Biodiesel klingt gut und auch das beim konventionellen Diesel in Deutschland bis zu 7 Prozent Biodiesel beigemischt werden müssen klingt doch Öko. Doch wie ein Test von Greenpeace vom Juni 2013 zeigt ist das doch nicht so Öko und der Verbraucher kann nicht wirklich was dagegen machen.
Die Untersuchung hat ergeben, dass der Anteil an zugesetztem Biodiesel aus Raps stark gesunken ist. Stattdessen hat sich der Anteil an Palmöl im vergleich zu 2011 verdreifacht.
Warum das ganze? Der Raps hierzulande reicht nicht aus für Lebensmittel und Biokraftstoffe. Ausserdem ist das Palmöl auch noch günstiger als das heimische Rapsöl.
Was ist das Problem mit dem Palmöl? in Indonesien wird großflächig Regenwald abgeholzt um Palmölplantagen zu errichten. Meist geschieht die Abholzung durch Brandrodung, was die Lebensqualität beeinträchtig und enorme Mengen CO2 frei setzt.
Nachdem die Beimischung von bis zu 7% eine gesetzliche Vorgabe ist, kann keiner von uns direkt was dagegen tun. Trotzdem sollten wir uns bewusst sein, dass hier mal wieder mit dem "Öko" zum Nachteil aller gespielt wird.
Weitere Infos:Immer mehr Palmöl in der Zapfsäule
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Montag, 26. August 2013
Montag, 21. November 2011
E10 und der Versuch zu überzeugen
Der Ausgangspunkt für den Bericht war das fehlende Interesse der Autofahrer am E10, die Strafzahlungen wenn zu wenig E10 getankt wird und die Kosteneinsparung bei Verwendung von E10.
Jetzt wurden 3 Autofahrer, die bisher kein E10 tankten aber ein Auto haben, das E10 verträgt, zu einem 1000km Test eingeladen. Um dann am Ende zu beweisen, wie schädlich oder unschädlich das E10 ist.
Am Ende kam raus, dass der E10 weder das Auto (wenn es dafür freigegeben ist) beschädigt – soweit man das nach 1000km sagen kann, dass spürbar keine Leistungsminderung vorhanden ist, dass kein Mehrverbrauch erkennbar war. Also alles in allem, dass E10 “super” ist und wir es tanken sollen.
Für mich ist das wieder mal ein lächerliches Vorgehen. Ich tanke keinen E10 weil ich den Grund für das ganze E10 – nämlich den “Öko-Gedanken” durch Biosprit – nicht als gegeben sehe. Das ist für mich der entscheidende Grund und ich hoffe damit stehe ich auch weiterhin nicht allein da.
Montag, 14. November 2011
Wird aus E10 bald E0?
Damit stellt alles was man uns bisher über Agrosprit erklärt hat auf dem Prüfstand. Denn wenn man sich die Hintergründe ansieht, dass z.B. Wald zerstört wird, dass die Nahrungsmittelpreise steigen, Monokulturen entstehen, enorme Energiemengen für die Herstellung benötigt werden, … dann ist die Bilanz nicht mehr so CO2-neutral oder klimafreundlich.
Da aber das ganze mit Milliarden Euro subventioniert wird und Bauernverband und Industrie mit Lobbyarbeit versuchen sich den Kuchen zu teilen, wird versucht werden die Realität zu verschleiern. Die Zeche bezahlt wie immer der Verbraucher, egal ober er E10 tankt oder nicht.
Im Interview erklärt der Landwirtschaftsexperte von Greenpeace genaueres und es gibt auch einen Link zum Bericht der EEA.
Interview & Bericht
Freitag, 4. November 2011
Ein neuer Name für den „Super“-E10
Langsam wird das ganze Theater um den so genannten "Bio-Sprit" E10 zu einer dramatischen Komödie.
Dramatisch, weil der Nutzen für die Rettung des Klimas mehr als nur fragwürdig ist. Wie Rettet man das Klima, wenn man Wald-, Acker- und Urwald-Flächen für den Anbau der Energiepflanzen nutzt? Weil der Kraftstoff mit den Nahrungsmittel um Anbaufläche kämpft. Weil der Verbraucher durch die Preiserhöhung beim "normalen" Super die Strafzahlungen für nicht Einhaltung der Quoten beim "Bio-Sprit" selbst bezahlen muss.
Eine Komödie, weil es ein ewiges hin und her ist, wer die Schuld hat, dass den E10 keiner haben will und weil man sich jetzt überleget hat, mit einem neuen Namen für den Sprit nochmal zu starten.
Da bin ich mal gespannt, ob der neue Name und die dazugehörige Werbekampagne so gut sein werden, dass wir alle diesen tollen Sprit tanken wollen.
Donnerstag, 9. Juni 2011
E10 - Umwelt- oder Industrieverträglich?
Die CO2 Reduzierung durch Bio-Sprit ist so minimal, dass durch geringe Maßnahmen z.B. Gewichtsreduzierung, Leistungsreduzierung, Start-Stopp-Systeme deutlich höhere Einsparungen möglich gewesen wären. Aber warum soll die Automobilindustrie Geld in die Hand nehmen, wenn man es auch auf den Verbraucher abwälzen kann.
Doch diesmal ging der Schuss nach hinten los, die Autofahrer verweigern die Nutzung von E10 aus unterschiedlichsten Gründen.
Aus welchem Grund auch immer sich jeder Einzelne gegen E10 ausgesprochen hat, die Verbrennung von Nahrungsmittel zur Fortbewegung ist meiner Meinung nach sowieso ethisch unverantwortlich.
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