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Dienstag, 7. Februar 2012

Gute Nachrichten, CO2-Endlagerung vom Tisch

Es gibt wieder mal was positives zu vermelden. Dank der Bürgerproteste hat Vattenfall angekündigt die Pläne zur CO2-Endlagerung fallen zu lassen. Ebenso soll das geplante CCS-Demokraftwerk nicht gebaut werden.

Vattenfall hat versucht die CCS Technologie zu nutzen, um weiterhin Braunkohle zu verstromen und den CO2-Ausstoß mit Hilfe der "Alibi-Lösung" CCS zu reduzieren.
Da Kohlestrom bei Vattenfall das Kerngeschäft ist, ist die Abkehr von CCS ein positives Signal für die Energiewende. Denn nur wird sich auch hier das Kerngeschäft in Richtung der Erneuerbaren Energien entwickeln müssen.

Weiter Artikel zu diesem Thema:
CCS-Gesetz vom Bundesrat gekippt
CO2-Verpressung ist keine Lösung – die zweite
CO2-Verpressung ist keine Lösung
Muss die Lösung immer wieder Endlagerung heißen?
Die Konzerne nutzen die Energiewende für die nächste Endlagerproblematik

Donnerstag, 17. November 2011

CCS-Gesetz vom Bundesrat gekippt

Ende September stand das Gesetz zur unterirdischen Speicherung von CO2 im Bundesrat zur Abstimmung und wurde gekippt.

Ziel war es in Deutschland die Möglichkeit zu schaffen, dass CO2 unterirdisch gespeichert werden kann. Diese CO2 sollte aus den Abgasen von Kohlekraftwerken abgeleitet werden um eine CO2 Reduktion zu erreichen.

Was mehr als nur schwachsinnig ist, denn Reduktion heißt etwas zu reduzieren und nicht es wo anders hin zu bringen. Das ist in unserer Zeit ein oft genutztes System - das uns aber am Ende nicht wirklich weiter bringt. Denn wenn ich in einem geschlossenen System etwas auslagere, dann ist es weiter im System und irgendwann taucht es wieder auf.

Zusätzlich ist enorm viel Energie nötig, um das CO2 vom Abgas abzuscheiden, für den Transport und es dann im Boden zu verpressen.
Was dem ganzen aber noch die Krone aufsetzt, die Risiken dieser Technologie sind heute keineswegs abschätzbar und keine Versicherung dieser Welt würde so eine Lagerstätte versichern. 
Vor allem müsste das CO2 dort für immer gespeichert bleiben und wie wir in jüngster Vergangenheit gelernt haben, ist das mit dem immer unter der Erde lagern nicht ganz so sicher.

Weitere Artikel:
CO2 Verpressung ist keine Lösung
CO2-Verpressung ist keine Lösung – die zweite
Muss die Lösung immer wieder Endlagerung heißen?

Freitag, 8. April 2011

Muss die Lösung immer wieder Endlagerung heißen?

Das ist nichts Neues im Kontext der Atomenergie und wer schon ein bisschen in meinem Blog gelesen hat, der ist schon über das Thema CO2 Verpressung gestoßen.
Dabei geht es um die Endlagerung von CO2, das bei der Stromerzeugung in Kohlekraftwerken entsteht.

Die Parallelen sind traurig:
wir lagern, was wir nicht brauchen können
wir lagern das für "immer" (das ist nur eine Phrase)
wir wissen aber nicht wie lange es überhaupt realistisch möglich ist
wir hoffen das es dann weg ist (aus den Augen, aus dem Sinn?!?!)

Viele Gemeinsamkeiten! Machen das aber nicht sicherer bzw. verlässlicher.
Also lieber weg von den fossilen und hin zur erneuerbaren Energie.

Montag, 30. August 2010

CO2-Verpressung ist keine Lösung – die zweite

Wieder mal ein Update zum Thema Verpressung von CO2 aus Kohlekraftwerken.

Die heutigen Erfahrungen mit CO2 Verpressung beruhen lediglich auf einer Dauer von einigen Jahren, nicht aber wie sieht das in einem Zeitraum von 10.000 Jahren aus. Aber das ist es doch, was wir erreichen müssen.
Für mich sieht das ein bisschen so aus, als würden wir uns hier wieder ein „Endlagerungsproblem“ wie bei der Atomenergie schaffen.

Hier mal einige Gedanken zu den Risiken, die wir bei dieser Technologie vor uns haben:
  • wenn das CO2 freigesetzt wird z.B. durch ein Erdbeben dann entsteht dort eine „Todeszone“. CO2 ist schwerer als Luft und würde alle Menschen und Tiere töten.
  • es gibt keine Erfahrungen welche Auswirkungen das auf den Untergrund hat z:B. auf das Grundwasser
  • das CO2 würde langsam über Jahre wieder freigesetzt ca. 10% pro Jahr
  • die Kosten für die Verpressung sind enorm (600 – 700€ pro Tonne CO2)
  • wie wird das CO2 transportiert? Mit LKWs entsteht zusätzliches CO2 und eine erhöhte Gefahr für Unfälle
Das ist doch keine Zukunftstechnologie!!!
Aus meiner Sicht brauchen wir weitere Alternativen und wir müssen die heutigen alternativen Energiequellen effizienter und mehr nutzten.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Fördergelder für Kohle 7-mal höher als bekannt

Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) erstellte im Auftrag von Greenpeace eine Studie über die Förderung von Kohle. Ziel der Studie war es die direkten und indirekten Fördermittel darzustellen.

Hier einige Beispiele für die indirekte Förderung:
  1. Steuervergünstigungen bei der Energiesteuer
  2. die kostenlose Zuteilung von CO2-Zertifikaten
  3. Absatzhilfen für heimische Steinkohle
  4. Forschung im Bereich Kraftwerkstechnik und CO2-Abscheidung in Kohlekraftwerken
  5. Befreiung von Förderabgaben und Wasserentnahmeentgelten auf Landesebene
Da diese indirekten Förderungen gesetzlich nicht unter den Begriff Subventionen fallen wir als offizielle Förderung 1,9 Milliarden Euro angegeben. Bezieht man auch die indirekten Förderungen mit ein, handelt es sich um 12,8 Milliarden Euro.

Aus meiner Sicht ein weiterer Grund der für einen Wechsel spricht.

Mittwoch, 23. Juni 2010

CO2-Verpressung ist keine Lösung

Was ist CO2-Verpressung auch CCS genannt?
Aus den bei der Energieerzeugung (vor allem in Kohlekraftwerken) entstehenden Abgasen, wird das CO2 herausgefiltert und komprimiert unter die Erde (in poröse Gesteinsschichten) verpresst.

Klingt erstmal nicht schlecht. Doch leider ist das keine Lösung sondern maximal eine Verschiebung des Problems.
  1. Die Verpressung von CO2 ist bis heute nur in kleinen Versuchsanlagen getestet.
  2. Nach den Erkenntnissen aus den Versuchen ist der Energiebedarf für das Filtern und Verpressen enorm und reduziert den Wirkungsgrad von Kraftwerken erheblich, so dass mehr Kohle verfeuert werden muss um dieselbe Strommenge zu erzeugen.
  3. Es gibt keine gesicherten Langzeitaussagen über die Lagerung.
  4. Die Konzerne sind nicht bereit, finanzielle Risiken für mögliche Lecks zu übernehmen.
Schaffen wir uns damit ein zweites Endlagerproblem??