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Samstag, 14. September 2019

Österreich wird ein Stück mehr Atomstrom-Frei

Österreich selbst hat nie Atomstrom produziert, doch war der importierte Strom bisher nicht garantiert Atomstrom-Frei. Das hat sich zum 01.01.2013 geändert.

Zukünftig wird jede importierte Kilowattstunde Strom mit einem Herkunftszertifikat belegen, dass sie Atomstrom-Frei ist. Dazu haben sich die österreichischen Energieversorger verpflichteten. Im ersten Schritt greift diese freiwillige Verpflichtung für den an Haushaltskunden gelieferten Strom. Der Strom für Industriekunden wird bis Ende 2015 Atomstrom-Frei. Grund für diese verlängerte Phase sind bestehende Lieferverträge.

Diese Entscheidung ist auch ein Statement zu den geplanten Erweiterungen von Atomkraftwerken in Europa z.B. Tschechien, von wo Österreich bisher Strom importierte.

Dienstag, 5. November 2013

Das Blackout-Gespenst der Strom-Dinosaurier

Es ist wieder mal soweit, die Gegner der Energiewende treiben das Blackout-Gespenst durchs Land. Als Grund wird diesmal die notwendige Abschaltung von Gas- und Kohlekraftwerken - weil unrentabel angeführt.

Tja, dann sind jetzt mal die Stromkonzerne überrascht, dass die Energiewende auch ohne ihr zutun auf einem guten Weg ist. Diese erzeugen nämlich nur ca. 10% ihres Stroms erneuerbar, der Rest ist Kohle-, Gas- und Atomstrom. Da wir mittlerweile viel Ökostrom haben, sind die Konzerne gezwungen ihre konventionellen Kraftwerke zu drosseln bzw. den Strom für kleines Geld zu verkaufen. Das wird natürlich in den oberen Etagen nicht gerne gesehen, schmälert es doch die Gewinne.

Hätten die Konzerne von Anfang an versucht die Energiewende zu gestalten, dann würde es das Gespenst sicher nicht geben. Bis aber die notwendigen Speichersysteme verfügbar sind und wir zu 100% erneuerbare Energie haben, wird es noch ein bisschen dauern und solange müssen wir wohl mit dem Blackout-Gespenst leben.

Montag, 9. September 2013

Fukushima, unter Kontrolle sieht für mich anders aus!

Nachdem es die letzte Zeit um das havarierte Atomkraftwerk in Fukushima wieder etwas ruhiger war, kommt jetzt wieder eine Hiobsbotschaft.

In Fukushima gibt es neue Lecks, es tritt radioaktiv verseuchtes Wasser aus. Die Messwerte sind um das 18-fache höher als bisher gemeldet. Grund für den dramatischen Anstieg, man hat die Werte mit anderen Messgeräten nachgeprüft. Die jetzt gemessenen 1800 Millisievert pro Stunde gelten über die Dauer von 4 Stunden für einen Menschen als tödlich.

Würde die Geschichte in einem Hollywood Blockbuster erzählt, dann würde man das als übertrieben abtun.

Wenn ich mir vorstelle, was da in einem hoch technisierten Land wie Japan abläuft, dann bekomme ich Angst wenn manch anderes Land ein Atomkraftwerk hat oder eines will.

Das was wir als Verbraucher in Deutschland tun können, ist zum einen dafür zu sorgen, dass unsere Atomkraftwerke überflüssig werden indem wir auf Ökostrom umsteigen. Zum zweiten können wir Banken meiden, die unser erspartes in ausländische Kraftwerksprojekte investieren.

Weitere Infos:
http://www.atomausstieg-selber-machen.de/

Samstag, 15. Juni 2013

Das Erbe der Atomlobby

Heute möchte ich euch mal eine kurze Info-Sammlung zu aktuellen Themen rund um die Atomkraft geben.

Sellafield (UK): ein Nuklearkomplex bestehend aus Brennelementefabrik, Kernreaktoren, Wiederaufarbeitungsanlagen und einem 1957 bei einem Feuer beschädigten Plutoniumbrüters. Die angefallenen Abfälle lagern in undichten Tanks und müssen mit der Ruine des Plutoniumbrüters entsorgt werden. Das soll bis 2120 ca. 78 Milliarden Euro kosten.

Hanford (USA): sechs Atommülltanks der ehemaligen Plutoniumfabrik sind undicht und es tritt nuklearer Abfall aus.

Fukushima (JP): immer wieder gibt es Zwischenfälle auf dem Gelände des ehemaligen Reaktors z.B. radioaktiv belastetes Wasser tritt aus undichten Tanks aus

Vielleicht ein Anreiz für den einen oder anderen zu einem echten Ökostromanbieter zu wechseln und der Atomlobby die Macht zu nehmen.

Weitere Infos:Atomausstieg selber machen!

Donnerstag, 9. Mai 2013

Atomstrom gut, weil billig – Ökostrom schlecht, weil teuer?!?!?

In letzter Zeit häufen sich wieder die Diskussionen über den Strompreistreiber Ökostrom, dass man eine Strompreisbremse benötigt und so weiter.

Doch ich frage mal, wo ist die Diskussion über den Atomstrom? Vor allem wo es jetzt wieder mal um die beliebte Endlager Suche geht. Wer bezahlte denn die Erkundungen der Vergangenheit? Wer bezahlt die Erkundungen in der Zukunft? Wer bezahlt um die Atommüllfässer aus dem überschwemmten Stollen der Asse zu bergen? ....

Wenn man sich das ganze System ernsthaft ansieht, dann scheinen diese Kosten einfach nur unsichtbar, weil sie direkt von unseren Steuern bezahlt werden. Diese Kosten tauchen nie auf der Stromrechnung auf.

Die Süddeutsche Zeitung hat in einem Artikel 2012 diese Thema aufgegriffen und mit vielen Fakten hinterlegt. Einfach mal lesen und wirken lassen.
"Erschreckend, wie viele Leute glauben, dass Atomstrom billig ist"

Mittwoch, 30. Januar 2013

Umlage für Kohle- und Atomstrom deutlich höher als für die Erneuerbaren Energien

Immer wieder kommt es zu der Aussage, dass die Energiewende schuld an den hohen Strompreisen ist. Denn die EEG Umlage kommt direkt auf den Strompreis, Stand heute sind das 5,3 Cent je Kilowattstunde.
Da es direkt auf den Strompreis gerechnet wird und jeder Abnehmer durch die jährliche Rechnung sieht wie es mehr wird, schürt das Unmut gegen die Energiewende.
Im Gegensatz dazu die Umlagen für Kohle- und Atomstrom, die nicht auf der Stromrechnung erscheinen sondern über Steuern auf alle Bürger umgelegt werden.
Nach einer Studie des Forums Ökologische-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) aus dem letzten Jahr, kommt man auf 10,2 Cent je Kilowattstunde für Kohle- und Atomstrom, wenn man alle bisher angefallenen Kosten summiert.
Damit liegt die Umlage für Erneuerbare Energien heute bei 50% verglichen mit der Umlage für Kohle- und Atomstrom.

Dienstag, 8. Januar 2013

Energiewende = Stromüberschuss?!

Was hat man uns nicht alles erzählt von Blackouts, Stromengpässen, wir sitzen im Dunkeln und vieles mehr. Doch bis jetzt hat sich noch keine dieser Prophezeiungen bewahrheitet – glücklicherweise. Trotzdem bringt uns die Energiewende in Schwierigkeiten und zwar wegen zu viel Strom.

Über die Weihnachtsfeiertage hatten wir sogar so viel Strom, dass wir ihn zu Spottpreisen ins Ausland verkaufen mussten. Grund für diesen Stromüberschuss waren die warmen Tage, dass wir ordentlich Wind hatten und die Atom- und Kohlekraftwerke auch noch liefen. Ich als "Normalo" würde mir den Wetterbericht ansehen und dann versucht die Leistung der Kohlekraftwerke zu reduzierten. Scheinbar denke ich aber zu "normalo" denn wenn ich so was machen würde, müsste ich es ja auch bezahlen. Die Netzbetreiber machen es sich da einfach, sie verballern unseren Strom einfach zu Schleuderpreisen ins Ausland und wir bekommen es dann wieder auf den Strompreis oben drauf.

Mittwoch, 29. Februar 2012

Wieder mal ein ungefährlicher Zwischenfall in einem Atomkraftwerk

Im US-Bundesstaat Illinois musste Ende Januar ein Atomkraftwerk nach einem Zwischenfall heruntergefahren werden. Ein Stromausfall machte es nötig, dass das Kraftwerk mit Notstromgeneratoren versorgt und dann heruntergefahren werden musste. Zudem musste zur Sicherheit Dampf mit radioaktivem Tritium abgelassen werden.

Der Betreiber erklärte, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung der Bevölkerung und der Arbeiter des Kraftwerkes bestanden habe. Notstrom und Dampf ablassen klingt für mich nicht nach einem "normalen" Betrieb und wenn wir uns an Fukushima erinnern, so begann alles auch mit einem Stromausfall.

Wollen wir die Atomkraft wirklich? Wollen wir uns wirklich von derartigen Betreiberaussagen beruhigen lassen?
Es gibt einen Weg aus dem "Atomzeitalter", der wird nicht leicht und vermutlich bekommen wir den auch nicht geschenkt aber so weiter machen, wird auch weder billig noch problemlos sein.
Jeder von uns kann mithelfen, den Schritt in ein erneuerbares-Zeitalter zu machen. Ich versuche immer wieder Tipps und Ideen an zu bieten, für weiter Tipps, Ideen und Vorschläge bin ich jederzeit offen.

Montag, 20. Februar 2012

Zehn Meter Mauern sollen den Atommüll schützen

In Bayern versucht man die Atommüll-Zwischenlager bei den Kernkraftwerken Gundremmingen und Isar 2 zu sichern. Laut Medienberichten soll das durch zehn Meter hohe Mauern geschehen.

Die Anweisung für diese Maßnahme kommt wohl vom Bundesamt für Strahlenschutz und soll die Atommülllager vor terroristischen Angriffen schützen.

Das ganze klingt auf den ersten Blick mal nicht falsch. Doch ob ein Angriff sich nur auf die Zwischenlager konzentriert, wenn nebenan ein voll bestückter Reaktor steht?
Wieder mal schaffen wir hier eine Bastellösungen statt einer sauberen Sache und sicherer fühle ich mich dadurch nicht.

Donnerstag, 16. Februar 2012

Der Atommüll bedroht unser Leben

Das marode Atommülllager Asse bedroht unser Leben und es scheint wieder mal nur in Bürokratie, Diskussionen und Streitigkeiten wer Recht hat zu enden.

Täglich dringen in das Bergwerk wo 126.000 Fässer mit Atommüll lagern 10.000 bis 12.000 Liter Salzlauge ein. Wenn man sich diese Fakten vor Augen führt, dann müsste eigentlich jedem klar sein, die Fässer müssen raus und das so schnell als möglich. Denn Salzwasser und Metall, das ist jedem Autobesitzer bekannt, gibt Rost und Rost ist nicht gut – zumindest nicht an diesen Stellen.

Tritt Radioaktivität aus, wird es über kurz oder lang erstens unmöglich die Fässer sicher zu bergen und zusätzlich noch unbezahlbar. Zweitens wird die Radioaktivität ins Grundwasser eindringen und welche Folgen daraus entstehen, daran möchte man doch gar nicht denken.Wollen wir wirklich unsere Lebensgrundlage vergiften?
Trotzdem produzieren wir weiterhin Atommüll und haben keine Lösung – weder für den alten noch für den neuen Müll.

Weitere Artikel zu diesem Thema:
Atomstrom und wir Bürger sollen es wieder mal zahlen

Donnerstag, 9. Februar 2012

Energiewende als faule Ausrede

Heute möchte ich euch ein Interview auf der Webseite von Greenpeace mit dem Titel "Energiewende als faule Ausrede" ans Herz legen.

Ich finde es zeigt sehr gut die Versäumnisse der letzten Jahre auf, die Gründe für diese Versäumnisse und was die Zukunft für Chance bringen kann/wird.

Link zum Interview:
Energiewende als faule Ausrede

Dienstag, 31. Januar 2012

2011 erstmals mehr Ökostrom als Atomstrom

Mit 20 Prozent Anteil an der Stromversorgung, haben die Erneuerbaren Energien im Jahr 2011 die Atomkraft (18%) und die Steinkohle (19%) überholt.

Das im Jahre 2000 eingeführte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat den Boom erst möglich gemacht. Nicht nur der Umbruch in der Stromversorgung wurde damit gestartet, zusätzlich wurden damit noch ca. 370.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Wenn sich dieser gute Start weiter entwickelt, dann können wir den Umbruch schaffen. Wir könnten unseren Bedarf an Strom durch Erneuerbare Energien decken und zusätzlich noch Arbeitsplätze schaffen. Klingt doch genial, oder?

Freitag, 20. Januar 2012

"Vorsicht: Radioaktive Bank!"

Das ist ein Slogan der Organisation Urgewald e.V. und dahinter steckt die Frage, ob eine Bank beiträgt die Atomindustrie zu finanzieren.

Wer sich näher dazu informieren will, ob seine Bank "radioaktiv" ist, der findet viele Information auf der Homepage von Urgewald. Des weiteren gibt es dort Empfehlungen für atom- und kohlefreie Alternativen.

Weiter Informationen:
Homepage von Urgewald e.V.

Donnerstag, 19. Januar 2012

Atomkonzerne von der Energiewende kalt erwischt???

In einem Artikel habe ich den Satz gelesen: "Deutschlands Atomkonzerne sind vom Atomausstieg kalt erwischt worden." Als Beleg dafür wurde angeführt, dass E.on noch 2010 einen Gewinn von 6,3 Milliarden gemacht hat und für 2011 Verluste ausweisen muss.

Also das klingt doch nach Lobbyismus pur. Ich würde das eher als unternehmerische Fehlplanung bezeichnen. Der Atomausstieg war schon längst beschlossen aber scheinbar waren sich die Herren so sicher, dass er nicht kommen wird, dass nichts in Richtung Absicherung oder Erneuerbare Energien gemacht wurde.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Frankreich: "Atomkraft ist lebenswichtig"

In Frankreich regt sich der Wiederstand gegen die Atomkraft und darum kämpft Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy mit sehr wagen Aussagen: "Die Frage der Atomkraft ist für Frankreich lebenswichtig. Sie sichert uns eine saubere, unabhängige und preiswerte Energieversorgung. Sie macht uns dadurch konkurrenzfähig. Solange es keine ebenbürtige Alternative gibt, hätte ein Ausstieg oder auch nur eine Änderung des Energiemixes bedeutende Auswirkungen auf unsere Wirtschaft."
Als weiteres Argument für die Atomkraft werden dann noch die Arbeitsplätze angeführt.

Grund für die Aufregung in Frankreich ist, dass die französischen Atomkraftwerke auf ihre Sicherheit überprüft wurden. Dabei wurden auf Grund der Erkenntnisse von Fukushima neue Szenarien entwickelt, die zum Zeitpunkt des Baus noch als unwahrscheinlich gegolten hätten.

Das Ergebnis dieser Studie, dass kein einziges Atomkraftwerk in Frankreich kommt ohne Nachbesserungen aus und genau diese Ergebnis der Studie wird von den Bürgern in Frankreich mit Unbehagen aufgenommen. Die bisher unbekümmerte Sicht auf die Atomkraft hat mit der Katastrophe in Fukushima begonnen sich radikal zu ändern.

Mittwoch, 30. November 2011

Solange der Staat bezahlt halten alle die Füße still aber wehe es kommt mal anders

Jetzt geht der Kampf ums Geld los, Deutschlands größter Atomstromproduzent zieht vor das Bundesverfassungsgericht.

Die Klage von E.on richtet sich nach Aussage des Unternehmens ausdrücklich nicht gegen die Energiewende – was ja auch mehr als nur lächerlich wäre. Es geht dem Konzern um die Aktionäre und das die Gesetzesänderung ein starker Angriff unter anderem auf die Eigentumsrechte ist. Laut der Zeitung "Die Welt" macht E.ON in der Klageschrift einen Vermögensschaden im hohen einstelligen Milliardenbereich geltend.

Da versucht man mal wieder die Versäumnisse der letzten Jahre zu kompensieren und das ganze auf dem Rücken der Steuerzahler auszutragen. Wir haben die Atom-Forschung mit bezahlt, als nächstes mussten wir den Bau der Atomkraftwerke subventionieren, weiter bezahlen wir für den produzierten Abfall, die Zwischenlagerung, die Endlagerung, … und jetzt bezahlen wir auch noch, eine Entschädigung, weil sich der Konzern weiterhin auf die Gewinne aus dem Atomstrom eingestellt hatte. Da soll er mal lieber die Bürger glücklich machen, statt sich immer nur um das Glück der Aktionäre zu kümmern, die haben ihm die letzten Jahre bestimmt nicht die finanzielle Unterstützung zukommen lassen wie wir.

Weiter Artikel zu diesem Thema:
E.on ist/war der größte deutsche Atomstromproduzent

Freitag, 25. November 2011

Österreich arbeitet weiter am Anti-Atomkurs

Mit zwei Rechtsgutachten wurde jetzt bestätigt, dass ein Importverbot von Atomstrom sowohl nach EU- als auch WTO-Recht (Welt Handel Organisation) möglich ist.

Nachdem zum 01.07.2011 festgelegt wurde, dass nur noch Strom importiert werden darf, dessen Herkunft nachweisbar ist. Der für Herbst 2011 geplante 2. Schritt ist noch nicht erreicht, doch ist mit den Gutachten ein wichtiges Stück Rechtssicherheit geschaffen worden.

Das wäre auch eine Möglichkeit für Deutschland ein deutliches Zeichen für seine Partner und Nachbarländer zu setzten. Denn je mehr Länder sich zu so einem Schritt entschließen, desto unwirtschaftlicher wird es ein Atomkraftwerk zu bauen – das heißt, wir müssen nicht dagegen kämpfen sondern der Markt würde das für uns regeln.

Weiter Artikel zum Thema:
Österreich weiter auf Anti-Atomkurs

Dienstag, 22. November 2011

E.on ist/war der größte deutsche Atomstromproduzent

Für das lange festhalten an der Atomkraft bekommt E.on jetzt die Rechnung. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Gewinn von Januar bis September drastisch eingebrochen.

Einer der Gründe ist das Abschalten von mehreren Atomkraftwerken durch den "Ausstieg". Das betrifft Deutschlands größten Atomstromproduzenten natürlich besonders. Doch ist das Thema mit dem Ausstieg nicht so ganz neu und man hätte genügend Zeit gehabt sich auf die Zukunft auszurichten. Doch warum auf die Millionen verzichten bzw. die Millionen in die Zukunft zu investieren, wenn uns die Politik so wohlgesonnen ist.

Tja, so ändern sich die Zeiten und ich hoffe, dass sich viele Menschen auch für einen echten Ökostromanbieter entschieden haben, denn das setzt die großen Konzerne zusätzlich unter Druck.

Dienstag, 15. November 2011

Der Wahnsinn für ein bisschen Strom


Selbst Monate nach der Katastrophe ist die Lage in Fukushima nach wie vor verheerend.

 Radioaktivität tritt weiter aus der Anlage aus und ein Ende (wir erinnern uns an Tschernobyl) ist nicht in Sicht, geschweige denn realistisch.

  • In den Kellern der Gebäude stehen nach wie vor Millionen Liter verseuchtes Wasser.
  • Den genauen Zustand der Reaktoren, in denen eine Kernschmelze stattgefunden hat, ist unklar.
  • Eine Hülle, wie in Tschernobyl, soll vor radioaktiver Strahlung schützen. Doch die Betreiberfirma hinkt den Zeitplänen hinterher und wie wir aus Tschernobyl wissen, ist so eine Hülle keine Dauerlösung.
  • Die Umgebung von Fukushima ist für Jahrzehnte unbewohnbar und ca. 80.000 Menschen werden nicht in ihre Heimat zurück können.
  • Gebäude müssen dekontaminiert werden. Was mit dem verseuchten Müll gesehen soll, ist unklar. Es gibt keine Lagerstätte für diese Massen.
  • Nahrungsmittel sind auf Jahrzehnte nicht mehr zum Verzehr geeignet.
 Das alles ist ein Wahnsinn!!! Ist es das Wert, dass wir ein bisschen Strom für einen Fernseher oder Computer haben? Wir zerstören so Leben für Jahrzehnte und ein echtes Ende ist leider noch nicht in Sicht.

Freitag, 11. November 2011

Das ist doch kein Atomausstieg!

Während in Deutschland die ersten acht Atommeiler endlich stillgelegt werden, will die Bundesregierung eine Milliardenbürgschaft für den Bau des AKW Angra 3 in Brasilien übernehme. Dabei sind nicht nur die Deutschen, sondern auch 54% der Brasilianer gegen die Nutzung der Atomenergie.
Ein echter Oldtimer: Angra 3 wurde in den 70ern geplant und ist somit schon vor Baubeginn völlig veraltet. Der Standort wird regelmäßig von Erdrutschen heimgesucht, die im Ernstfall Notstromversorgung und Evakuierung gefährden. Die Katastrophenpläne sind völlig unzureichend und die Atomaufsicht funktioniert nicht: Für so ein unverantwortliches Projekt sollen wir jetzt auch noch bürgen?
Noch ist es nicht zu spät: Der Bürgschaftsvertrag soll 2012 unterzeichnet werden. Deswegen sin jetzt massiver Proteste angesagt. Die Politiker von CDU/CSU und FDP müssen merken, dass wir uns nicht zu Atombürgern machen lassen!
Das ist ein Aufruf von Urgewald, wer sich für die Kampagne interessiert, hier der Link: www.urgewald.de