Mai 2011

Deutschland ist erneuerbar - Der Plan

Heute möchte ich euch die Studie von Greenpeace zum Atomausstieg ans Herz legen. Das sind 24 Seiten mit vielen Grafiken, die einen Plan für den Ausstieg aufzeigen. "Der Plan" ist gut geschrieben, zeigt den Weg gut auf und ist in 15 - 30 Minuten gelesen.

Nehmt euch ein bisschen Zeit und seht euch an, was möglich ist.
http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/energie/DerPlan.pdf [pdf]

Die Energiewende muss scheinbar ohne die großen Stromkonzerne geschehen

Eine Studie im Auftrag von Greenpeace kam jetzt zu dem Ergebnis, dass nur 0,5% des nachhaltig erzeugten Stroms von den vier Energieriesen (RWE, E.ON, Vattenfall, EnBW) stammen. Wobei diese vier 68% des in Deutschland erzeugten Stroms produzieren. Erneuerbare Energien werden bisher hauptsächlich von Regionalversorgern, Stadtwerken, Bürgerwindparks und Privathauhalten produziert.

Kann es sein, dass die großen der Branchen die Energiewende nicht wirklich wollen?
Die bisherigen Planungen der Energiekonzerne zeigen keine Anzeichen für den Schritt zu einer Energiewende.

Also bleibt nur ein Weg die Energiewende zu erreichen - wir müssen tätig werden und diese kleinen Stromanbieter nutzen um die Wende zu erreichen.

Dienstag, 17. Mai 2011

Fukushima - langsam wird das ganze Ausmaß der Katastrophe sichtbar

Nachdem mittlerweilen wieder Menschen in das havarierte AKW in Fukushima dürfen, stellt sich eine Aussage nach der andern als falsch raus.

Eine Kernschmelze im Reaktor 1 hat stattgefunden. Die passierte entgegen aller bisherigen Aussagen schon nach dem Erdbeben, also bevor der Tsunami die Kühlung und die Notsysteme beschädigte. Die Aussagen, dass der Reaktor das Beben schadlos überstanden hat und nur der Tsunami, mit dessen Dimension keiner rechnen konnte, das Problem war, sind damit wiederlegt. Diese Sachlage stärkt nicht unbedingt das Sicherheitsgefühl.

Durch das Leck im Reaktor erklärt sich auch das Verschwinden von tausenden Tonnen Kühlwasser, das in den Reaktor gepumpt wurde. Zum einen vermutet man das Wasser in den Boden und somit ins Grundwasser gesickert ist. Zum zweiten sind Reaktor 1 und 2 unterirdisch verbunden und durch das Leck im Reaktor 1 ist vermutlich das Wasser über diese Verbindung in den Keller des Reaktor 2 gelaufen.

Weiter meldet der Betreiber Tepco: Nachdem man sich bei Reaktor 1 so getäuscht habe, stimmen die vermuteten Wasserstände in Reaktor 2 und 3 möglicherweise auch nicht. Auch eine Kernschmelze in den Reaktoren 2 und 3 seien ebenfalls möglich aber genaueres kann man momentan nicht sagen.

In Tschernobyl hat man die schlechte Informationspolitik und die Unfähigkeit das Problem schnellstens in den Griff zu bekommen auf Russland geschoben. Jetzt haben wir einen zweiten Fall, in einem westlichen Hi-Tech Land und was ist der Unterschied bis jetzt?
Brauchen wir noch einen Beweis, dass kein Land der Erde diese Technologie beherrschen kann und schon zweimal nicht, wenn es zu einem GAU kommt.

Endlagerung die X-te oder Müllentsorgung unter Tage

Wir leben heute noch so als gäb es "Sicherheit für 10.000 Jahre" oder nach dem Motto "nach mir die Sintflut".

In Hessen liegt die größte untertägige Sondermülldeponie der Welt. Dort lagern mehr als zweieinhalb Millionen Tonnen an Pflanzengifte, Filterrückstände aus Verbrennungsanlagen, schwermetallhaltige Schlacken. Abgeschlossen von der Außenwelt soll der Sondermüll dort für die nächsten 10.000 Jahre sicher sein. Was wir uns einiges an Geld kosten lassen.

Nicht nur die Kosten sind ein ernstes Thema, sondern auch wenn man bedenkt, dass mit dem was da lagert, können wir die gesamte Menschheit ausrotten und das sogar gleich mehrfach. Dann können wir also wieder einmal nur hoffen, dass nix passiert.

Montag, 16. Mai 2011

Warum versuchen wir nicht zu lernen sondern warten immer bis 5vor12?

Vor 25 Jahren gab es in Tschernobyl eine Atomkatastrophe und vor wenigen Monaten erneut eine in Japan.
Was haben wir aus Tschernobyl gelernt? Was haben wir getan um eine weitere Katastrophe zu verhindern?
Nichts oder kaum etwas haben wir gemacht. Das war ja in Russland sowas kann bei uns nicht passieren, das waren die Ausreden, die benutzt wurden.

Im Laufe der Jahre gab es immer wieder Ölunfälle und vereinzelt auch Katastrophen, die letzte ist grade mal vor einem Jahr passiert.
Was haben wir daraus gelernt? Was haben wir getan bzw. was tun wir um weiter zu verhindern?
Es wird nicht wirklich etwas getan, oder?

Im Laufe der letzten Jahre gab es immer Kriege, dort ging es auch immer mit ums Öl. Erst jetzt wieder in Libyen geht’s wieder ums Öl.
Was tun wir um uns unabhängig vom Öl oder diesen "Schurken-Staaten" zu machen? Was tun wir, diesen Ländern nicht die Macht über uns zu geben?
Nichts, nichts und wieder nichts.

Wir warten immer, bis es 5vor12 ist und dann stellen wir fest, dass noch X Jahre dauert, bis wir diese veraltete Technologie ablösen können. Nach Japan ist man jetzt drauf gekommen, dass die Atomenergie doch nicht das "gelbe vom Ei" ist aber es dauert jetzt eben einige Jahre, bis wir auf erneuerbare Energien umgestiegen sind.
Warum fangen wir nicht einfach mal an etwas zu verändern ohne dass eine Katastrophe uns teilweise zerstört hat?

Sonntag, 15. Mai 2011

Einige Tipps um Pestizide zu vermeiden

Wenn es einen Grund für Bio gibt den keiner ablehnen kann, dann sind es die fehlenden Pestizide. Wie schon des Öfteren nachgewiesen wurde, sind die Belastungen mit Pestiziden bei Bio Obst und Gemüse nur die Ausnahme.

Auf "normalen“ Lebensmitteln findet man fünf und mehr verschiedene Pestizide pro Produkt. Jedes für sich liegt unter dem erlaubten Grenzwert was das ganze legal macht. Allerdings gibt es weder Information über die Wechselwirkungen so eines Pestizid-Cocktails noch Grenzwerte dafür.

Es liegt also an uns Verbraucher, das Risiko zu minimieren.

Hier einige Tipps das Risiko zu minimieren:
  1. Bio Lebensmittel - hier wird grundsätzlich auf künstliche Spritzmittel verzichtet
  2. Herkunft beachten - Produkte aus Südeuropa sind im Schnitt stärker belastet als Produkte aus Deutschland
  3. Welcher Supermarkt - es gibt gravierende Unterschiede zwischen den Anbietern (siehe Links unten)
  4. Saison - Produkte die Saison haben und aus der Region kommen sind meist weniger belastet
Hier noch mehr Infos von Greenpeace dazu:
Checkkarte Essen ohne Pestizide [pdf]
Ratgeber: Essen ohne Pestizide [pdf]

Mittwoch, 11. Mai 2011

Ethik-Kommission: Atomausstieg bis 2021 möglich!?!?

So die Zusammenfassung des vorläufigen Abschlussberichts der Ethik-Kommission.
Im Detail sagt die Kommission, man soll die Reaktoren die jetzt abgeschaltet sind, auch abgeschaltet lassen und die anderen bis 2021 abschalten. Man könnte die aber auch schneller abschalten, dazu soll es einen neuen Beauftragten geben, der das koordiniert und überwacht.

Da fragt man sich doch, was haben die Jungs und Mädels da jetzt die letzte Zeit gemacht.

Greenpeace und das Ökoinstitut legten unabhängig voneinander Studien vor, die einen Ausstieg bis 2015 als realistisch sehen. Hat die Ethik-Kommission sich um die Konzerne gekümmert? damit die noch 6 Jahre länger gut leben können?

Für mich ist das alles mal wieder nur Augenwischerei und ich kann nur sagen, wir müssen da raus - so schnell als nur möglich. Also ran an die Tasten, wechselt den Stromanbieter und damit raus aus der Lobbyenergie Atom.

http://www.atomausstieg-selber-machen.de/

Neue Rubrik im Blog: Petitionen im Bundestag

Hallo Leute es gibt eine neue Rubrik im Blog. Petitionen im Bundestag

Da findet ihr aktuell laufende öffentliche Petitionen, die bei Interesse online "Mit gezeichnet" werden können. So könnt ihr die Politik mitbestimmen.

Hier einige Infos zu Petitionen:
Nach Art. 17 GG hat jedermann das Recht, sich mit Bitten oder Beschwerden (Petitionen) an den Bundestag zu wenden. Jährlich gehen etwa 18.000 Petitionen beim Bundestag ein und werden vom Präsidenten an den Petitionssauschuss überwiesen.

Dieser berät alle Petitionen, die die Gesetzgebung des Bundes oder die Tätigkeit von Bundesbehörden betreffen, und legt dem Bundestag dann Sammelübersichten mit Beschlussempfehlungen vor. In der Regel werden diese im Plenum ohne Aussprache bestätigt. Auf Antrag einer Fraktion kann aber auch eine Plenardebatte über eine einzelne Petition stattfinden.
https://epetitionen.bundestag.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Online-Petition

Dienstag, 10. Mai 2011

Abenteuer Nahrung oder weißt Du was Du isst?

Klar weiß ich was ich esse, werden die meisten jetzt sagen und auf den ersten Blick scheint das auch richtig. Denn wenn man einen Erdbeerjoghurt kauft dann besteht der aus Erdbeeren, Milch, vielleicht noch Zucker oder wenn man Essiggurken kauft, dann kommen da Gurken rein, Essig, Wasser, vielleicht noch Zwiebel und Gewürze.

Soviel zur Theorie - dann empfehle ich euch mal die Inhaltsangaben von diesen Produkten zu lesen und auch ein Produkt von verschiedenen Herstellern zu vergleichen. Was es da für Unterschiede in den Inhaltsstoffen gibt, das wird euch überraschen. Da sind bei manchen Herstellern in Essiggurken mal schnell Konservierungsstoffe oder Aromastoffe enthalten bei andern wieder nicht. Beim Joghurt sind Geschmacksstoffe, Aromen, ... enthalten und ihr werdet bei vielen weitern Produkten auf der Zutatenliste z.B. Aromen finden, wo man sie gar nicht vermuten würde.

Wenn ich ein Produkt habe von verschiedenen Herstellern habe und das eine enthält so "komische" Zusatzstoffe, dann lasse ich das lieber im Regal und entscheide mich für weniger Zusätze. Denn mir stellt sich da die Frage, warum müssen diese Zusatzstoffe sein und muss ich die meinem Körper zumuten?

Also wie immer schön die Augen offen halten und nachlesen was in unseren Lebensmitteln steckt!

Montag, 9. Mai 2011

Kompost oder erfolgreiches Recycling selbst gemacht

Wann macht es Sinn einen Kompost anzulegen?
Aus meiner Sicht lohnt es sich, wenn man einen Gemüsegarten hat denn da fällt immer was an, was sich kompostieren lässt.

Was braucht man dazu?
Ein bisschen Platz und am einfachsten kauft man sich einen fertigen Komposter. Die gibt es in jedem Baumarkt aus Holz oder Kunststoff und in verschiedensten Ausführungen.

Was gehört NICHT auf den Kompost?
von Krankheiten befallene Pflanzenteile - damit diese sich nicht in den Beeten ausbreiten
Wildkräuter oder Wildkräutersamen - damit diese sich nicht wild vermehren
Speisereste und fetthaltige Abfälle - sie ziehen Ungeziefer und Ratten an

Was gehört auf den Kompost?
Laub, abgeerntete Pflanzen, verwelkte Blumen, Rasenschnitt, Blumenschnitt , Gemüse- und Obstreste, Teeblätter, Kaffeesatz, zerdrückte Eierschalen, Asche, Stroh, Heu
Wichtig: die Mischung macht’s - denn verwendet man z.B. nur Rasenschnitt, dann kommt kein brauchbarer Kompost raus.

Was macht man mit dem fertigen Kompost?
Nach 2 - 3 Jahren ist der untere Teil des Kompost vererdet und kann als nährstoffreiche Erde in Gartenbeete eingebracht werden. Wichtig ist, dass man ihn mit der vorhandenen Erde mischt, denn für viele Pflanzen ist er alleine zu "scharf".

Freitag, 6. Mai 2011

Wer nicht fragt, ist tot.

Ich will wissen: Woraus besteht der Autoreifen? Aus wie vielen Materialien besteht der Fernseher? Woher kommt das Fleisch?
Jeder von uns sollte ein kleinteiligeres Denken entwickeln und fragen: Wo kommt das her, wer hat das produziert?

Die Hersteller wollen uns nur die Informationen geben, die nach deren Meinung gut ankommen. Wenn man aber Fragen stellt, dann erfährt man möglicherweise mehr als die Hersteller freiwillig raus rücken wollen oder man findet einen fairen Hersteller, der die Antworten auf meine Fragen liefert.

Also immer viele Fragen stellen, denn wer nicht fragt, ist tot.

Donnerstag, 5. Mai 2011

Wusstest Du schon, dass ...

... das Warnzeichen für Radioaktivität von Nuklearwissenschaftler der University of California in Berkley 1946 ausgedacht wurde. Der Warnzeichen stellt das Atom (Punkt) dar mit den sich ausbreitenden Strahlung (Flügel). Ursprünglich war das Zeichen blau, die Farben schwarz und gelb haben sich erst etwas später international als Alarmfarben durchgesetzt.

Mittwoch, 4. Mai 2011

Fukushima - was wirklich geschah - Leserbrief aus dem Spiegel

Eine Frage an die Spin Doctors der Atomlobby: Kann es sein, dass all die langhaarigen, bärtigen, Pullover strickenden, Fahrrad fahrenden, berufsdemonstrierenden, arbeitsscheuen, Pflasterstein werfenden Hausbesetzer all die Jahrzehnte vielleicht doch ein kleines bisschen recht hatten?

Leserbrief, Spiegel 13/2011, von Wolfgang Quakernack aus Detmold zum Artikel, Fukushima - was wirklich geschah.

Dienstag, 3. Mai 2011

Greenpeace Studie zeigt einen problemlosen Ausstieg in vier Jahren oder es riecht nach einem faulen Kompromiss


Greenpeace Studie zeigt einen Problemlosen Ausstieg in vier Jahren oder es riecht nach einem faulen Kompromiss

Allen düsteren Prognosen zum Trotz hat Greenpeace eine Studie veröffentlicht, nach der Deutschland bis 2015 aus der Atomkraft aussteigen kann, ohne dass dadurch negative Folgen für die Sicherheit der Stromversorgung, den Klimaschutz oder die Energiekosten entstünden.

Die sieben ältesten Kraftwerke, der Pannenmeiler Krümmel könnten danach abgeschltet bleiben und Neckarwestheim 2 (liegt in einem Erdbebengebiet) könnte noch 2011 dauerhaft stillgelegt werden. Von 2012 bis 2015 könnten dann jedes Jahr zwei weitere Reaktoren vom Netz gehen.

Die Stromversorgung ist nach der Studie zu keiner Zeit gefährdet. Zum einen existieren hohe Überkapazitäten, die heute exportiert werden. Für Spitzenzeiten existieren enorme Reserven, die aktiviert werden können. Desweiteren befinden sich 51 neue Kraftwerke in Bau, die Stück für Stück die Atomkraftwerke ersetzten würden, darunter sind 20 Erdgaskraftwerke und 10 Windparks.

Sollte sich die Bundesregierung auf ein Datum nach 2015 festlegen, dann dürfte es sich um einen faulen Kompromiss handeln, der zu Gunsten der großen Energiekonzerne und deren Gewinnen gemacht wurde.

Montag, 2. Mai 2011

Danone bald ohne Gentechnik

Der deutsche Ableger des Danone Konzerns plant eine Umstellung auf gentechnikfreie Futtermittel für die Milchprodukte. Innerhalb der nächtsten 2 - 3 Jahre sollen die Produkte Activia und Dany Sahne mit Milch von Kühen hergestellt werden, die keine Gen-Pflanzen im Futtertrog hatten.

Als Hintergrund für dieses Umdenken des deutschen Ablegers des Danone Konzerns wird das veränderte Verbraucherverhalten genannt. Da sich die Verbraucher in Deutschland immer mehr gegen Gentechnik aussprechen hat sich nur der deutsche Ableger des französischern Konzerns für diesen Weg entschiedend.

Das ist der Beweis, dass der Verbraucher bestimmen kann was in den Regalen steht.
Ich kann nur "gut gemacht" sagen und immer weiter so.

Sonntag, 1. Mai 2011

Was steckt im modernen Futtermittel?

Hühner picken nicht mehr nur Körner, Schweine fressen nicht mehr nur Kartoffelschalen. In modernen Mastbetrieben wird das Futter vom Feld schon länger nach Bedarf zusammen gepantscht.

Laut dem Institut für Tierernährung der Uni Kiel sind nur 60% des Nutztierfutters natürlich, also noch nicht industriell verändert.
Dem Futter werden 10 - 20% Soja- oder Sonnenblumenschrot hinzugemischt. Das dient als Proteinträger und ist ein Abfallprodukt der Speiseölgewinnung.
Dann kommen noch 2,5 - 4% Ergänzungsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Hormone und Antibiotika dazu.
Dazu kommt noch 3 - 5% Fett und pflanzliche Öle. Da diese teuer sind, werden häufig kostengünstigere Mischfette eingesetzt. Diese dienen als Energielieferant und als Bindemittel.
Die restlichen ca. 30% bestehen aus "Abfallprodukten" aus der Lebensmittelindustrie z.B. Weizenkleie aus Mühlen, Rübenschnitzel aus der Zuckerproduktion.

Die "Abfallprodukte" klingen auf den ersten Blick vielleicht am unschönsten doch wenn man bedenkt wie Schweine früher gefüttert wurden, da bekamen sie nur die "Abfälle". Wobei diese "Abfälle" ja das Überbleibsel der Nahrungsmittelindustrie sind und für mich besser/natürlicher als die Zusatzstoffe wie Hormone und Antibiotika oder Künstliche Mineralstoffe und Vitamine. Aber solange wir industriell hergestellte Lebensmittel wollen, wird man uns damit beliefern. Da haben wir uns den "Schwarzen Peter" wieder selbst zugesteckt.

Na dann Mahlzeit!

Freitag, 29. April 2011

Deutschland ist nicht auf Stromimporte angewiesen!!!

Die Abschaltung der neun ältesten Kernkraftwerke in Deutschland hat NICHT zu höheren Importen von Atomstrom geführt - wie in verschiedenen Meldungen zu vernehmen war.

Ein Sprecher des Umweltbundesamtes sagt: "Deutschland ist nicht auf Stromimporte aus Frankreich oder anderen Ländern angewiesen, sondern könnte sich komplett selbst versorgen"

Die gemeldeten Stromimporte sind alleine preisgetrieben, weil sich die Stromhändler mit dem billigsten Strom eindecken. Da der "billige" Atomstrom aus Deutschland weggefallen ist, kaufen die Stromhändler jetzt aus dem Ausland zu. Dieser ist scheinbar aktuell günstiger als der Strom aus deutschen Reservekraftwerken.

Donnerstag, 28. April 2011

Gen-Futter fürs Osterei?

Greenpeace hat zu Ostern eine Abfrage bei 15 deutschen Handelsketten bezüglich Gen-Futter in der Eierproduktion durchgeführt. Die Abfrage war zum aktuellen Stand und zu den Plänen bis Ende 2011.

Das Ergebnis zeigte, dass immer noch zu viele Legehennen mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert werden. Hauptsächlich wird Soja gefüttert und bei Soja ist mittlerweilen der größte Teil der kultivierten Sorten gentechnisch verändert. Das trügerische ist, dass die Eier von Legehennen, welche mit Gen-Soja gefüttert wurden nicht gekennzeichnet werden müssen.

Man kann zusammenfassend sagen, bei allen gekennzeichneten Bio-Eier ist sicher, dass sie aus gentechnikfreier Fütterung stammen.
Wer genauere Infos über die einzelnen Handelsketten und die verschiedenen Produkte haben möchte, der findet diese Infos und folgendem Link:

Gen-Futter in der Eierproduktion

Mittwoch, 27. April 2011

Könnt ihr euch noch an die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko erinnern?

Vor ziemlich genau einem Jahr nahm die Katastrophe im Golf von Mexiko ihren Lauf und täglich gab es neue Horrormeldungen im Fernsehen und Radio. Heute hört man fast nix mehr und die schrecklichen Bilder sind auch schon wieder aus unseren Köpfen verschwunden. Auch BP tut so als wäre das alles nicht so tragisch gewesen und spielt das ganze herunter.

Ein Greenpeace Mitarbeiter hat sich jetzt nach einem Jahr mal auf die Suche gemacht, was denn das Erbe der Ölkatastrophe ist:
In Florida gibt es Stellen, wo das Öl noch auf der Sandschicht liegt und BP hat dort offiziell schon gereinigt.
Nahe der Küste liegen in 30 Meter Tiefe Ölmatten, die alles Leben auf dem Meeresboden ersticken, erst vor kurzem hat BP dieses Problem zugegeben und eine Beseitigung angekündigt.

BP treibt einen gigantischen Aufwand, immer wieder trifft der Ölexperte von Greenpeace auf Aufräumarbeiten. Allerdings ist die Lernkurve aus dieser Katastrophe eher mäßig. BP Bohrt weiter in der Tiefsee, bis zur nächsten Katastrophe.

Ist die Erhöhung der Grenzwerte wirklich einen Lösung für Fukushima,

oder geht es wieder mal nur zu Lasten der schwächsten?

In diesem Fall geht es um die schwächsten, die Kinder. Die japanische Regierung hat die Strahlenwerte, denen Kinder pro Jahr ausgesetzt sein dürfen auf 20 Millisievert hoch gesetzt. Zum Vergleich gilt in Deutschland für Erwachsene ein Grenzwert von 1 Millisievert und für Personen die erhöhter Strahlung ausgesetzt sind z.B. Arbeiter in einem AKW gilt ein Grenzwert von 20 Millisievert.

Kinder sind wesentlich gefährdeter durch radioaktive Strahlung als Erwachsene, da in der Wachstumsphase die Zellteilung viel schneller vollzieht und es nicht gelingt geschädigte Zellen schnell genug zu reparieren.

Die vernünftige Lösung wäre die Kinder und auch schwangere aus der gefährdeten Zone zu evakuieren, bis die Radioaktivität abgeklungen bzw. beseitigt ist. Doch jetzt kommt der Haken, das abklingen dauert Jahre und das beseitigen kostet Geld, viel Geld. Damit wären wir wieder beim üblichen Problem, wenn es teuer wird, dann müssen immer die schwächsten darunter leiden.

Man muss sich mal vorstellen, was für Aktionen und welcher Planungsaufwand nötig wären um die Radioaktivität aus einer Stadt oder einer Region zu beseitigen. Gebäude müssten von innen und außen gereinigt werden, die Böden müssten abgetragen und entsorgt werden, ... Das sind Aufwände, die enorm wären - stell Dir das doch mal nur für Deine Stadt vor!!!
Und das alles war nur für ein bisschen Strom?!?!

Montag, 25. April 2011

Umweltschutz durch Bio-Dünger

Es wird Öl gespart, weil Bio-Dünger nicht auf Erdölbasis erzeugt wird.

Durch ausgebrachten Kunstdünger entsteht Lachgas, dass dem Klima 300-mal mehr schadet als CO2 aus Verbrennungsmotoren.

Heute kann jeder von uns recht einfach über die Nutzung von Bio-Dünger einen guten Beitrag für die Umwelt leisten. Bio-Dünger gibt es mittlerweilen in fast jedem Baumarkt und für fast jeden Anwendungsbereich.

Und wenn man im eigenen Garten schon Bio-Produkte erzeugt, dann sollte diese auch bei der Düngung nicht auf Bio verzichten müssen.

Freitag, 22. April 2011

Wusstest Du schon, dass …

... wie viel Fleiß und Mühe in einer kleinen Menge Honig stecken?

Für einen Teelöffel Honig muss eine Biene eine Strecke zurücklegen, die vergleichsweise der Entfernung München-Moskau entspricht.
Für ein einziges Glas Honig besucht sie etwa 3,5 Millionen Blüten, wobei sie entfernungsmäßig (vergleichsweise) dreimal die Erde umkreist.

Dienstag, 19. April 2011

Überlegungen zu einem Frühbeet oder Gewächshaus

Wer mal begonnen hat Gemüse anzubauen, dem geht’s möglicherweise wir mir. Der hat Blut geleckt und will mehr. Darum habe ich die letzten Wochen wegen eines Frühbeets überlegt und diese Überlegungen möchte ich heute mit euch teilen.

Wie groß soll es sein?
Frühbeete sind meist recht kompakt in den Ausmaßen. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Menge, die man darin anbauen kann. Es gibt Systeme, welche die Möglichkeit zur Erweiterung bieten. Ein Gewächshaus dagegen braucht deutlich mehr Platz aber auch mehr Möglichkeiten für den Anbau. Hier sollte man auch auf die Höhe achten, denn man sollte bequem stehen können und evtl. möchte auch mit einem Regal oder Tisch eine 2. Ebene einziehen. Auf dieser kann man dann Blumen vorziehen oder Kräuter anbauen.

Welche Funktionen soll es haben?
Eine automatische Lüftung ist zu empfehlen, wenn man tagsüber kaum zu Hause ist. Denn im Frühjahr oder Herbst ist es morgens noch zu kalt um es zu schon öffnen und tagsüber wenn die Sonne scheint zu warm für die Pflanzen.
Eine Heizung dürfte für die meisten nicht notwendig sein aber es gibt eine günstige Möglichkeit den ein oder anderen Frost zu überstehen. Dazu gibt es schwarze Kunststoffschläuche, die mit Wasser gefüllt zwischen den Pflanzenreihen liegen. Diese nehmen tagsüber die Wärme auf und geben sie in der Nacht an die Luft und den Boden wieder ab.
Scheiben aus Glas oder Holkammerplatten aus Kunststoff stehen meist zur Wahl. Eine Hohlkammerplatte isoliert besser als eine einfache Glasscheibe. Bei Klarglas benötigt man im Sommer möglicherweise eine Beschattung.

Weiter Gedanken:
Ein Frühbeet aus Kunststoff hat den Vorteil, dass es evtl. über den Sommer abgebaut werden kann.

Donnerstag, 14. April 2011

Heute ist der Beginn von Morgen

Wenn wir etwas ändern wollen, dann müssen wir jetzt beginnen. Auch wenn wir noch nicht für alles ein Lösung haben, auch wenn wir noch nicht alle Probleme beseitigt haben.

Das war aber schon immer so. Vergleiche mal das 1. Auto mit einem Auto von heute oder den ersten Zug mit einem Zug von heute. Damals dachte man, mehr als 5 km/h würde der menschliche Körper nicht aushalten und doch gab es Menschen, die es gewagt haben, die daran geglaubt haben.

Es gibt mittlerweile sehr viele Anfänge die uns beweisen, dass es möglich ist. Vielleicht noch nicht zu 100 Prozent aber ein erster Schritt ist gemacht z.B. Furth bei Landshut deckt 50% seines Strombedarfs und 80% des Wärmebedarfs über regenerative Energiequellen. Doch der Anstoß für diese Energiewende wurde vor 30 Jahren gelegt.

Also lasst uns einen Anstoß zur Wende geben, es gibt viele Möglichkeiten was zu tun und jeder von uns kann mithelfen.

Dienstag, 12. April 2011

Glaubst Du noch oder denkst Du schon

Täglich hören wir Argumente für die Atomkraft. Hier hat das Umweltinstiut die bekannten Atomlügen und was wirklich dahintersteckt veröffentlicht.

http://www.umweltinstitut.org/atom-luegen

Sonntag, 10. April 2011

Einige einfache Möglichkeiten, um Öl zu meiden

  1. Reduziert die Fahrten mit dem Auto und steigt aufs Fahrrad um oder nutzt öffentliche Verkehrsmittel.
  2. Vermeidet beim Einkaufen Produkte die in Plastik verpackt sind und wenn es sich nicht vermeiden lässt, dann versucht die Verpackungen wieder zu verwenden.
  3. Kauft Biofrüchte und -gemüse, weil Pestizide und Düngemittel meist auf Öl bassieren.
  4. Kauft Pflegemittel und Cremes, die aus natürlichen Stoffen hergestellt wurden.
  5. Verwendet nur regional und loklae Produkte, da sind die Transportwege geringer.
  6. Meidet PET-Flaschen und verwendet stattdessen Glasflaschen.
  7. Wechselt den Stromanbieter zu einem echten Ökostomanbieter, das fördert den Ausbau Erneuerbarer Energien.

    Freitag, 8. April 2011

    Muss die Lösung immer wieder Endlagerung heißen?

    Das ist nichts Neues im Kontext der Atomenergie und wer schon ein bisschen in meinem Blog gelesen hat, der ist schon über das Thema CO2 Verpressung gestoßen.
    Dabei geht es um die Endlagerung von CO2, das bei der Stromerzeugung in Kohlekraftwerken entsteht.

    Die Parallelen sind traurig:
    wir lagern, was wir nicht brauchen können
    wir lagern das für "immer" (das ist nur eine Phrase)
    wir wissen aber nicht wie lange es überhaupt realistisch möglich ist
    wir hoffen das es dann weg ist (aus den Augen, aus dem Sinn?!?!)

    Viele Gemeinsamkeiten! Machen das aber nicht sicherer bzw. verlässlicher.
    Also lieber weg von den fossilen und hin zur erneuerbaren Energie.

    Donnerstag, 7. April 2011

    Wie baut man ein Atomkraftwerk ab?

    Greenpeace hat am Beispiel des AKW Obrigheim, das 2005 vom Netz genommen wurde aufgezeigt, wie man ein Atomkraftwerk abbaut.

    Der Abbau wird insgesamt mehr als 10 Jahre in Anspruch nehmen und ca. 500 Millionen Euro kosten. Dabei werden 275.000 Tonnen Material abgebaut, davon sind ca. 2.300 Tonnen radioaktiver Abfall.

    Und nach der Demontage bleiben die abgebrannten radioaktiven Brennstäbe noch bis zu 40 Jahre in einem Zwischenlager auf dem Kraftwerksgelände gelagert.

    In Deutschland gibt es heute 17 produktive Atomkraftwerke. Wenn wir diese vom Netz nehmen, sind sie noch nicht abgebaut. An dem Beispiel kann jeder für sich mal hochrechnen, welcher zeitliche Aufwand, welche Kosten und wie viel radioaktiver Abfall da noch auf uns zukommen - abgesehen von dem Abfall des täglichen Verbrauchs so eines AKWs, wie Brennstäbe.

    Hier der Greenpeace Artikel: Link

    Mittwoch, 6. April 2011

    Biohonig oder woher weiß die Biene, welche Pflanze Bio ist?

    Den Biohonig unterscheiden hauptsächlich die Verarbeitung und die ökologische Richtlinien von konventionellem Honig. Also die Biene kann nicht Biopflanzen und konventionelle Pflanzen unterscheiden.
    Bienen sammeln ihren Honig innerhalb eines Flugradius von 3 - 5 km. Das bedeutet, dass der Standort des Bienenstocks entscheidend ist, so kommt es auch zu verschiedenen Honigsorten (Lindenblütenhonig, Waldhonig, ...).

    Merkmale ökologischer Bienenhaltung
    Die Bienenvölker dürfen nur in Kästen aus Holz, Lehm oder Stroh sein
    Die Bienen sollen die Gelegenheit haben, auf einigen Waben Naturwaben anzulegen. Denn im Alter von etwa 12 - 17 Tagen "schwitzen" die Jungbienen Wachs aus, das sie irgendwo loswerden müssen.
    Ein Bienenschwarm teilt sich bei einer gewissen Stärke und der Teil der den Stock verlässt, nimmt Proviant (Honig) mit. In der Bio-Imkerei verhindert man das Schwärmen indem man den rechtzeitig Stock vergrößert und nicht wie in der konventionellen Imkerei durch den Einsatz von chemisch-synthetischen Mittel oder durch beschneiden der Flügel der Königin.
    Den Bienen muss für den geernteten Honig ein Ersatz geboten werden, das ist meist Zuckerwasser. Bei der Bio-Imkerei muss der Zucker aus ökologischer Erzeugung stammen
    Die Varroa-Milbe ist ein großes Problem für die Bienenhalter. Bio-Imker dürfen als Mittel gegen diesen Parasiten nur Ameisen-, Milch-, Zitronen- oder Oxalsäure verwenden.
    Der geerntete Honig muss schonend verarbeitet werden. Er wird mit kleinen Zentrifugen aus den Waben geschleudert und gesiebt. Nach einiger Zeit wird eingelagerter Honig fest, um ihn wieder flüssig zu bekommen, muss er erwärmt werden. Dabei darf die Temperatur 35 Grad (Demeter) 40 Grad (Bioland, Biokreis, EU-Öko-Verordung) nicht übersteigen, da sonst wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen.
    Quelle: Tagwerk Zeitung Nr. 110

    Dienstag, 5. April 2011

    Wusstest Du schon, dass …

    ... ein Fruchtjoghurt nur 6% Frucht enthalten muss um sich Fruchtjoghurt nennen zu dürfen?

    In einem 150-Gramm-Becher Erdbeerjoghurt mit sechs Prozent Frucht stecken demnach ganze neun Gramm Erdbeeren. Das ist je nach Größe der Beere im Schnitt etwa eine halbe mittelgroße oder eine sehr kleine Frucht.

    Montag, 4. April 2011

    Wer die Energiewende will, der ist jetzt gefordert

    Die Konzerne können uns Bürger nicht zwingen Atomstrom zu kaufen!!!

    In der SZ zeigen die Konzerne wieder mal ihr Gesicht:
    "Nach der Wahl kommt der politische Druck - doch die Stromkonzerne machen deutlich, dass sie nicht kampflos aufgeben werden: "Ab jetzt haben Juristen das Sagen", kündigt ein führender Atommanager an. "

    Quelle: SZ online

    Freitag, 1. April 2011

    Hallo liebe Leser,

    vielen Dank für Eure Unterstützung.

    Indem ihr meine Seite so zahlreich lest und weiterempfehlt, lasst ihr mich zufrieden lächeln und motiviert mich zu immer neuen Artikeln.

    Die vielen Klicks zeigen deutlich, dass ich auf einem guten Weg bin und die Menschen so erreichen kann.

    Großen Dank an Euch alle!
    Robert

    Donnerstag, 31. März 2011

    Druckerpatronen Recycling

    Die letzten Tage musste ich bei meinem Drucker den Toner wechseln. Da es sich um einen Laserdrucker handelt, ist der Toner nicht in einer kleinen Patrone sondern in einem ziemlich großen Plastikteil. Nach dem Wechsel hatte ich den "alten" Toner in der Hand und mir stellte sich die Frage, was mach ich jetzt damit.
    Wenn ich ihn auf den Müll werfe, dann wird ein aufwändig produziertes Teil vernichtet oder deponiert. Ich machte mich auf die Suche und stellte fest, dass die Druckerhersteller Rücknahme-/Recycling-Programme haben.
    Das Ganze funktioniert so: Man druckt sich einen Rückschein aus, klebt ihn auf die Originalverpackung mit dem "alten" Toner und gibt ihn bei der Post ab.

    Hier mal Links zu den Recyclingprogrammen von einigen Druckerherstellern:
    Samsung
    Lexmark
    HP
    Canon

    Mittwoch, 30. März 2011

    22 Castorbehälter lagern heute schon in Landshut

    Es ist immer die Rede von Isar1 aber daneben steht gleich Isar2 und das Landshuter Zwischenlager. Jedes Atomkraftwerk muss ein Zwischenlager auf dem Kraftwerksgelände haben, da bis heute keine Lösung gefunden ist wohin der hoch radioaktive Abfall soll.

    In dem Zwischenlager in Landshut lagern heute schon 22 Castrobehälter mit hochradiokativen Abfällen. Selbst wenn Isar 1 abgeschaltet wird, dann haben wir noch Isar 2 daneben und wenn dann in x Jahren beide abgeschaltet sind, dann sind da immer noch die Abklingbecken und das Zwischenlager. In den Abklingbecken werden die verbrauchten Brennstäbe so lange gekühlt, bis sie in Castorbehälter umgepackt werden können. Das bedeutet, dass hier die Kühlung noch einige Jahre weiter laufen muss und dort ist noch so viel Energie vorhanden, dass ein Ausfall der Kühlung dramatische Folgen hätte.

    Auch die Lagerung der Castorbehälter auf dem Gelände birgt noch weiterhin Gefahren im Falle von Anschlägen oder Unfällen.

    Das Ganze kann man jetzt mit der Anzahl der vorhanden Reaktoren multiplizieren. Also selbst wenn wir Abschalten, dann haben wir noch Jahre vor uns, in denen wir diese Gefahr mit uns rum schleppen müssen.

    Dienstag, 29. März 2011

    Warum ist ein Atomkraftwerk nicht aus, wenn man es abschaltet?

    Wenn ein Atomkraftwerk abgeschaltet wird stoppt man die Kettenreaktion, welche für einen Großteil der Wärmeproduktion des Reaktors verantwortlich ist.

    Der natürliche Zerfall der radioaktiven Stoffe kann nicht gestoppt werden und läuft weiter im Reaktorkern ab. Diese Zerfallswärme muss nach dem abschalten weiterhin abgeführt werden, sonst droht eine Kernschmelze.

    Diese Restwärme sinkt nach einem Monat auf ca. 0,17% der Reaktorleistung. Das klingt nach sehr wenig aber bei einem großen Atomkraftwerk entspricht das noch rund 7000 Kilowatt. Das ist mehr als ausreichend, um den Kern ohne Kühlung zur Schmelze zu bringen.

    Diese 7000kW entsprechen 70.000 x 100 Watt Glühbirnen - und diese Energie fällt an, nachdem das Kraftwerk abgeschaltet ist.

    Deshalb ist es so wichtig, dass eine Kühlung auch nach dem abschalten vorhanden ist - siehe Japan.

    Quelle: Greenpeace

    Montag, 28. März 2011

    Die Energiefalle schnappt zu und wir sind hilflos ausgeliefert

    Wenn man sich die Geschehnisse der letzten Zeit so ansieht, dann kann schon mal die Frage nach der Energiefalle hoch kommen.

    Woher kommt die Energie, die wir täglich so selbstverständlich nutzen?
    Strom: Braunkohle, Kernenergie, Steinkokle, Erdgas - damit decken wir ca. 80% unseres Strombedarfs (2009)
    Verkehr: Erdöl ist hier der Stoff zur Mobilität

    Wenn man sich die Situation mal etwas genauer anschaut, dann erkennt man, dass hinter den entscheidenden Anteilen immer große Konzerne stehen. Energiekonzerne wie Eon, RWE, ... oder die Mineralölkonzerne wie BP, Shell, ..
    Die letzten Monate haben uns gezeigt, das bei der Bewältigung einer Katastrophe ein Konzern ganz schnell hilflos wirken kann - siehe aktuelle in Japan oder im April 2010 die Explosion der Öhlbohrplattform im Golf von Mexiko oder 1986 Tschernobyl.

    Sind wir in einer Sackgasse unterwegs?
    Wir verlassen uns auf die Konzerne, die nicht wirklich Vertrauensbeweise liefern, dass sie schwierige Situationen im Griff haben - auch wenn sie uns das immer glauben machen wollen.

    Wir müssen versuchen das in die Hand zu nehmen, es geht um unsere Natur, unsere Gesundheit, die Lebensqualität für uns, unserer Freunde und Familien.

    Freitag, 25. März 2011

    Atomenergie und die Versicherung im Schadensfall

    Wer zahlt, wenn bei einem Atomkraftwerk etwas passiert?

    In Deutschland müssen die Kraftwerksbetreiber für eine Deckungsvorsorge von 2,5 Milliarden Euro sorgen. Davon werden 255,6 Millionen über eine Haftpflichtversicherung abgedeckt, der Rest über gegenseitige Zusagen der Betreibergesellschaften.

    Würden Schäden diese 2,5 Milliarden übersteigen, spränge der Staat ein.

    In Japan schätzt man Schäden von mindestens 100 Milliarden Euro, durch die Naturkatastrophe - die Schäden eines möglichen GAUs sind dabei nicht mit geschätzt.

    Nachdem der Staat hier wieder mal einspringt und nicht die Betreiber das gesamte Risiko abdecken müssen, mach das die Kernkraft für die Betreiber deutlich lukrativer.

    Wusstest Du schon, dass …

    ... Gewürzfälscherei im Mittelalter mit zu den schwersten Verbrechen gehörte und sogar mit dem Tode bestraft wurde.

    Heute ist das ganz "normal" und es werden damit sogar Milliarden Gewinne gemacht.

    Hier einige Beispiele:
    Aromastoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Antioxidationsmittel, Konservierungsstoffe, Emulgatoren, Gelier- oder Verdickungsmittel, Pack- und Treibgase, Säuerungsmittel und Säureregulatoren, Süßungsmittel, Trennmittel, ...

    Donnerstag, 24. März 2011

    Torffreie Blumenerde

    Handelsübliche Blumenerden bestehen meist bis zu 90% aus Torf. Dieser ist grundsätzlich als Rohstoff für einen Blumenerde gut geeignet, jedoch wächst er extrem langsam nach, pro Jahr um ca. 1 Millimeter.

    Der Torf wächst in Mooren, wovon es in Deutschland nur noch sehr wenige gibt und diese intakten Ökosysteme sind heute geschützt. Abgebaut darf nur noch in bereits entwässerten Mooren werden und diese Flächen müssen nach dem Abbau wieder aufwändig renaturiert werden.

    Ein weiterer Grund gegen Torf in Blumenerden ist, dass beim Abbau das klimaschädliche CO2 freigesetzt wird, dass in den Mooren gebunden war.

    Mittlerweile gibt es immer mehr Blumenerden ohne Torf, hier der Link zu einem Einkaufsführer für Torffreie Erde vom BUND: Link [pdf]

    26. März: Bundesweite Großdemonstrationen

    Am Samstag, 26. März finden in Berlin, Hamburg, Köln und München bundesweit Großdemonstrationen für den Atomausstieg statt. Aus der Katastrophe im AKW Fukushima müssen jetzt Konsequenzen gezogen werden: Wir dulden keine Beschwichtigungen, die AKWs müssen jetzt endgültig vom Netz! Komm auch:
    Berlin - 12 Uhr - Potsdamer Platz
    Hamburg - 12 Uhr - Moorweide
    Köln - 14 Uhr - Deutzer Werft
    München - 14 Uhr - Odeonsplatz

    Mittwoch, 23. März 2011

    Welche Stoffe sind im Plastik enthalten? - Update

    Gestern Abend gab es bei Frontal21 einen Bericht über die Weichmacher in Kunststoffen. Es gibt Weichmacher auf Basis von Phthalaten, diese können durch ihre Hormon ähnliche Wirkung Unfruchtbarkeit bei Männern verursachen.

    Dabei hat der BUND Staubproben nach dem Staubsaugen auf die Weichmacher überprüft. Es hat sich herausgestellt, dass Kinderzimmer und Kita's höher belastet sind als andere Räume. Der Grund für diese höheren Werte sind die vielen Spielzeuge aus Kunststoff aber auch z.B. in Regenkleidung, Gummistiefel, Platiktischdecken, ... Die Weichmacher dünsten mit der Zeit aus und belasten die Umwelt.

    Die Produkte aus Weich-PVC sind an ihrer "speckig-glatten" Oberfläche erkennbar, teilweise sind sie auch mit "PVC" oder einem dreieckigen Recyclingsymbol mit der 3 gekennzeichnet.

    Hier ist wieder mal der Verbraucher selbst gefragt sich zu schützen. Denn die Politik lässt sich da unendlich viel Zeit oder spielt es herunter.

    Also wie immer: Augen auf beim Plastik kauf

    Interview: Link
    Video-Bericht: Link