Mittwoch, 29. Februar 2012

Wieder mal ein ungefährlicher Zwischenfall in einem Atomkraftwerk

GrenzwerteIm US-Bundesstaat Illinois musste Ende Januar ein Atomkraftwerk nach einem Zwischenfall heruntergefahren werden. Ein Stromausfall machte es nötig, dass das Kraftwerk mit Notstromgeneratoren versorgt und dann heruntergefahren werden musste. Zudem musste zur Sicherheit Dampf mit radioaktivem Tritium abgelassen werden.

Der Betreiber erklärte, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung der Bevölkerung und der Arbeiter des Kraftwerkes bestanden habe. Notstrom und Dampf ablassen klingt für mich nicht nach einem "normalen" Betrieb und wenn wir uns an Fukushima erinnern, so begann alles auch mit einem Stromausfall.

Wollen wir die Atomkraft wirklich? Wollen wir uns wirklich von derartigen Betreiberaussagen beruhigen lassen?
Es gibt einen Weg aus dem "Atomzeitalter", der wird nicht leicht und vermutlich bekommen wir den auch nicht geschenkt aber so weiter machen, wird auch weder billig noch problemlos sein.
Jeder von uns kann mithelfen, den Schritt in ein erneuerbares-Zeitalter zu machen. Ich versuche immer wieder Tipps und Ideen an zu bieten, für weiter Tipps, Ideen und Vorschläge bin ich jederzeit offen.

Dienstag, 28. Februar 2012

Achtung vor versteckter Gentechnik.

Ohne GentechnikAuch wenn in Deutschland die Gentechnik scheinbar auf dem Rückzug ist, müssen wir als Verbraucher wachsam sein um nicht ungewollt zu Gentechnik-Lebensmitteln zu greifen.

Im Januar hat die EU-Kommission vier neue Sorten von Gentech-Soja für den Import als Futter- oder Lebensmittel zugelassen. Damit sind jetzt in den EU-Staaten 44 Genkonstrukte zugelassen. Auch diesmal hat Deutschland für die Zulassung gestimmt.

Damit öffnet die Politik der Gentechnik die Hintertür und machte es möglich, dass es z.B. über Fleisch bei uns auf dem Teller landet. Wir Verbraucher müssen also wiedermal aufmerksam einkaufen und nur zu gentechnikfreien Lebensmitteln greifen. Das geht zum einen über das "ohne Gentechnik" Sigel oder über die Bio-Sigel, beiden stellen sicher, dass kein gentechnisch verändertes Futter oder Lebensmittelbestandteile enthalten sind.

Montag, 27. Februar 2012

Förderung für erneuerbare Energie

Fragezeichen v1 kleinEs ist immer wieder die Rede von Förderung für erneuerbare Energie und das meist in Verbindung mit Photovoltaik. Doch es gibt auch eine Förderung für Solaranlagen, das ganze hat dann den umwerfenden Namen "Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien im Wärmemarkt".

Zusammengefasst bietet das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit auf der Webseite Informationen zu diesem Förderprogramm. Wer sich also für eine Solaranlage zur Warmwasser und Heizungsunterstützung interessiert, für den könnte da evtl. was dabei sein.

BMU - Erneuerbare Energien

Donnerstag, 23. Februar 2012

BASF hat die Genpflanzen-Sparte in die USA verlegt

Ohne GentechnikIm Januar gab das Unternehmen BASF bekannt, dass es die Zentrale der Genpflanzen-Sparte von Deutschland in die USA verlegt. Begründet hat BASF diesen Schritt mit der fehlenden Akzeptanz für Genpflanzen in Europa.

BASF sieht die Gentechnik als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts an und möchte mit dem Umzug vermutlich auch einigen strengen europäischen Regeln aus dem Weg gehen. So ist z.B. in Deutschland der Abstand zwischen Gentechnik- und herkömmlichen Feldern streng geregelt.

Ebenso dürften in den USA die Proteste gegen die Gentechnik deutlich geringer sein. So hat 2010 der Versuchsanbau der Genkartoffel große Proteste ausgelöst.

Ich denke, das ist ein guter Tag für eine bessere Zukunft.

Mittwoch, 22. Februar 2012

E.on, ein Schauspiel sondergleichen

Hauptdarsteller: Chef eines Energiekonzernes
Handlung: Verteidigung eines Stellenabbaus

1. Akt: Die Schuldigen
Die Energiewende wurde von der Politik "sehr schnell, fast schon überstürzt" beschlossen und der Konzern müsse sich nun dieser stellen.
2. Akt: Die Opfer
"Dies erfordert in hohem Maße neue Mittel, die können wir uns nur selbst erwirtschaften, und dafür müssen wir jetzt alle Prozesse so reformieren, und die Opfer bringen, damit wir an der Zukunft teilnehmen können."
3. Akt: Die Gewinner
"Gewinne der Vergangenheit von vor vielen Jahren sind nicht entscheidend. Sondern: Wie stehen wir heute da, wie stehen wir morgen da."

Das sind die Auszüge aus einem Interview auf tageschau.de mit dem E.on Chef.
Lieber E.on Chef, hätte ich meine Stromrechnungen die letzten Jahre nicht bezahlt und würde erklären, dass nicht die Vergangenheit entscheiden ist sondern, dass ich die Rechnungen heute und morgen bezahle, dann wäre das alles vergessen?
Ja? Dann fragen sie mich doch übermorgen nochmal.
Hätte ich nicht vor längerem zu einem Ökostromanbieter gewechselt, dann würde ich es heute noch machen und nicht erst übermorgen.

Montag, 20. Februar 2012

Zehn Meter Mauern sollen den Atommüll schützen

In Bayern versucht man die Atommüll-Zwischenlager bei den Kernkraftwerken Gundremmingen und Isar 2 zu sichern. Laut Medienberichten soll das durch zehn Meter hohe Mauern geschehen.

Die Anweisung für diese Maßnahme kommt wohl vom Bundesamt für Strahlenschutz und soll die Atommülllager vor terroristischen Angriffen schützen.

Das ganze klingt auf den ersten Blick mal nicht falsch. Doch ob ein Angriff sich nur auf die Zwischenlager konzentriert, wenn nebenan ein voll bestückter Reaktor steht?
Wieder mal schaffen wir hier eine Bastellösungen statt einer sauberen Sache und sicherer fühle ich mich dadurch nicht.

Freitag, 17. Februar 2012

Warum wird immer wieder zu viel Antibiotika eingesetzt.

In letzter Zeit häufen sich wieder die Diskussionen über zu hohen Einsatz von Antibiotika in deutschen Mastbetrieben.

Warum das so ist, weil doch Antibiotika eigentlich nur im Falle von Krankheiten erlaubt ist, lässt sich mit einigen Zusatzinfos leicht herleiten. Eine Herleitung könnte sein, Antibiotika fördert das Wachstum und damit kann man den Profit erhöhen. Eine weitere, dass durch den vorbeugenden Einsatz von Antibiotika der Ausbruch von Krankheiten schon im Keim erstickt werden kann.

Zusammenfassend kann man sagen, dass durch den breiten Einsatz von Antibiotika der Profit erhöht und der Arbeitsaufwand verringert werden kann.
Doch können wir es verantworten, dass sich wenige diese "Vorteile" erkaufen, indem sie Nachteile für alle anderen in Kauf nehmen? Wir  müssen schließlich mit den Nachteilen, wie Antibiotika resistente Keime, … in Zukunft leben.

Donnerstag, 16. Februar 2012

Der Atommüll bedroht unser Leben

Das marode Atommülllager Asse bedroht unser Leben und es scheint wieder mal nur in Bürokratie, Diskussionen und Streitigkeiten wer Recht hat zu enden.

Täglich dringen in das Bergwerk wo 126.000 Fässer mit Atommüll lagern 10.000 bis 12.000 Liter Salzlauge ein. Wenn man sich diese Fakten vor Augen führt, dann müsste eigentlich jedem klar sein, die Fässer müssen raus und das so schnell als möglich. Denn Salzwasser und Metall, das ist jedem Autobesitzer bekannt, gibt Rost und Rost ist nicht gut – zumindest nicht an diesen Stellen.

Tritt Radioaktivität aus, wird es über kurz oder lang erstens unmöglich die Fässer sicher zu bergen und zusätzlich noch unbezahlbar. Zweitens wird die Radioaktivität ins Grundwasser eindringen und welche Folgen daraus entstehen, daran möchte man doch gar nicht denken.Wollen wir wirklich unsere Lebensgrundlage vergiften?
Trotzdem produzieren wir weiterhin Atommüll und haben keine Lösung – weder für den alten noch für den neuen Müll.

Weitere Artikel zu diesem Thema:
Atomstrom und wir Bürger sollen es wieder mal zahlen

Mittwoch, 15. Februar 2012

Workshop Kraft-Wärme-Kopplung

Wer sich für Kraft-Wärme-Kopplung interessiert, der kann beim Öko-Institut interessante Präsentationen dazu finden. Mitarbeiter des Öko-Institutes begleiteten im November einen Workshop zu diesem Thema.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Fragen zur Wirtschaftlichkeit der KWK-Nutzung und insbesondere zur notwendigen Weiterentwicklung der KWK-Förderinstrumente. Aufbauend auf der Vorstellung des Forschungsstandes erfolgte eine intensive Diskussion mit mehr als 40 Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Link zu den Online Präsentationen:
Präsentationen jetzt online: Workshop Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Donnerstag, 9. Februar 2012

Energiewende als faule Ausrede

Heute möchte ich euch ein Interview auf der Webseite von Greenpeace mit dem Titel "Energiewende als faule Ausrede" ans Herz legen.

Ich finde es zeigt sehr gut die Versäumnisse der letzten Jahre auf, die Gründe für diese Versäumnisse und was die Zukunft für Chance bringen kann/wird.

Link zum Interview:
Energiewende als faule Ausrede

Mittwoch, 8. Februar 2012

Solarstrom boomt in Deutschland

Nach den Zahlen der Bundesnetzagentur gingen im Jahr 2011 so viele Solaranlagen ans Netz, wie nie zuvor.

Die Kapazität dieser Anlagen beträgt insgesamt ca. 7.500 Megawatt. Diese Leistung entspricht theoretisch ungefähr 7 Atomkraftwerken. Theoretisch deshalb, weil eine Solaranlage abhängig von der Sonne den Strom erzeugt und nicht immer die volle Leistung bringt.

Ich denke, dieser theoretische Vergleich zeigt schon welches Potential in den Erneuerbaren Energien steckt. Jetzt ist es an der Zeit, diese Energien zu nutzten und Wege zu schaffen die Lücken in der Erzeugung zu schließen.

Dienstag, 7. Februar 2012

Gute Nachrichten, CO2-Endlagerung vom Tisch

Es gibt wieder mal was positives zu vermelden. Dank der Bürgerproteste hat Vattenfall angekündigt die Pläne zur CO2-Endlagerung fallen zu lassen. Ebenso soll das geplante CCS-Demokraftwerk nicht gebaut werden.

Vattenfall hat versucht die CCS Technologie zu nutzen, um weiterhin Braunkohle zu verstromen und den CO2-Ausstoß mit Hilfe der "Alibi-Lösung" CCS zu reduzieren.
Da Kohlestrom bei Vattenfall das Kerngeschäft ist, ist die Abkehr von CCS ein positives Signal für die Energiewende. Denn nur wird sich auch hier das Kerngeschäft in Richtung der Erneuerbaren Energien entwickeln müssen.

Weiter Artikel zu diesem Thema:
CCS-Gesetz vom Bundesrat gekippt
CO2-Verpressung ist keine Lösung – die zweite
CO2-Verpressung ist keine Lösung
Muss die Lösung immer wieder Endlagerung heißen?
Die Konzerne nutzen die Energiewende für die nächste Endlagerproblematik

Montag, 6. Februar 2012

Wo kaufst Du den Fisch?

Greenpeace überprüft mittlerweile seit Jahren das Fisch-Angebot in Supermärkten. Im Dezember 2011 gab es einen neuen Bericht über die Einkaufspraxis der Supermärkte.

Für uns Verbraucher ist der Supermarkt der Einkäufer und genau deshalb entscheiden wir durch unseren Einkauf auch, ob wir mit der Einkaufspraxis des jeweiligen Supermarktes einverstanden sind oder nicht. Eine Entscheidungshilfe für uns bietet uns Greenpeace mit dem Supermarktranking.

Supermarktranking 2011: Fortschritte beim Fischeinkauf

Samstag, 4. Februar 2012

Ein beeindruckendes Schulprojekt aus Österreich

In Österreich hat ein Bio-Kräuterlandwirt es sich zur Aufgabe gemacht, den Kindern in der Schule das Thema Natur näher zu bringen.

Früher war es selbstverständlich, dass zu jedem Haushalt auch ein Garten mit Kräuter-, Obst- oder Gemüsegaren gehörte. Heute ist das nicht mehr so selbstverständlich. Das Schulprojekt in Österreich nutzt die vorhanden meist ungenutzten Flächen/Grünanlagen der Schulen und wandelt diese in Gärten um.

Zusammen mit den Schülern wurden die Gärten geplant, gebaut und bewirtschaftet - mit allem was dazugehört. Von der Gewinnung des Samens und der Aufzucht über die Ernte bis zur Verarbeitung der Ernteprodukte.

Ich finde das ist ein sehr schönes Projekt um Kindern die Natur näher zu bringen, den Wert der Nahrungsmittel zu erkennen und gemeinsam Erfolge zu erleben. Ich würde mir wünschen, dass es mehr solche Projekte gibt.

Hier noch der Link zu mehr Infos und einigen Bildern:
Volksschule Rohrbach

Freitag, 3. Februar 2012

Es wird endlich Zeit für eine Erneuerung der starren Strukturen

Aktuell werden wieder Ängste geschürt, die angeblich durch die Energiewende ausgelöst wurden/werden. Zum einen der Arbeitsplatzabbau bei den Atomstromkonzernen und zum anderen wird von Stromausfällen im Winter gesprochen.

Es war 2002 als die Konzerne den Atomkonsens unterschrieben haben. Das heißt, sie hatten 10 Jahre Zeit sich darauf einzustellen bzw. sich umzustellen und was ist passiert? Nichts!

Hier Beispiele für gelungene Erneuerungen:
In dem noch jungen Bereich der Windkraft spricht man heute von ca. 100.000 Beschäftigen, wogegen im Bereich der Atomkraft lediglich von ca. 30.000 gesprochen wird.
Die Zahlen der Beschäftigen im Bereich der Solarenergie kann man sicherlich auch als positives Ergebnis der Energiewende sehen.

Ja, es wird sich was verändern und ja, wir werden uns umstellen müssen als Verbraucher, als Arbeitnehmer, … Aber vielleicht ist genau das die Chance, die wir für einen "Aufschwung" brauchen.

Weiter Artikel zu diesem Thema:
Energiewende als faule Ausrede
Die Energiewende wird uns langfristig unabhängig machen