Mittwoch, 24. April 2013

Meine kleine Energiewende – Teil 5

Als aktuell letzten Schritt, haben wir uns für eine Photovoltaik Anlage mit Eigenverbrauch entschieden.

Seit Anfang dieses Jahres haben wir eine kleine PV Anlage auf dem Dach. Der erzeugte Strom wird erst mal für den eigenen Bedarf verwendet und was die Anlage zu viel produziert, wird ins Stromnetz eingespeist.

Die entscheidenden Punkte für die PV Anlage waren die Reduzierung der Abhängigkeit von den großen Konzernen, die Nutzung des selbst erzeugten Ökostroms für den Eigenbedarf, dass der restliche Strom als "echter" Ökostrom ins Netz gespeist wird und dass wir damit das von der Sonne zur Verfügung gestellt Potential wieder ein bisschen mehr genutzt wird.

Das Ganze hat natürlich Auswirkungen auf das tägliche Leben, so wird die Spül- oder Waschmaschine jetzt wenn möglich tagsüber bei Sonnenschein eingeschalten und da gibt es noch viele kleine Beispiele, mit denen wir versuchen den eigen erzeugten Strom möglichst effektiv zu nutzen. Das schont den Geldbeutel und hält die Transportwege kurz also kurz gesagt so effektiv als möglich.

Das war erst mal der letzte Teil meiner kleinen Energiewende Story. Kommentare, Ergänzungen, eigen Erfahrungen, Tipps und alles weitere sind gerne gesehen.

Samstag, 20. April 2013

Meine kleine Energiewende – Teil 4


Willkommen zum vierten Teil meiner kleinen Energiewende. Diesmal möchte ich euch kurz unsere Aktionen beim Thema heizen vorstellen.

Als wir vor ca. 12 Jahren das Haus gebaut haben, haben wir für die Warmwasserbereitung bereits 4 Solarkollektoren auf dem Dach montiert als Heizung war eine Gastherme im Einsatz.

Diese Gastherme (eines deutschen Markenherstellers) hat sich als komplettes "Montagsprodukt" entpuppt, so dass wir nach ca. 6 Jahren den Entschluss gefasst haben eine neue einzubauen und zugleich die Solarkollektoren für die Heizungsunterstützung mit zu nutzen. Mit diesem Umbau haben wir eine Regelung für alle Heizsysteme eingebaut. Durch eine eigens programmierte Software hatten wir die Möglichkeit, Erzeugung und Verbrauch zu überwachen und zu optimieren.

Einige Jahre später haben wir für Wohnesszimmer einen Holzofen angeschafft und unser Heizungssystem um einen Holz-Zuheizer erweitert.

Als bislang letzte Erweiterung gab es dieses Jahr noch zwei zusätzliche Solarkollektoren zur Steigerung der Effizienz.

Ein Aspekt bei diesen Umbaumaßnahmen waren/sind natürlich die Reduzierung der laufenden Kosten aber entscheidender für mich ist höhere Unabhängigkeit von Energieversorgern und vor allem die Nutzung des Potentials der Sonne. Diese stellt uns so viel Energie zur Verfügung und ohne monatliche Abbuchung.

Weitere Artikel:
Wusstest Du schon, dass …

Weitere Informationen:
Heizungsauswertung

Donnerstag, 18. April 2013

Meine kleine Energiewende – Teil 3

Aus meiner kleinen Energiewende wurde unsere kleine Energiewende.

Da mich dieses Thema sehr viel beschäftigt hat und auch weiter beschäftigen wird, mussten natürlich mein Umfeld da ein bisschen mit "leiden". Doch genau das hat aus meiner kleinen Energiewende unsere kleine Energiewende gemacht.

So haben sich zwei Freundinnen dafür entschieden, zu einem "echten" Ökostromanbieter zu wechseln. Für beide ergab sich  durch den Wechsel vom Grundversorger zum Ökostromanbieter sogar eine kleine Einsparung. Im zweiten Fall konnte durch die Optimierungsmaßnahmen eine Reduzierung des Stromverbrauches um 50% erreicht werden. Was sich am Ende natürlich viel deutlicher auf die Kosten ausgewirkt hat als die vorherige Berechnung.

Mit mir sind das dann drei erfolgreiche Beispiele für einen Schritt in die richtige Richtung zu einer sauberen Zukunft.

Wer Interesse hat aber noch mehr Infos haben möchte, kann gerne hier im Blog einen Kommentar hinterlassen oder einfach eine Email schreiben.

Montag, 15. April 2013

Meine kleine Energiewende – Teil 2

Den Stromverbrauch zu reduzieren ist etwas das Zeit braucht. Es macht es keinen Sinn wahllos alle Elektrogeräte oder Lampen auszutauschen sondern ein logisches Vorgehen sollte man hier an den Tag legen.

Was man aber jederzeit und mit wenig Aufwand machen kann, ist der Wechsel zu einem "echten" Ökostromanbieter. Das geht schnell, ohne viel Aufwand, setzt ein Zeichen und fördert den Ausbau erneuerbarer Energien und nicht die Atom-Konzerne.

Wichtig aus meiner Sicht, dass es sich um "echten" Ökostrom handelt. Was ist "echter" Ökostrom?

Bei den großen Konzernen gibt es mittlerweile auch Ökostromtarife. Doch dieser Strom kommt meist aus bereits bestehenden Wasserkraftwerken. Das bedeutet, dieser Strom ist heute schon im Netz und wird im "normalen" Stromtarif verkauft. Jetzt löst man diesen Wasserstrom aus dem Normaltarif und verkauft ihn teurer als Ökostrom.

Was haben wir damit gewonnen? Nix!

Ein "echter" Ökostromanbieter hat im Preis eine Neuanlagenförderung enthalten oder verpflichtet sich den Strom aus neuen Anlagen zu liefern d.h. der Ökostrom im Netz wird mehr.


Weitere Artikel:
Atomausstieg einfach selber machen

Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom – die zweite
Atomausstieg einfach selber machen - die dritte
Der Stromsee oder kommt aus der Steckdose „grüner Strom“
Die Energiewende hat begonnen aber Ökostrom nicht gleich Ökostrom
Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom
Atomkraft nein Danke - heute noch auf Ökostrom umsteigen
Etikettenschwindel beim Ökostrom
Ökostrom muss nicht teuer sein

Wieder ein Rekordwert beim Strom-Export


Könnt ihr euch noch an die Horrorszenarien erinnern, die uns zu Beginn des Atomausstiegs aufgezeigt wurden und was ist seit dem eingetroffen?

Kein Blackout, keine Stromlücke, kein gar nichts bis jetzt und der letzte Winter war lang und grau. Also eigentlich genau der richtige Kandidat für die Szenarien doch nichts geschehen.

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sprechen sogar eine ganz andere Sprache. Deutschland hat 2012 viel mehr Strom exportiert als importiert. Das beutet, wir könnten unseren eigenen Strombedarf decken. Die Schwierigkeit heute ist noch die Speicherung des Stroms, dafür müssen wir noch die ein oder andere effektive Lösung finden.

Die Zahlen sagen sogar noch deutlicher wo wir stehen, denn wir hatten 2012 fast vier Mal so viel Überschuss als 2011. Wir haben fast 23 TWh (Terrawatt Stunden) mehr exportiert als importiert. Wenn man das mal umrechnet, dann sind das 23.000.000 MWh (Megawatt Stunden). Ein vier Personenhaushalt verbraucht im Durchschnitt ca. 5 MWh (sind 5000 kWh) pro Jahr, jetzt könnt ihr selbst ein Bild machen welchen Überschuss wir letztes Jahr erzeugt haben.

Weitere Artikel:
Die Stromlücke des Stromexport-Weltmeisters Deutschland?!?!

Es bleibt dabei, Deutschland ist weiter Strom-Exporteur
Weit und breit keine Stromlücke in Sicht

Samstag, 13. April 2013

Meine kleine Energiewende – Teil 1

Heute möchte ich euch mal einen Einblick in meine Aktivitäten und Beiträge zu meiner kleinen Energiewende geben. Ich denke, wenn jeder einen Beitrag leistet, dann können wir die Wende ohne Einschränkungen schaffen.

Einer der wichtigsten und aus meiner Sicht einfachsten Schritte ist es den eigene Stromverbrauch zu optimieren. Wir haben bei uns zu Hause den Stromverbrauch über die letzten Jahre reduziert obwohl wir heute mehr Geräte haben als zu Beginn der Optimierung.

Hier eine kurze Auflistung und unter weitere Artikel habe ich die bisherigen Tipps dazu nochmal zusammen gefasst.
  • Geräte mit Standby Funktion über eine schaltbare Steckdosenleiste ausschalten oder abstecken (TV, PC, ...)
  • Einsatz von LED Leuchtmitteln – je länger eine Leuchte in Betrieb ist des höher die Einsparung
  • Austausch von alten Elektrogeräten durch energieeffiziente
Wer von euch weitere Ideen und Vorschläge hat, kann diese gerne über einen Kommentar posten.

Weitere Artikel:Die Energiewende muss her und was jeder einzelne dafür tun kann
Reduzierung des Energieverbrauchs ohne Verzicht
Elektrogeräte Check lohnt sich
Umweltschutz beim Wäsche waschen
Der lange Weg zum "sauberen" Licht
Energiesparend kochen
Die "echte" Brücke vom Atomstrom zum Ökostrom
Stromeffizienz bei PC & Co
Neue Haushaltsgeräte fällig?

Freitag, 5. April 2013

Neuer Lebensmittelskandal oder nur ein Déjà-vu?

blind-722874Kommt euch nicht auch jeder neue Lebensmittelskandal wie ein Déjà-vu vor? Momentan wird in den Medien wieder ein Lebensmittelskandal nach dem anderen hoch gespielt und mit jedem neuen Skandal kommt es mir vor als hatten wir erst vor kurzem genau das selbe.

Bei jedem Skandal gab es Maßnahmenpläne, …. und was ist nach Monaten davon übrig? Gefühlt mal wieder nichts.

Langsam habe ich das Gefühl, dass Institutionen und Unternehmen ab einer gewissen Größe nicht mehr wirklich kontrollierbar sind. Keiner weiß mehr wirklich woher was kommt. Das übernimmt ein Zulieferer, der wird das schon richtig machen. So sagt es der Einzelhandel, der Großhandel, der Hersteller und die Zulieferer. Am Ende verkauft uns einer Qualität aber überprüft hat er sie nur auf dem Papier. Dieses System macht es einfach, die Verantwortung auf den nächst kleineren in der Kette zu schieben, bis sie dann unten angekommen ist, da wird dann ein kleiner bestraft und alle anderen machen weiter wie bisher.

Am besten wäre man macht alles selbst aber das ist nicht realistisch. So muss jeder für sich entscheiden, wo er bereit ist Abstriche zu machen bzw. bereit ist Unternehmen zu vertrauen. Ich muss sagen, mein Vertrauen schrumpft von Tag zu Tag.

Also was kann man machen?
Wenn möglich auf vorverarbeitete Lebensmittel verzichten. Denn bei selbst verarbeitetem, weiß man was drin ist und wie es behandelt wurde.

Weitere Artikel:
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