Samstag, 14. September 2019

Österreich wird ein Stück mehr Atomstrom-Frei

Österreich selbst hat nie Atomstrom produziert, doch war der importierte Strom bisher nicht garantiert Atomstrom-Frei. Das hat sich zum 01.01.2013 geändert.

Zukünftig wird jede importierte Kilowattstunde Strom mit einem Herkunftszertifikat belegen, dass sie Atomstrom-Frei ist. Dazu haben sich die österreichischen Energieversorger verpflichteten. Im ersten Schritt greift diese freiwillige Verpflichtung für den an Haushaltskunden gelieferten Strom. Der Strom für Industriekunden wird bis Ende 2015 Atomstrom-Frei. Grund für diese verlängerte Phase sind bestehende Lieferverträge.

Diese Entscheidung ist auch ein Statement zu den geplanten Erweiterungen von Atomkraftwerken in Europa z.B. Tschechien, von wo Österreich bisher Strom importierte.

Freitag, 18. April 2014

Darum muss sich das EEG verändern!

Im Erneuerbare Energien Gesetz wichtige Punkte für die Energiewende festgeschrieben. Doch das Gesetzt wie es heute besteht wird so nicht überleben können.

Das klingt auf den ersten Blick nicht nach einer guten Zukunft für die Energiewende. Doch schaut man sich das EGG und die ursprüngliche Idee dahinter genau an, dann wird es auf Dauer so nicht weiter funktionieren können.

Hier ein Beispiel welches das Problem aufzeigt:
Der Strompreis setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen unter anderem beinhaltet er die EEG Umlage (zur Förderung der Erneuerbaren Energien) und das Netzentgelt (zur Finanzierung der Transportnetze). An diesen beiden Teilbeträgen möchte ich den Grund für notwendige Änderungen aufzeigen.
Angenommen alle Haushalte bis auf einen einzigen hätten eine Photovoltaik- oder Windkraftanlage und würden den erzeugten Strom auch selbst verbrauchen. Dann würde nur noch ein einziger Haushalt den Strom kaufen müssen und die EEG Umlage für alle Stromerzeuger bezahlen. Des Weiteren müsste dieser eine Haushalt auch das gesamte Stromnetz finanzieren.

Dieses Beispiel soll aufzeigen, dass in der Vergangenheit das System zur Strompreisermittlung vielleicht ganz gut war aber in Zukunft wird sich daran was ändern müssen. Die dafür notwendigen Änderungen schafft man sicher nicht mit einer kleine Änderung des EEG sondern aus meiner Sicht muss man das Gesamtsystem betrachten und entsprechende Korrekturen vornehmen.

Sonntag, 23. März 2014

ToxFox – die App zum Kosmetik Check

Der BUND hat eine App bzw. eine Webanwendung herausgebracht, mit der man Pflege- und Kosmetikprodukte prüfen kann.

Hintergrund dieser Prüfung ist das in vielen Produkten hormonell wirksame Substanzen enthalten sind, welche möglicherweise problematisch sind und mit verschiedenen Erkrankungen in Verbindung gebrachte werden.

Link zum BUND Artikel „Wie man Kosmetikprodukte ohne hormonell wirksame Substanzen findet“ für mehr Infos

Link zur ToxFox I-Phone App
Link zur ToxFox Webanwendung für alle anderen Smartphones
Link zur ToxFox Webseite für den Check am PC

Montag, 10. Februar 2014

35 Milliarden Euro Subvention für die Atombranche

Eine Schätzung der EU-Kommission kommt für 2011 auf eine Subvention von 35 Milliarden Euro für die Atomkraft und Kritiker halten diese Schätzungen für zu niedrig. Denn die Endlagerung und der Rückbau von Kraftwerke sind kaum zu beziffern.

Dazu kommt noch ein Förderung für fossile Energien wie Kohle mit 26 Milliarden. Die erneuerbaren Energien wurden im selben Zeitraum mit 30 Milliarden unterstützt.

Von der Summe dieser Subventionen, ca. 91 Milliarden Euro entfallen ungefähr 30% auf die erneuerbaren Energien. Das zeigt aus meiner Sicht, dass nicht die erneuerbaren Energien sondern die weiterhin existierenden Förderungen für die anderen der Preistreiber für den Strompreis sind.

Sonntag, 2. Februar 2014

Ist das Smartphone ein Stromfresser?

Mittlerweilen hat das Smartphone seinen Siegeszug angetreten und ist in vielen Haushalten zu finden. Wer ein Smartphone hat, der kennt das Ritual des täglichen Aufladens sicherlich.

Eine Studie von TNS Emnid im Auftrag von E.ON hat ergeben, dass die Nutzer für das tägliche Laden im Durchschnitt mit 80€ pro Jahr rechnen. Für das Aufladen des Akkus eines Tablet wurden sogar 130€ pro Jahr geschätzt.

Die gute Nachricht für alle Smartphone und Tablet Benutzer ist, dass man im Jahr mit unter 2€ für ein Smartphone und unter 4€ für ein Tablet rechnen muss.

Die wahren Stromfresser findet man in der Küche zum Beispiel der Kühlschrank und Gefrierschrank. Hat man hier ein in die Jahre gekommenes Gerät, kann ein Austausch zu deutlich reduzierten Stromkosten führen.

Montag, 20. Januar 2014

Den höheren Strompreisen entgegenwirken.

In diesem Jahr wird der Strompreis wieder um ca. einen Cent pro Kilowattstunde steigen. Um dem Anstieg der Stromkosten entgegen zu wirken gibt es einige einfache Möglichkeiten.

Als erstes kann man den Stromanbieter wechseln. Das ist ganz einfach und schnell gemacht. Achten sollte man dabei aus meiner Sicht, dass man einen "echten" Ökostromanbieter wählt. Wie sich gezeigt hat, sind diese meist günstiger als die Grundversorgungstarife. Weiter würde ich von Billig-Anbietern abraten, gab es in der Vergangenheit immer wieder Kunden, die nach der Insolvenz eines Anbieters die geleisteten Vorauszahlung nie mehr wieder gesehen haben.

Die größten Einsparungen kann man meiner Meinung nach mit Strom machen, den man nicht verbraucht. Vielleicht muss man gegen die ein oder andere Gewohnheit ankämpfen aber am Jahresende zahlt es sich dann aus.
So spart es Strom, wenn Toaster, Kaffeemaschine oder Wasserkocher gleich nach dem Gebrauch durch Stecker ziehen vom Netz getrennt werden.
Fernseher, Sat-Empfänger, DVD-Player, Computer und sonstige Multimediageräte können am einfachsten über eine schaltbare Steckdose auf Null-Verbrauch getrimmt werden.
Ladegeräte von Handy, elektrischer Zahnbürste, … nur anstecken wenn sie zum laden gebraucht werden.
Wasser für Tee, Nudeln,… immer mit dem Wasserkocher erwärmen. Mit dem kostet das aufkochen von einem Liter ca. 1,9 Cent, mit dem E-Herd ca. 3 Cent und mit der Mikrowelle fast 5 Cent.
Glühbirnen sind nach wie vor schlechte Umwandler, dabei geht der meiste Strom in Wärme über. Deshalb empfiehlt es sich diese durch LED-Lampen zu ersetzten. Bei Lampen die viele Stunden brennen, lohnt sich ein Auswechseln auch ohne ein defektes Leuchtmittel.
Weitere große Verbraucher sind Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Gefrierschrank, Wasch- und Spülmaschine. Sollten diese ausgetauscht werden, dann lohnt sich ein Gerät mit Energieeffizienz A+++ oft schon nach kurzer Zeit. Der Wäschetrockner braucht ca. viermal soviel Strom wie einmal Wäschewaschen. Drum wenn möglich die Wäsche im freien trocken, das kostet keinen Strom.
Wer sich einen neuen Computer anschaffen möchte, der sollte überlegen ob evtl. ein Notebook ausreichen würde. Diese benötigen wesentlich weniger Strom als normale PC's. Zu empfehlen ist auch, Röhrenmonitore durch Flachbildschirmt auszutauschen.

Freitag, 8. November 2013

Die Zukunft der Energie in der EU?!?!

Fragezeichen v1Bis 2050 sollen die CO2-Emissionen in der EU um 80% gegenüber 1990 verringert werden.

Dafür müssen in allen Bereichen CO2-Reduzierungen erreicht werden. Bei der Stromerzeugung soll auch auf den Ausbau der Atomkraft gesetzt werden. Verantwortlicher EU-Energie-Kommissar ist Günther Oettinger von CDU.

Irgendwie kommt mir das wie eine Themaverfehlung vor.

Dienstag, 5. November 2013

Das Blackout-Gespenst der Strom-Dinosaurier

Es ist wieder mal soweit, die Gegner der Energiewende treiben das Blackout-Gespenst durchs Land. Als Grund wird diesmal die notwendige Abschaltung von Gas- und Kohlekraftwerken - weil unrentabel angeführt.

Tja, dann sind jetzt mal die Stromkonzerne überrascht, dass die Energiewende auch ohne ihr zutun auf einem guten Weg ist. Diese erzeugen nämlich nur ca. 10% ihres Stroms erneuerbar, der Rest ist Kohle-, Gas- und Atomstrom. Da wir mittlerweile viel Ökostrom haben, sind die Konzerne gezwungen ihre konventionellen Kraftwerke zu drosseln bzw. den Strom für kleines Geld zu verkaufen. Das wird natürlich in den oberen Etagen nicht gerne gesehen, schmälert es doch die Gewinne.

Hätten die Konzerne von Anfang an versucht die Energiewende zu gestalten, dann würde es das Gespenst sicher nicht geben. Bis aber die notwendigen Speichersysteme verfügbar sind und wir zu 100% erneuerbare Energie haben, wird es noch ein bisschen dauern und solange müssen wir wohl mit dem Blackout-Gespenst leben.

Montag, 28. Oktober 2013

Wie errechnet sich die EEG Umlage?

Der Strompreis steigt und auf den ersten Blick sieht es so aus als wären die erneuerbaren Energien der Treiber. Doch das ist nicht ganz richtig.

Auf der Kostenseite stehen die Betreiber z.B. von Solar- und Windkraftwerken, diese bekommen einen festgelegten Betrag für den Strom den sie ins Netz einspeisen.
Auf der Einnahmenseite steht der Verkaufspreis von Strom an der Strombörse. Der gesamte verfügbare Strom wird über diese Börse gehandelt.
Die EEG-Umlage wurde eingeführt um die Differenz zwischen Einnahmen und Kosten auszugleichen. Sinkt z.B. der Strompreis an der Börse, so reduzieren sich die Einnahmen und die EEG-Umlage muss steigen.

Im Jahr 2012 war ein starker Treiber für die fallenden Strompreise an der Börse, der enorme Anstieg des Strom aus Kohlekraftwerken. Es ist wie immer: Angebot und Nachfrage regeln auch hier den Preis.

Weitere Probleme des aktuellen Systems sind, dass zwar der Börsenstrompreis sinkt, das aber nicht an die Verbraucher weitergegeben wird. Dass Atom- und Kohlestrom nach wie vor weiter subventioniert werden.

Aus meiner Sicht wird es nicht helfen, an einem Rädchen zu drehen sondern man muss das gesamte Energiesystem auf den Prüfstand stellen.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Deutschland auch 2012 wieder Strom Export Weltmeister

Wie 2011 so haben wir auch 2012 einen neuen Rekord beim Strom Export geschafft. Unsere europäischen Nachbarn sind nicht sonderlich glücklich. Sie werfen uns vor, durch den Anstieg der erneuerbaren Energien würden wir soviel Strom exportieren und deren Kraftwerke unrentabel machen.

Das der günstigen Export-Strom Auswirkungen auf andere Länder hat, ist keine Frage. Doch schaut man sich die Situation in Deutschland genauer an, kommt man zum Schluss das nicht die erneuerbaren Energien sondern die Kohleverstromung für den enormen Überschuss verantwortlich ist.

Wie kommt das? Im letzten Jahr ging trotz weiterem Ausbau der erneuerbaren, die Jahresleistung wegen des geringeren Windangebotes leicht zurück. Strom aus Erdgas hat einen deutlichen Einbruch erlitten und die Menge an Atomstrom blieb fast gleich. Nur die Stromerzeugung aus Stein- und Braunkohle ist drastisch angestiegen.

Grund für den drastischen Anstieg sind die konkurrenzlos billigen Zertifikate aus dem europäischen Emissionshandel. Diese Zertifikate sollten eigentlich dazu beitragen die CO2 Emissionen zu reduzieren, weil für jede Tonne bezahlt werden muss und es nur eine gewisse Menge an Zertifikaten gibt. Doch die EU-Kommission hat dafür gesorgt, dass dieses System am Boden liegt und die Strompreise kaputt macht.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Eigenverbrauch von Solarenergie steigert die Effektivität und fördert die Energiewende.



Es ist schön zu sehen, dass die Bürger in Deutschland die Energiewende fest in der Hand haben. So wird ein Großteil der erneuerbaren Energie heute schon durch private Anlagen erzeugt.

Durch die sinkende Förderung und die steigenden Strompreise wird es immer wirtschaftlicher den erzeugten Strom selbst zu verbrauchen. Daraus ergeben sich aber noch weitere Vorteile wie z.B. dass der Strom nicht weit transportiert werden muss und so die Transportnetze entlastet. Desweitern steigert der Eigenverbrauch das Bewusstsein für den eignen Stromverbrauch.

Aktuell steigt auch das Interesse von privaten Erzeugern an Speicherlösungen um den selbst erzeugten Strom auch in Zeiten ohne Sonne nutzen zu können. Leider gibt es heute noch recht wenige preislich attraktive Speichermöglichkeiten aber eine positive Entwicklung zeichnet sich meiner Meinung nach bereits ab.

Diese Punkte sind es, die helfen die Energiewende voran zu bringen. Wir nutzen den Strom da, wo er erzeugt wird. Wir versuchen den Stromverbrauch zu optimieren und wenn wir noch intelligente Speicherlösungen haben, kann durch die Nutzung der selbst erzeugten Energie die Effektivität deutlich erhöht werden.

Samstag, 14. September 2013

Warum steigt der Strompreis wirklich an?

Die Antwort scheint einfach, es ist die Förderung der Erneuerbaren Energien. Zumindest will man uns das so einreden.

Fakt ist, dass Betreiber von Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien (Wind, Solar, Biogas) langfristige Förderungen bekommen. Was aus meiner Sicht weder ungewöhnlich noch falsch ist. Denn um etwas zu verändern, müssen Anreize geschaffen werden und Investitionen müssen kalkulierbar sein.

Das ist ja nichts neues, bei einem Atomkraftwerk subventioniert der Staat die Forschung, den Bau und das Endlagerthema bleibt komplett bei ihm hängen. Der Unterschied ist, dass diese Subventionen nicht über eine Umlage auf den Strompreis sichtbar werden sondern sie kommen aus anderen Steuereinnahmen.

Zwei Schritte wären aus meiner Sicht gut gewesen:
1) jeder Förderung wird entweder ausgewiesen oder nicht – also eine Umlage auf den Strompreis für Gas, Kohle, Atom, Sonne, Wind, …
2) man hätte einen Topf für die Förderung aufstellen sollen, aus dem alle Geld erhalten und wenn wir mehr für Erneuerbare benötigen, dann bekommen die konventionellen eben weniger.

Damit wären Anreize auch für die Großkonzerne vorhanden umzusteigen und der Gesamtbetrag der auf die Bürger umgelegt wird würde gleich bleiben. Es ist aus meiner Sicht auch untragbar, wenn wir immer nur Fördern – man muss Fördern aber dafür auch an anderer Stelle reduzieren. Da wir die konventionellen Kraftwerke reduzieren wollen, wäre das genau die richtige Stelle zum reduzieren.

Da sind wir wieder beim Problem, es ist zwingend ein Umdenken notwendig, auch in der Politik. Statt nur an den Problemen rum zu doktern wäre es entscheidend wirklich zukunftsfähige Lösungen möglichst schnell auf den Weg zu bringen.

Montag, 9. September 2013

Fukushima, unter Kontrolle sieht für mich anders aus!

Nachdem es die letzte Zeit um das havarierte Atomkraftwerk in Fukushima wieder etwas ruhiger war, kommt jetzt wieder eine Hiobsbotschaft.

In Fukushima gibt es neue Lecks, es tritt radioaktiv verseuchtes Wasser aus. Die Messwerte sind um das 18-fache höher als bisher gemeldet. Grund für den dramatischen Anstieg, man hat die Werte mit anderen Messgeräten nachgeprüft. Die jetzt gemessenen 1800 Millisievert pro Stunde gelten über die Dauer von 4 Stunden für einen Menschen als tödlich.

Würde die Geschichte in einem Hollywood Blockbuster erzählt, dann würde man das als übertrieben abtun.

Wenn ich mir vorstelle, was da in einem hoch technisierten Land wie Japan abläuft, dann bekomme ich Angst wenn manch anderes Land ein Atomkraftwerk hat oder eines will.

Das was wir als Verbraucher in Deutschland tun können, ist zum einen dafür zu sorgen, dass unsere Atomkraftwerke überflüssig werden indem wir auf Ökostrom umsteigen. Zum zweiten können wir Banken meiden, die unser erspartes in ausländische Kraftwerksprojekte investieren.

Weitere Infos:
http://www.atomausstieg-selber-machen.de/

Dienstag, 3. September 2013

Die Straße als Stromlieferant, wie aus Visionen erste reale Schritte werden

Auf den ersten Blick scheinen diese Visionen ein bisschen abgedreht doch wenn man die Flächen von Straßen nutzen könnte, wären das enorme Kapazitäten.

Verschiedenste Ideen werden weltweit zu diesem Thema erforscht.
So gibt es in USA den Versuch einen Parkplatz statt mit einer Asphaltschicht mit Solarmodulen zu bestücken. Die spezielle Oberfläche soll genügend Haftung auch bei Regen besitzen. Weitere Vorteile dieser Lösung: beheizbare Straßen könnten möglich werden oder durch integrierte LED's könnten Warnhinweise auf der Straße eingeblendet werden.

Ein weiteres Projekt ist die Verwendung von Piezogeneratoren, dazu werden unter dem Asphalt Piezokristalle eingebracht. Diese erzeugen durch das Gewicht der darüber fahrenden Autos elektrische Energie. Eine Teststrecke mit dieser Technik wurde 2010 bereits aufgebaut.

Ein bereits laufendes Projekt gibt es in Frankreich. Dazu wurden an der Autobahn Windräder aufgebaut, die den Fahrtwind vorbeifahrender LKW's zur Energiegewinnung nutzen.

Ich finde diese Visionen/Ideen sehr interessant, auch wenn der Durchbruch jeder einzelnen fragwürdig ist aber es wird versucht vorhandene Strukturen und Energien zu nutzen. Das ist für mich einer der Wichtigsten Punkte bei der Energiewende.

Montag, 26. August 2013

Biodiesel als ökologischer Wahnsinn

Biodiesel klingt gut und auch das beim konventionellen Diesel in Deutschland bis zu 7 Prozent Biodiesel beigemischt werden müssen klingt doch Öko. Doch wie ein Test von Greenpeace vom Juni 2013 zeigt ist das doch nicht so Öko und der Verbraucher kann nicht wirklich was dagegen machen.

Die Untersuchung hat ergeben, dass der Anteil an zugesetztem Biodiesel aus Raps stark gesunken ist. Stattdessen hat sich der Anteil an Palmöl im vergleich zu 2011 verdreifacht.

Warum das ganze? Der Raps hierzulande reicht nicht aus für Lebensmittel und Biokraftstoffe. Ausserdem ist das Palmöl auch noch günstiger als das heimische Rapsöl.

Was ist das Problem mit dem Palmöl? in Indonesien wird großflächig Regenwald abgeholzt um Palmölplantagen zu errichten. Meist geschieht die Abholzung durch Brandrodung, was die Lebensqualität beeinträchtig und enorme Mengen CO2 frei setzt.

Nachdem die Beimischung von bis zu 7% eine gesetzliche Vorgabe ist, kann keiner von uns direkt was dagegen tun. Trotzdem sollten wir uns bewusst sein, dass hier mal wieder mit dem "Öko" zum Nachteil aller gespielt wird.

Weitere Infos:Immer mehr Palmöl in der Zapfsäule

Montag, 19. August 2013

Planung ist das halbe Leben, auch wenn es um den Abfall geht

Ich habe das Gefühl, in der heutigen Zeit wird mal schnell was gemacht statt zu überlegen, wie man was am besten machen kann.

Was wir heute in die Mülltonnen werfen, wird verbrannt oder deponiert und ist für damit immer oder erst mal verloren. Wenn wir es schaffen das was sich an Abfall nicht vermeiden lässt gleich wieder als Rohstoffe nutzbar zu machen, dann hätten wir einen Kreislauf in dem nichts verloren geht.

Der Chemiker Michel Baumgart verwendet den Baum als Beispiel für den Ansatz der Natur um aus "Abfall" gleich wieder Rohstoffe zu erzeugen. Die Blätter die er im Herbst abwirft, werden zu Kompost und reichern die Erde mit Nährstoffen an. Das Konzept nennt er "Cradle to Cradle" oder "Von der Wiege bis zur Wiege".

Wenn wir es durch intelligente Planung schaffen könnten schon bei der Entwicklung eines Produktes diesen Ansatz zu berücksichtigen, dann hätten wir keinen Abfall sondern nur neue Rohstoffe. Man muss sich nur überlegen wie viel Abfall kann nicht wirklich wieder verwertet werden, weil er mit Chemikalien belastet ist. Ein Beispiel sind die Kassenzettel, die in der Papiertonne unser Recyclingpapier "verseuchen".

Wir als Verbraucher können beim Einkaufen schon auf den mitgekauften "Abfall" achten. Am besten gar nicht erst kaufen oder wo möglich auf eine echte Wiederverwertbarkeit achten.

Weiter Blogartikel:Ein bisschen Bisphenol zum Abschied

Montag, 12. August 2013

Genfood aus USA über die Hintertür Freihandelsabkommen

Die Zukunft könnte für uns Verbraucher immer schwieriger werden wenn wir ohne Genfood leben wollen. Heute ist in Deutschland der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen verboten, in den USA dagegen sind 90% von dem was auf den Feldern wächst gentechnisch verändert.

Bei den Verhandlungen zur Freihandelszone mit den USA wird es bei diesem Thema schwierig werden. In den USA ist Genfood ganz normal und viele verstehen unsere Haltung dazu nicht und die amerikanische Agrarlobby hat sich schon in Stellung gebracht und beginnt Druck aufzubauen.

Hoffentlich wird der Wiederstand den Druck aus USA aushalten sonst müssen wir als Verbraucher noch genauer auf die Kennzeichnung bzw. die Inhaltsstoffe der Produkte achten.

Sonntag, 4. August 2013

Weniger Lichtverschmutzung und zugleich Strom sparen

Seit 01. Juli 2013 gilt in Frankreich eine 2007 verabschiedete Regelung zur Vermeidung nächtlicher Lichtverschmutzung.

Von ein Uhr nachts bis sieben Uhr morgens ist es unter Strafe verboten leerstehende Gebäude zu beleuchten. Das gilt sowohl für das Licht in Büroräumen oder Schaufenstern als auch für das Anstrahlen der Fassaden. Wird länger gearbeitet, so muss spätestens eine Stunde nach Verlassen des letzten Mitarbeiters das Licht aus gehen. Die Strafe für eine Zuwiderhandlung beträgt bis zu 750€.
Natürlich gibt es wie immer Ausnahmen, zum Beispiel für touristische Zonen wie in Paris die Marken Boutiquen auf der Champs-Élysées. Der Eiffelturm fällt dagegen nicht unter die Ausnahme.
Das Umweltministeriums in Frankreich erhofft sich dadurch Einsparungen von 200 Millionen Euro, 250.000 Tonnen CO2 pro Jahr und zudem eine Verringerung der Lichtverschmutzung.

Aus meiner Sicht sind das kleine Einschnitte für den Bürger die aber deutlich die Umwelt und den Geldbeutel entlasten. Da könnten wir in Deutschland uns doch leicht anschließen.

Weitere Blogartikel:Lichtverschmutzung = Umweltverschmutzung

Mittwoch, 31. Juli 2013

Immer mehr Menschen nehmen die Energiewende selbst in die Hand

In Deutschland nutzen ca. 8,5 Millionen Bürger heute schon Solarenergie um Wärme oder Strom zu erzeugen. Das vermeidet CO2, spart Kosten und macht unabhängiger von den Versorgern.

Der Bundesverband der Solarwirtschaft hat diese Zahlen kürzlich veröffentlicht. Danach werden im Jahr 2013 rund 24 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermieden und die Zahl der Solaranlagen wächst weiter.

Bei der Warmwassererzeugung durch Solarenergie ist die Speicherung im Warmwasserboiler bzw. einem zusätzlichen Pufferspeicher heute schon gang und gebe. Eine Herausforderung der nächsten Zeit wird noch die Speicherung von Strom. Wenn wir hier gute Lösungen haben, dann kann man den selbst erzeugten Strom zwischenspeichern und sich noch unabhängiger machen.

Meiner Meinung nach sollte die Erzeugung von Wärme und Strom möglichst direkt beim Verbraucher erzeugt werden. Das entlastet die Stromnetze und reduziert die Kosten für den Netzausbau.

Ich kann den Schritt in Richtung Selbstversorger nur jedem empfehlen, der die Möglichkeit dazu hat. Über unseren Weg in diese Richtung habe ich ja schon hier im Blog geschrieben.

Weiter Blogartikel:Meine kleine Energiewende – Teil 1
Meine kleine Energiewende – Teil 2
Meine kleine Energiewende – Teil 3
Meine kleine Energiewende – Teil 4
Meine kleine Energiewende – Teil 5

Samstag, 27. Juli 2013

Der Versuch das Trinkwasser zu privatisieren ist gescheitert

Regelmäßige Leser des Blogs erinnern sich vielleicht noch an den Artikel "Die EU will die Privatisierung von Wasser doch die Bürger sind anderer Meinung." vom Februar in dem es um die Privatisierung des Trinkwassers ging und was wir als Bürger dagegen tun können.

Es gab im Internet viele Aufrufe zu Protesten gegen dieses Vorhaben der EU-Kommission und die Proteste haben gewirkt. Die Wasserversorgung wird aus der umstrittenen EU-Konzessionrichtlinie genommen.

Mehr als 1,5 Millionen Menschen haben die Initiative "Wasser ist ein Menschenrecht - Right 2 Water" europaweit mit einer Unterschrift unterstütz und somit zum Erfolg gemacht.