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Samstag, 14. September 2019

Österreich wird ein Stück mehr Atomstrom-Frei

Österreich selbst hat nie Atomstrom produziert, doch war der importierte Strom bisher nicht garantiert Atomstrom-Frei. Das hat sich zum 01.01.2013 geändert.

Zukünftig wird jede importierte Kilowattstunde Strom mit einem Herkunftszertifikat belegen, dass sie Atomstrom-Frei ist. Dazu haben sich die österreichischen Energieversorger verpflichteten. Im ersten Schritt greift diese freiwillige Verpflichtung für den an Haushaltskunden gelieferten Strom. Der Strom für Industriekunden wird bis Ende 2015 Atomstrom-Frei. Grund für diese verlängerte Phase sind bestehende Lieferverträge.

Diese Entscheidung ist auch ein Statement zu den geplanten Erweiterungen von Atomkraftwerken in Europa z.B. Tschechien, von wo Österreich bisher Strom importierte.

Freitag, 18. April 2014

Darum muss sich das EEG verändern!

Im Erneuerbare Energien Gesetz wichtige Punkte für die Energiewende festgeschrieben. Doch das Gesetzt wie es heute besteht wird so nicht überleben können.

Das klingt auf den ersten Blick nicht nach einer guten Zukunft für die Energiewende. Doch schaut man sich das EGG und die ursprüngliche Idee dahinter genau an, dann wird es auf Dauer so nicht weiter funktionieren können.

Hier ein Beispiel welches das Problem aufzeigt:
Der Strompreis setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen unter anderem beinhaltet er die EEG Umlage (zur Förderung der Erneuerbaren Energien) und das Netzentgelt (zur Finanzierung der Transportnetze). An diesen beiden Teilbeträgen möchte ich den Grund für notwendige Änderungen aufzeigen.
Angenommen alle Haushalte bis auf einen einzigen hätten eine Photovoltaik- oder Windkraftanlage und würden den erzeugten Strom auch selbst verbrauchen. Dann würde nur noch ein einziger Haushalt den Strom kaufen müssen und die EEG Umlage für alle Stromerzeuger bezahlen. Des Weiteren müsste dieser eine Haushalt auch das gesamte Stromnetz finanzieren.

Dieses Beispiel soll aufzeigen, dass in der Vergangenheit das System zur Strompreisermittlung vielleicht ganz gut war aber in Zukunft wird sich daran was ändern müssen. Die dafür notwendigen Änderungen schafft man sicher nicht mit einer kleine Änderung des EEG sondern aus meiner Sicht muss man das Gesamtsystem betrachten und entsprechende Korrekturen vornehmen.

Montag, 10. Februar 2014

35 Milliarden Euro Subvention für die Atombranche

Eine Schätzung der EU-Kommission kommt für 2011 auf eine Subvention von 35 Milliarden Euro für die Atomkraft und Kritiker halten diese Schätzungen für zu niedrig. Denn die Endlagerung und der Rückbau von Kraftwerke sind kaum zu beziffern.

Dazu kommt noch ein Förderung für fossile Energien wie Kohle mit 26 Milliarden. Die erneuerbaren Energien wurden im selben Zeitraum mit 30 Milliarden unterstützt.

Von der Summe dieser Subventionen, ca. 91 Milliarden Euro entfallen ungefähr 30% auf die erneuerbaren Energien. Das zeigt aus meiner Sicht, dass nicht die erneuerbaren Energien sondern die weiterhin existierenden Förderungen für die anderen der Preistreiber für den Strompreis sind.

Dienstag, 5. November 2013

Das Blackout-Gespenst der Strom-Dinosaurier

Es ist wieder mal soweit, die Gegner der Energiewende treiben das Blackout-Gespenst durchs Land. Als Grund wird diesmal die notwendige Abschaltung von Gas- und Kohlekraftwerken - weil unrentabel angeführt.

Tja, dann sind jetzt mal die Stromkonzerne überrascht, dass die Energiewende auch ohne ihr zutun auf einem guten Weg ist. Diese erzeugen nämlich nur ca. 10% ihres Stroms erneuerbar, der Rest ist Kohle-, Gas- und Atomstrom. Da wir mittlerweile viel Ökostrom haben, sind die Konzerne gezwungen ihre konventionellen Kraftwerke zu drosseln bzw. den Strom für kleines Geld zu verkaufen. Das wird natürlich in den oberen Etagen nicht gerne gesehen, schmälert es doch die Gewinne.

Hätten die Konzerne von Anfang an versucht die Energiewende zu gestalten, dann würde es das Gespenst sicher nicht geben. Bis aber die notwendigen Speichersysteme verfügbar sind und wir zu 100% erneuerbare Energie haben, wird es noch ein bisschen dauern und solange müssen wir wohl mit dem Blackout-Gespenst leben.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Deutschland auch 2012 wieder Strom Export Weltmeister

Wie 2011 so haben wir auch 2012 einen neuen Rekord beim Strom Export geschafft. Unsere europäischen Nachbarn sind nicht sonderlich glücklich. Sie werfen uns vor, durch den Anstieg der erneuerbaren Energien würden wir soviel Strom exportieren und deren Kraftwerke unrentabel machen.

Das der günstigen Export-Strom Auswirkungen auf andere Länder hat, ist keine Frage. Doch schaut man sich die Situation in Deutschland genauer an, kommt man zum Schluss das nicht die erneuerbaren Energien sondern die Kohleverstromung für den enormen Überschuss verantwortlich ist.

Wie kommt das? Im letzten Jahr ging trotz weiterem Ausbau der erneuerbaren, die Jahresleistung wegen des geringeren Windangebotes leicht zurück. Strom aus Erdgas hat einen deutlichen Einbruch erlitten und die Menge an Atomstrom blieb fast gleich. Nur die Stromerzeugung aus Stein- und Braunkohle ist drastisch angestiegen.

Grund für den drastischen Anstieg sind die konkurrenzlos billigen Zertifikate aus dem europäischen Emissionshandel. Diese Zertifikate sollten eigentlich dazu beitragen die CO2 Emissionen zu reduzieren, weil für jede Tonne bezahlt werden muss und es nur eine gewisse Menge an Zertifikaten gibt. Doch die EU-Kommission hat dafür gesorgt, dass dieses System am Boden liegt und die Strompreise kaputt macht.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Eigenverbrauch von Solarenergie steigert die Effektivität und fördert die Energiewende.



Es ist schön zu sehen, dass die Bürger in Deutschland die Energiewende fest in der Hand haben. So wird ein Großteil der erneuerbaren Energie heute schon durch private Anlagen erzeugt.

Durch die sinkende Förderung und die steigenden Strompreise wird es immer wirtschaftlicher den erzeugten Strom selbst zu verbrauchen. Daraus ergeben sich aber noch weitere Vorteile wie z.B. dass der Strom nicht weit transportiert werden muss und so die Transportnetze entlastet. Desweitern steigert der Eigenverbrauch das Bewusstsein für den eignen Stromverbrauch.

Aktuell steigt auch das Interesse von privaten Erzeugern an Speicherlösungen um den selbst erzeugten Strom auch in Zeiten ohne Sonne nutzen zu können. Leider gibt es heute noch recht wenige preislich attraktive Speichermöglichkeiten aber eine positive Entwicklung zeichnet sich meiner Meinung nach bereits ab.

Diese Punkte sind es, die helfen die Energiewende voran zu bringen. Wir nutzen den Strom da, wo er erzeugt wird. Wir versuchen den Stromverbrauch zu optimieren und wenn wir noch intelligente Speicherlösungen haben, kann durch die Nutzung der selbst erzeugten Energie die Effektivität deutlich erhöht werden.

Samstag, 14. September 2013

Warum steigt der Strompreis wirklich an?

Die Antwort scheint einfach, es ist die Förderung der Erneuerbaren Energien. Zumindest will man uns das so einreden.

Fakt ist, dass Betreiber von Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien (Wind, Solar, Biogas) langfristige Förderungen bekommen. Was aus meiner Sicht weder ungewöhnlich noch falsch ist. Denn um etwas zu verändern, müssen Anreize geschaffen werden und Investitionen müssen kalkulierbar sein.

Das ist ja nichts neues, bei einem Atomkraftwerk subventioniert der Staat die Forschung, den Bau und das Endlagerthema bleibt komplett bei ihm hängen. Der Unterschied ist, dass diese Subventionen nicht über eine Umlage auf den Strompreis sichtbar werden sondern sie kommen aus anderen Steuereinnahmen.

Zwei Schritte wären aus meiner Sicht gut gewesen:
1) jeder Förderung wird entweder ausgewiesen oder nicht – also eine Umlage auf den Strompreis für Gas, Kohle, Atom, Sonne, Wind, …
2) man hätte einen Topf für die Förderung aufstellen sollen, aus dem alle Geld erhalten und wenn wir mehr für Erneuerbare benötigen, dann bekommen die konventionellen eben weniger.

Damit wären Anreize auch für die Großkonzerne vorhanden umzusteigen und der Gesamtbetrag der auf die Bürger umgelegt wird würde gleich bleiben. Es ist aus meiner Sicht auch untragbar, wenn wir immer nur Fördern – man muss Fördern aber dafür auch an anderer Stelle reduzieren. Da wir die konventionellen Kraftwerke reduzieren wollen, wäre das genau die richtige Stelle zum reduzieren.

Da sind wir wieder beim Problem, es ist zwingend ein Umdenken notwendig, auch in der Politik. Statt nur an den Problemen rum zu doktern wäre es entscheidend wirklich zukunftsfähige Lösungen möglichst schnell auf den Weg zu bringen.

Dienstag, 3. September 2013

Die Straße als Stromlieferant, wie aus Visionen erste reale Schritte werden

Auf den ersten Blick scheinen diese Visionen ein bisschen abgedreht doch wenn man die Flächen von Straßen nutzen könnte, wären das enorme Kapazitäten.

Verschiedenste Ideen werden weltweit zu diesem Thema erforscht.
So gibt es in USA den Versuch einen Parkplatz statt mit einer Asphaltschicht mit Solarmodulen zu bestücken. Die spezielle Oberfläche soll genügend Haftung auch bei Regen besitzen. Weitere Vorteile dieser Lösung: beheizbare Straßen könnten möglich werden oder durch integrierte LED's könnten Warnhinweise auf der Straße eingeblendet werden.

Ein weiteres Projekt ist die Verwendung von Piezogeneratoren, dazu werden unter dem Asphalt Piezokristalle eingebracht. Diese erzeugen durch das Gewicht der darüber fahrenden Autos elektrische Energie. Eine Teststrecke mit dieser Technik wurde 2010 bereits aufgebaut.

Ein bereits laufendes Projekt gibt es in Frankreich. Dazu wurden an der Autobahn Windräder aufgebaut, die den Fahrtwind vorbeifahrender LKW's zur Energiegewinnung nutzen.

Ich finde diese Visionen/Ideen sehr interessant, auch wenn der Durchbruch jeder einzelnen fragwürdig ist aber es wird versucht vorhandene Strukturen und Energien zu nutzen. Das ist für mich einer der Wichtigsten Punkte bei der Energiewende.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Immer mehr Menschen nehmen die Energiewende selbst in die Hand

In Deutschland nutzen ca. 8,5 Millionen Bürger heute schon Solarenergie um Wärme oder Strom zu erzeugen. Das vermeidet CO2, spart Kosten und macht unabhängiger von den Versorgern.

Der Bundesverband der Solarwirtschaft hat diese Zahlen kürzlich veröffentlicht. Danach werden im Jahr 2013 rund 24 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermieden und die Zahl der Solaranlagen wächst weiter.

Bei der Warmwassererzeugung durch Solarenergie ist die Speicherung im Warmwasserboiler bzw. einem zusätzlichen Pufferspeicher heute schon gang und gebe. Eine Herausforderung der nächsten Zeit wird noch die Speicherung von Strom. Wenn wir hier gute Lösungen haben, dann kann man den selbst erzeugten Strom zwischenspeichern und sich noch unabhängiger machen.

Meiner Meinung nach sollte die Erzeugung von Wärme und Strom möglichst direkt beim Verbraucher erzeugt werden. Das entlastet die Stromnetze und reduziert die Kosten für den Netzausbau.

Ich kann den Schritt in Richtung Selbstversorger nur jedem empfehlen, der die Möglichkeit dazu hat. Über unseren Weg in diese Richtung habe ich ja schon hier im Blog geschrieben.

Weiter Blogartikel:Meine kleine Energiewende – Teil 1
Meine kleine Energiewende – Teil 2
Meine kleine Energiewende – Teil 3
Meine kleine Energiewende – Teil 4
Meine kleine Energiewende – Teil 5

Donnerstag, 9. Mai 2013

Atomstrom gut, weil billig – Ökostrom schlecht, weil teuer?!?!?

In letzter Zeit häufen sich wieder die Diskussionen über den Strompreistreiber Ökostrom, dass man eine Strompreisbremse benötigt und so weiter.

Doch ich frage mal, wo ist die Diskussion über den Atomstrom? Vor allem wo es jetzt wieder mal um die beliebte Endlager Suche geht. Wer bezahlte denn die Erkundungen der Vergangenheit? Wer bezahlt die Erkundungen in der Zukunft? Wer bezahlt um die Atommüllfässer aus dem überschwemmten Stollen der Asse zu bergen? ....

Wenn man sich das ganze System ernsthaft ansieht, dann scheinen diese Kosten einfach nur unsichtbar, weil sie direkt von unseren Steuern bezahlt werden. Diese Kosten tauchen nie auf der Stromrechnung auf.

Die Süddeutsche Zeitung hat in einem Artikel 2012 diese Thema aufgegriffen und mit vielen Fakten hinterlegt. Einfach mal lesen und wirken lassen.
"Erschreckend, wie viele Leute glauben, dass Atomstrom billig ist"

Mittwoch, 24. April 2013

Meine kleine Energiewende – Teil 5

Als aktuell letzten Schritt, haben wir uns für eine Photovoltaik Anlage mit Eigenverbrauch entschieden.

Seit Anfang dieses Jahres haben wir eine kleine PV Anlage auf dem Dach. Der erzeugte Strom wird erst mal für den eigenen Bedarf verwendet und was die Anlage zu viel produziert, wird ins Stromnetz eingespeist.

Die entscheidenden Punkte für die PV Anlage waren die Reduzierung der Abhängigkeit von den großen Konzernen, die Nutzung des selbst erzeugten Ökostroms für den Eigenbedarf, dass der restliche Strom als "echter" Ökostrom ins Netz gespeist wird und dass wir damit das von der Sonne zur Verfügung gestellt Potential wieder ein bisschen mehr genutzt wird.

Das Ganze hat natürlich Auswirkungen auf das tägliche Leben, so wird die Spül- oder Waschmaschine jetzt wenn möglich tagsüber bei Sonnenschein eingeschalten und da gibt es noch viele kleine Beispiele, mit denen wir versuchen den eigen erzeugten Strom möglichst effektiv zu nutzen. Das schont den Geldbeutel und hält die Transportwege kurz also kurz gesagt so effektiv als möglich.

Das war erst mal der letzte Teil meiner kleinen Energiewende Story. Kommentare, Ergänzungen, eigen Erfahrungen, Tipps und alles weitere sind gerne gesehen.

Donnerstag, 18. April 2013

Meine kleine Energiewende – Teil 3

Aus meiner kleinen Energiewende wurde unsere kleine Energiewende.

Da mich dieses Thema sehr viel beschäftigt hat und auch weiter beschäftigen wird, mussten natürlich mein Umfeld da ein bisschen mit "leiden". Doch genau das hat aus meiner kleinen Energiewende unsere kleine Energiewende gemacht.

So haben sich zwei Freundinnen dafür entschieden, zu einem "echten" Ökostromanbieter zu wechseln. Für beide ergab sich  durch den Wechsel vom Grundversorger zum Ökostromanbieter sogar eine kleine Einsparung. Im zweiten Fall konnte durch die Optimierungsmaßnahmen eine Reduzierung des Stromverbrauches um 50% erreicht werden. Was sich am Ende natürlich viel deutlicher auf die Kosten ausgewirkt hat als die vorherige Berechnung.

Mit mir sind das dann drei erfolgreiche Beispiele für einen Schritt in die richtige Richtung zu einer sauberen Zukunft.

Wer Interesse hat aber noch mehr Infos haben möchte, kann gerne hier im Blog einen Kommentar hinterlassen oder einfach eine Email schreiben.

Montag, 15. April 2013

Meine kleine Energiewende – Teil 2

Den Stromverbrauch zu reduzieren ist etwas das Zeit braucht. Es macht es keinen Sinn wahllos alle Elektrogeräte oder Lampen auszutauschen sondern ein logisches Vorgehen sollte man hier an den Tag legen.

Was man aber jederzeit und mit wenig Aufwand machen kann, ist der Wechsel zu einem "echten" Ökostromanbieter. Das geht schnell, ohne viel Aufwand, setzt ein Zeichen und fördert den Ausbau erneuerbarer Energien und nicht die Atom-Konzerne.

Wichtig aus meiner Sicht, dass es sich um "echten" Ökostrom handelt. Was ist "echter" Ökostrom?

Bei den großen Konzernen gibt es mittlerweile auch Ökostromtarife. Doch dieser Strom kommt meist aus bereits bestehenden Wasserkraftwerken. Das bedeutet, dieser Strom ist heute schon im Netz und wird im "normalen" Stromtarif verkauft. Jetzt löst man diesen Wasserstrom aus dem Normaltarif und verkauft ihn teurer als Ökostrom.

Was haben wir damit gewonnen? Nix!

Ein "echter" Ökostromanbieter hat im Preis eine Neuanlagenförderung enthalten oder verpflichtet sich den Strom aus neuen Anlagen zu liefern d.h. der Ökostrom im Netz wird mehr.


Weitere Artikel:
Atomausstieg einfach selber machen

Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom – die zweite
Atomausstieg einfach selber machen - die dritte
Der Stromsee oder kommt aus der Steckdose „grüner Strom“
Die Energiewende hat begonnen aber Ökostrom nicht gleich Ökostrom
Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom
Atomkraft nein Danke - heute noch auf Ökostrom umsteigen
Etikettenschwindel beim Ökostrom
Ökostrom muss nicht teuer sein

Wieder ein Rekordwert beim Strom-Export


Könnt ihr euch noch an die Horrorszenarien erinnern, die uns zu Beginn des Atomausstiegs aufgezeigt wurden und was ist seit dem eingetroffen?

Kein Blackout, keine Stromlücke, kein gar nichts bis jetzt und der letzte Winter war lang und grau. Also eigentlich genau der richtige Kandidat für die Szenarien doch nichts geschehen.

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sprechen sogar eine ganz andere Sprache. Deutschland hat 2012 viel mehr Strom exportiert als importiert. Das beutet, wir könnten unseren eigenen Strombedarf decken. Die Schwierigkeit heute ist noch die Speicherung des Stroms, dafür müssen wir noch die ein oder andere effektive Lösung finden.

Die Zahlen sagen sogar noch deutlicher wo wir stehen, denn wir hatten 2012 fast vier Mal so viel Überschuss als 2011. Wir haben fast 23 TWh (Terrawatt Stunden) mehr exportiert als importiert. Wenn man das mal umrechnet, dann sind das 23.000.000 MWh (Megawatt Stunden). Ein vier Personenhaushalt verbraucht im Durchschnitt ca. 5 MWh (sind 5000 kWh) pro Jahr, jetzt könnt ihr selbst ein Bild machen welchen Überschuss wir letztes Jahr erzeugt haben.

Weitere Artikel:
Die Stromlücke des Stromexport-Weltmeisters Deutschland?!?!

Es bleibt dabei, Deutschland ist weiter Strom-Exporteur
Weit und breit keine Stromlücke in Sicht

Sonntag, 31. März 2013

Windräder und Photovoltaikanlagen verschandeln die Umwelt?

Immer wieder lese oder höre ich Aussagen, dass Windräder und Photovoltaikanlagen die Umwelt bzw. die Aussicht verschandeln. Ich kann es nicht mehr hören und deshalb will ich dazu jetzt mal Stellung beziehen.

Liebe Leute, ist denn ein Atom-, Kohle- oder Gaskraftwerk schöner bzw. verschandelt das die Umwelt weniger?

Ich gebe zu, die meisten sehen sie vielleicht seltener aber deshalb sind sie auch da. Ist es nicht so, dass diese Kraftwerke zwar nicht die Umwelt verschandeln aber sie dafür bedrohen? Nicht nur mit Abgasen oder dem Atommüll, für den es keine 100% Lösung geben wird. Auch mit der Gewinnung der notwendigen Rohstoffe z.B. Abbau von Kohle egal wo auf der Welt, die Förderung von Gas (vielleicht bald mit Fracking) oder die Förderung von Uran unter teilweise Menschen unwürdigen Bedingungen.

Also wenn ich das mal so zusammen denke, dann sind Windräder im Landschaftsbild oder Photovoltaikanlagen im Stadtbild das kleinere Übel für uns alle.

Weitere Artikel:
"Fracking" die neue Gefahr bei der Energiegewinnung

Freitag, 8. März 2013

Lokale statt zentrale Energieerzeugung?

Ist die zentrale Energieerzeugung durch große Unternehmen ein Auslaufmodell und müssen wir beginnen lokaler zu denken?

In der Vergangenheit wurden die Kraftwerke da gebaut, wo die Energie benötigt wurden. Mit den Erneuerbaren Energien muss das jetzt angeblich anders sein. Windenergie muss im Norden und Sonnenenergie im Süden Deutschlands erzeugt werden. Damit alle dann Strom haben, müssen wir dicke Stromleitungen von Nord nach Süd bauen.

Nehmen wir einen Windpark in der Nordsee. Der liefert vermutlich mehr Strom als die selbe Zahl Windräder in Bayern. Rechnet man aber die Mehrkosten für den Bau der Windräder im Meer statt an Land und die Kosten für die zusätzlichen Stromleitungen von Nord nach Süd, könnte es doch effektiver sein die Windräder im Süden zu bauen.

Würden wir die Energieerzeugung über Deutschland verteilt lokalisieren, dann könnten möglicherweise die Kosten für die Energiewende geringer sein und die Bürger leichter einbezogen werden.

Mittwoch, 27. Februar 2013

Sparen durch die Energiewende

Momentan hört man es wieder aus allen Ecken, die Energiewende treibt den Strompreis in die Höhe.

Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) kommt in einer aktuellen Studie zu dem Ergebnis, dass langfristig die heimischen Erneuerbaren Energien billiger sein werden als die fossilen Energien. Hauptsächlich trägt dazu die Ersparnis aus den fehlenden Brennstoffkosten bei.

Je schneller wir eine 100-Prozentige Versorgung mit Erneuerbaren Energien erreicht haben, desto früher beginnt der Effekt der reduzierten Brennstoffkosten zu wirken.

Mittwoch, 30. Januar 2013

Umlage für Kohle- und Atomstrom deutlich höher als für die Erneuerbaren Energien

Immer wieder kommt es zu der Aussage, dass die Energiewende schuld an den hohen Strompreisen ist. Denn die EEG Umlage kommt direkt auf den Strompreis, Stand heute sind das 5,3 Cent je Kilowattstunde.
Da es direkt auf den Strompreis gerechnet wird und jeder Abnehmer durch die jährliche Rechnung sieht wie es mehr wird, schürt das Unmut gegen die Energiewende.
Im Gegensatz dazu die Umlagen für Kohle- und Atomstrom, die nicht auf der Stromrechnung erscheinen sondern über Steuern auf alle Bürger umgelegt werden.
Nach einer Studie des Forums Ökologische-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) aus dem letzten Jahr, kommt man auf 10,2 Cent je Kilowattstunde für Kohle- und Atomstrom, wenn man alle bisher angefallenen Kosten summiert.
Damit liegt die Umlage für Erneuerbare Energien heute bei 50% verglichen mit der Umlage für Kohle- und Atomstrom.

Dienstag, 8. Januar 2013

Energiewende = Stromüberschuss?!

Was hat man uns nicht alles erzählt von Blackouts, Stromengpässen, wir sitzen im Dunkeln und vieles mehr. Doch bis jetzt hat sich noch keine dieser Prophezeiungen bewahrheitet – glücklicherweise. Trotzdem bringt uns die Energiewende in Schwierigkeiten und zwar wegen zu viel Strom.

Über die Weihnachtsfeiertage hatten wir sogar so viel Strom, dass wir ihn zu Spottpreisen ins Ausland verkaufen mussten. Grund für diesen Stromüberschuss waren die warmen Tage, dass wir ordentlich Wind hatten und die Atom- und Kohlekraftwerke auch noch liefen. Ich als "Normalo" würde mir den Wetterbericht ansehen und dann versucht die Leistung der Kohlekraftwerke zu reduzierten. Scheinbar denke ich aber zu "normalo" denn wenn ich so was machen würde, müsste ich es ja auch bezahlen. Die Netzbetreiber machen es sich da einfach, sie verballern unseren Strom einfach zu Schleuderpreisen ins Ausland und wir bekommen es dann wieder auf den Strompreis oben drauf.

Donnerstag, 31. Mai 2012

Ökostrom muss nicht teuer sein

Viele glauben, dass ein Wechsel zu einem Ökostromanbieter viel teurer ist, als der "normale" Strom.

 

An mehreren Beispielen in meinem privaten Umfeld, hat sich mittlerweile gezeigt, dass sich die Mehrkosten in einem Bereich von unter 5€ pro Jahr bewegen. Wenn der Anbieter zudem noch einen Wechselbonus oder ein "Kunden werben Kunden" Programm hat, dann kommt am Ende sogar ein Plus dabei raus.

 

Der Aufwand für eine Wechsel liegt bei ca. 1 – 2 Stunden incl. einer Berechnung der zukünftigen Kosten.

Wenn man das alles zusammen nimmt, dann kann ich jedem nur empfehlen, sich das einmal auszurechnen und dann zu entscheiden, ob sich ein Wechsel lohnt.

 

Hier gibt's mehr Infos:
Atomaussieg selber machen